Schwache erste Halbzeit

Dieses Mal ließ sich der Favorit kein Bein stellen: Im Duell mit HBW Balingen-Weilstetten zogen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV klar den Kürzeren und unterlagen in der Nordfrost-Arena mit 22:29 Toren.  Vor allem in der ersten Halbzeit spielten die Gäste ihre Überlegenheit aus und sorgten beim 14:7-Pausenstand quasi für die Vorentscheidung. Kay Smits (8/1) und Tobias Schwolow (6) waren die besten Werfer des WHV.

Von Beginn an taten sich die Jadestädter schwer gegen die gut organisierte Balinger Deckung. Einfache Tore Fehlanzeige - im Gegenteil: Die Gastgeber kamen kaum einmal in gute Wurfpositionen und wenn doch, war HBW-Keeper Tomas Mrkva immer wieder zur Stelle. Defensiv hielten die Gastgeber in der Anfangsviertelstunde noch dagegen, doch mit zunehmender Spieldauer geriet man immer deutlicher ins Hintertreffen, weil Janik Köhler & Co. wenig Mittel gegen die wurfstarken HBW-Halbspieler Valantin Spohn und Lars Friedrich fanden.

WHV-Trainer Christian Köhrmann reagierte und brachte nach einer Auszeit frische Kräfte, um die Offensive zu beleben. Doch weder Rene Drechsler noch Neuzugang Jörn Wolterink, der nach nur zwei Trainingseinheiten sein Debüt gab, konnten dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Erst nach dem Wechsel (7:14) nahm der WHV-Express Fahrt auf: Mit mehr Bewegung und mehr Zug zum Tor erspielte man sich viele gute Möglichkeiten - die schlechte Chancerverwertung verhinderte aber ein besseres Ergebnis.

"Es war klar, dass wir gegen eine Mannschaft wie Balingen nur bestehen können, wenn bei uns alles passt", sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. "Das war heute leider nicht der Fall. Mit dem Auftritt in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, die Chancen waren da - wir haben sie nur nicht konsequent genug genutzt."

W'havener HV - HBW Balingen-Weilstetten 22:29 (7:14)
WHV: Doden (1. - 29. und bei einem 7m/4 Paraden), Lüpke (ab 29./6); Smits 8/1, Schwolow 6, Postel 3, Vorontsov 2/1, Maas 2, Köhler 1, Kozul, Andrejew, Drechsler, Wolterink, Ten Velde.
HBW: Mrkva (16), Maggaiz (bei zwei 7m/1); Spohn 8, Friedrich 6, Schönningsen 4, Foth 3, Gretarsson 3/2, Thomann 2/1, Wagner 1, Strobel 1, Schoch 1, Flohr, Stegefelt, Hausmann, Nothdurft, Runarsson.
Schiedsrichter: Dauben/Rohmer (Köln)
Zuschauer: 1086
Strafwürfe: 3/2 –  5/3
Strafminuten: 4 –  8