Smits lässt WHV-Fans jubeln

Was für eine emotionale Achterbahnfahrt in der Nordfrost-Arena: Nach starker erster Hälfte (17:12) verloren die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im Heimspiel gegen den Ligazweiten TV Hüttenberg nach der Pause den Faden und gerieten in der Schlussphase mit 25:27 Toren ins Hintertreffen. Dass die Jadestädter am Ende trotzdem jubeln durften und zwei eminent wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfuhren, lag an Kay Smits, der fünf Sekunden vor dem Anpfiff den 28:27-Siegtreffer für den WHV erzielte.

"Das war eine echte Achterbahnfahrt und absolut nichts für schwache Nerven", fasste WHV-Trainer Christian Köhrmann den achten Heimsieg in Folge zusammen. "Um so ein Spiel am Ende dann trotzdem zu gewinnen, muss alles zusammenpassen. Und das ist – trotz der vielen technische Fehler in der Schlussphase – heute auch passiert."

Zum Spiel: Vor rund 1600 Zuschauern legte der WV nach ausgeglichener Anfangsphase ein paar Tore vor. Keeper Markus Bokesch (18 Paraden) hatte maßgeblichen Anteil an der beruhigenden 17:12-Pausenführung seiner Mannschaft. Entschieden war damit aber noch lange nichts: Hüttenberg übernahm nach dem Wechsel die Regie und warf sich schnell auf 17:18 heran (38.).

Als die Gäste beim 23:24 (53.) erstmals in Führung gingen und wenig später sogar mit zwei Toren vorne lagen (25:27/58.), schien der Aufstiegskandidat aus Hessen die deutlich besseren Karten zu haben. Der WHV schlug aber noch einmal zurück: Lukas Mertens und Kay Smits sorgten für den 27:27-Ausgleich, ehe Smits seinem Team fünf Sekunden vor Schluss mit seinem achten Tor an diesem Abend den 28:27-Sieg bescherte. Durch den doppelten Punktgewinn kletterten die Jadestädter in der Tabelle wieder auf Rang elf – am kommenden Sonnabend tritt die Köhrmann-Sieben zum Bezirksderby bei der HSG Nordhorn-Lingen (8.) an.


WHV: Bokesch (1.-60./18 Paraden), Weiner (bei einem Siebenmeter), Lüpke;  Smits 8/6, Schwolow 6, Mertens 6, Kalafut 4, Vorotnsov 3, Postel 1, S. Köhler, Maas, Schweigart, Groß, Lehmann
TVH: Ritschel (1.-21. und 31.-60./7), Schomburg (22.-30. und bei einem Siebenmeter); Stefan 7, Johannsson 5, Mappes 5/3, Lambrecht 4, Fernandes 2, Roth 2,Wernig 1, Rompf, Semmelroth, Zörb, Panther, Kraushaar
Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin)
Zuschauer: 1566
Strafwürfe: 6/5 – 5/3
Strafminuten: 10- 8