Wolterink-Debüt gegen HBW

Mit den eigenen Fans im Rücken haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV der Ligaspitze zuletzt das Fürchten gelehrt: Emsdetten und Bietigheim wurden klar besiegt und auch im Duell mit Spitzenreiter Bergischer HV schnupperten die Jadestädter bei der unglücklichen 26:27-Niederlage an einem Punktgewinn. Heute Abend (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) wollen die Köhrmann-Schützlinge die Serie ihrer beherzten Heimauftritte fortsetzen und auch gegen Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten punkten.

"Wir sind erneut klarer Außenseiter", stellt WHV-Trainer Christian Köhrmann die Rollenverteilung vor dem Anpfiff klar. "Mit der Unterstützung unserer Fans haben die Jungs aber schon mehrfach gezeigt, zu welchen Leistungen sie in der Lage sind. Gegen den Bergischen HC blieb uns am Ende der verdiente Lohn verwehrt - heute gegen Balingen wollen wir uns die Punkte aber holen. Klar ist aber, dass uns eine Leistung wie zuletzt in Düsseldorf nicht ausreichen wird, um gegen eine derart starke Mannschaft wie die der Balinger zu bestehen."

Bei jüngsten 20:23 bei den Rhein Vikings war die Fehlerquote im Spiel der Jadestädter zu hoch, um den starken Aufsteiger ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Köhrmann: "Dafür gab es sicherlich auch Gründe, aber ich will die dünne Personaldecke nicht als Alibi gelten  lassen. Die Leistung hat nicht gestimmt und deshalb ging die Niederlage auc vollkommen in Ordnung." Inzwischen hat sich die personelle Lage wieder etwas entspannt. Gegen HBW werden nur die verletzten Lukas Kalafut und Fabrice Lehmann fehlen - alle anderen Spieler stehen zur Verfügung. Das gilt auch für Rene Drechsler, der sich vor 14 Tagen bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss gegen Bietigheim am Sprunggelenk verletzt hatte und dadurch die Partie in Düsseldorf verpasst hatte.

Gespannt sein darf man auch auf der Debüt von Neuzugang Jörn Wolterink. "Er hat zweimal mit der Mannschaft trainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen", sagt Köhrmann. "Die Unterschiede zwischen der Verbandsliga und der 2. Bundesliga sind natürlich nicht wegzudiskutieren. Aber Jörn ist ein erfahrener Spieler, der sein Potenzial auf diesem Niveau schon bewiesen hat. Körper und Geist werden sich sehr schnell daran erinnern, wenn das Spiel erstmal läuft."