Klarer Sieg im Kellerduell

Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV hat seine Hausaufgaben gemacht und das Kellerduell gegen Tabellennachbar HG Saarlouis klar mit 31:26 (17:12) Toren gewonnen. Vor rund 1000 Zuschauern in der Nordfrost-Arena übernahmen die Jadestädter nach nervösem Beginn schnell die Regie und zogen bis zur 50. Minute auf 28:18 davon. Spätestens hier war die Partie entschieden. Kay Smits steuerte 8/3 Tore zum wichtigen Heimerfolg bei, Kapitän Sebastian Maas war mit sechs Treffern zweitbester Werfer seines Teams.

Nach der schwachen Vorstellung in Hagen hatte Trainer Christian Köhrmann eine klare Steigerung von seinen Jungs verlangt - vor allem die Abwehrarbeit hatte dem Coach nicht gefallen. Seine Spieler enttäuschten ihn nicht: Janik Köhler und Matej Kozul organisierten die Abwehr geschickt und auch Torhüter Dennis Doden war früh mit den ersten Paraden zur Stelle. Und weil die Jadestädter auch im Angriff wieder die gewohnte Spielfreude zeigten, setzte sich der WHV nach verhaltenem Beginn von 2:2 über 6:3 auf 10:6 (20.) ab. Als Smits wenig später von der Linie traf, lagen die Gastgeber erstmals mit fünf Toren vorne (12:7/22.), diesen Vorsprung ließ man sich bis zur Pause nicht mehr nehmen (17:12).

Nach dem Wechsel wagte Saarlouis die Flucht nach vorne: Trainer Philipp Kessler ließ nun offensiv in der 3:2:1-Formation verteidigen. Aus dem Konzept brachte dies die Jadestädter aber nicht. Der WHV spielte weiter geduldig und nutzte seine Chancen konsequent. Maas erhöhte per Doppelpack auf 22:13 (39.) und als ein Dreher des Linskaußen zum 28:18 in die Maschen rollte, lag der WHV nach 50 Minuten sogar mit zehn Toren vorne.

Köhrmann nutzte die Gunst der Stunde zu zahlreichen Wechseln - und nahm seinem Team damit etwas den Wind aus den Segeln. Die Fehlerquote stieg und auch in Sachen Disziplin gab es nun den ein oder anderen Aussetzer. Die Folge: Saarlouis betrieb fleißig Ergebniskosmetik, der verdiente 31:26-Erfolg des WHV geriet aber nicht mehr in Gefahr.

W'Havener HV - HG Saarlouis 31:26 (17:12)
WHV: Doden (1. - 57./14 Paraden); Lüpke ab 57./1); Smits 8/3, Maas 6, Kozul 5, Vorontsov 4, Schwolow 3, Postel 3, Köhler 2, Wolterink, Drechsler, Ten Velde, Andrejew.
HGS: P. Schulz (1. - 30. und ab 40./10), Jonczyk (31. - 40./1); Muller 6, Andersson 6/2, Noll 3, Engels 3, Müller 3, Barkow 2, Leist 1, Kolodziej 1, Weissgerber 1, Murawski, M. Schulz, Polydore.
Schiedsrichter: Dedens/Geckert
Zuschauer:1040
Strafwürfe: 3/3 - 3/2
Strafminuten: 12 - 4