WHV im Derby Außenseiter

Mit Respekt vor dem Gegner, aber auch mit jeder Menge Selbstvertrauen im Gepäck fahren die Zweitliga-Handballer des Wilhlemshavener HV heute zum Niedersachsen-Derby nach Lingen. Um 19.30 Uhr wollen Lukas Kalafut & Co. in der Emsland-Arena im Duell mit der HSG Nordhorn-Lingen an ihre zuletzt guten Leistungen (Siege in Eisenach und gegen Aue) anknüpfen.

"Wir wissen um die Qualitäten des Gegners und gehen als Außenseiter ins Rennen", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. Die Tatsache, dass die Jadestädter den Gegner in der Saisonvorbereitung im Finale des "Oldenburg-Cups" schon einmal bezwungen haben, ist für den Coach maximal eine Randnotiz. "Mit Blick auf heute Abend hat der Sieg überhaupt keinen Wert. Nordhorn ist sehr gut in die Saison gestartet und verfolgt hochgesteckte Ziele. Trotzdem werden wir alles versuchen, um den Gegner so lange wie möglich in Verlegenheit zu bringen."

Personell ist die Lage bei den Gästen weiter abgespannt - vor allem auf den Halbpositionen stellt sich das Team quasi von selbst auf. Da Tobias Schwolow aufgrund seiner Schulterverletzung nach wie vor nicht einsatzfähig ist, liegt die Last im linken Rückraum alleine auf den Schultern von Lukas Kalafut, während Kay Smits auf der rechten Seite weiter gesetzt ist. Evgeny Vorontsov, der gegen Aue umgeknickt war und erst am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen ist, ist heute Abend definitiv dabei.

Die HSG Nordhorn-Lingen geht mit der starken Bilanz von 12:2 Punkten ins Derby und peilt gegen den WHV den vierten Heimsieg in Serie an. Nur in Rimpar musste sich das Team von Trainer Heiner Bültmann bislang geschlagen geben. "Nordhorn ist sehr eingespielt und verfügt über ein variantenreiches Konzept", weiß Köhrmann. Neben Top-Keeper Björn Buhrmester kann sich Bültmann auch auf die eingespielte Rückraum-Achse Alexander Terwolbeck, Jens Wiese und Nicky Verjans verlassen. Hinzu kommt der starke Allrounder Patrick Miedema.  Köhrmann: "Auch Spieler aus der zweiten Reihe wie Lutz Heiny verfügen über hohe Qualität", sagt Köhrmann. "Wir haben einen Plan. Ich hoffe, dass wir unsere Marschroute so lange wie möglich umsetzten können."