Köhrmann will Beton anrühren

Drei Spiele haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV in diesem Kalenderjahr noch zu bestreiten und in allen drei Partien geht es für die Jadestädter gegen direkte Konkurrenten um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Vor allem heute Abend im Duell mit dem Tabellennachbarn HG Saarlouis (Anwurf 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) zählen für die "Köhrmänner" nur zwei Punkte. "Wir haben zuletzt in Hagen nicht unseren besten Handball gespielt", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. "Das muss heute Abend anders aussehen. Jeder Spieler muss an sein Limit gehen und darüber hinaus auch für seine Nebenleute mitarbeiten."

Die Gäste aus dem Saarland haben gegen die Jadestädter bislang in vier Vergleichen noch nie gewonnen. Drei Siege, ein Unentschieden lautet die Bilanz aus Sicht des WHV. Da die Mannschaft der HG Saarlouis inzwischen aber auf einigen Positionen verändert wurde, ist die Belastbarkeit dieser Zahlenspiele eher fraglich. Ein Wiedersehen wird es heute auf jeden Fall mit Moritz Barkow geben: Der Kreisläufer, der die Jadestädter im Sommer mit unbekanntem Ziel verlassen hatte, hat Anfang November bei den Saarländern angeheuert - als Ersatz für den etatmäßigen Kreisläufer Peter Walz, der mit einem Kreuzbandriss wohl für den Rest der Saison ausfallen wird.

Beim WHV stehen Lukas Kalafut und Fabrice Lehmann weiterhin nicht zur Verfügung. Kalafut - sein angerissenes Kreuzband wird nicht operiert, sondern konservativ behandelt - befindet sich aber bereits wieder im Aufbautraining und macht laut Köhrmann gute Fortschritte. Im Kader fehlen wird heute auch Jonas Schweigart, der sich im Training erneut eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hat. Janik Köhler kann hingegen  auflaufen und ist einer der Eckpfeiler in den Planungen des WHV-Trainers. "Wir haben in Hagen defensiv nicht gut ausgesehen, heute brauchen wir Torwartparaden und Ballgewinne, um den Gegner möglichst oft im Umschaltspiel unter Druck zu setzen. Beton anrühren, lautet die Devise."