Weihnachts-Krimi endet unentschieden

Nichts für schwache Nerven war das Heimspiel der Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV gegen TuSEM Essen: Nach 60 hochspannenden Minuten hieß es 32:32 (15:16) unentschieden in der Nordfrost-Arena. Vor rund 1300 Zuschauern konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Der erneut starke Kay Smits sicherte dem WHV mit seinem 14. Tor des Abends in der Schlusssekunde einen verdienten Punkt.

"Das Unentschieden ist ein gerechtes Ergebnis", sagte Smits nach dem Abpfiff. Die Essener waren der erwartet starke Gegner - vor allem der Rückraum erwies sich als gewohnt treffsicher. "Mit unserer Defensive kann ich heute nicht zufrieden sein", sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann. "In vielen Situationen fehlte uns die nötige Aggressivität. 32 Gegentore in einem Heimspiel sind zu viel. Wenn man kurz vor Schluss mit einem Tor hinten liegt und in der letzten Sekunde noch den Ausgleich macht, muss man natürlich froh über den einen Punkt sein."

Während der 60 Minuten wechselte die Führung ständig hin und her, wobei kein Team um mehr als zwei Tore davon ziehen konnte. Justin Müller brachte den TuSEM rund zehn Sekunden vor Schluss mit 32:31 in Führung. Köhrmann nahm eine Auszeit und brachte mit Daniel Andrejew für Torhüter Dennis Doden den siebten Feldspieler. Mit Erfolg: Andrejew und der erneut starke Duncan Postel setzten die passenden Sperren, die Smits zum vielumjubelten Ausgleich nutzen konnte. Außerdem feierte Lukas Kalafut ein überraschendes Comeback bei den Jadestädtern.