Am gestrigen Samstagabend stand für den WHV das fünfte Heimspiel im Jahr 2025 auf dem Programm. Jedoch waren die Vorzeichen alles andere als gut für unseren WHV. Nicht nur fehlten Tim Düren und Matej Kozul (Kreuzbandriss Saisonaus), sondern auch Jan Bennet Behrends (Handwurzelbruch Saisonaus) kam als Neuzugang auf die Verletztenliste. Zudem war Rene Drechsler angeschlagen (Knöchelverletzung), so dass der etatmäßige Rückraum nur noch aus Jonas Schweigart und Okke Dröge bestand. Ergänzt um Linus Otten, Christian Theede und Lucas Drees aus dem Youngster Team zeigte dann jedoch unser dezimierter Kader einen großen Kampf, der am Ende mit einem Punkt belohnt wurde.
Vor 932 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, welches durch einige Fehler auf beiden Seiten geprägt war. Zudem waren sowohl Konstantin Madert im Tor unseres WHV als auch Pawel Krawczyk zwischen den MT Pfosten sofort im Spiel und zeigten früh ihre Qualitäten mit Paraden auf. Die Partie blieb daher in den ersten Minuten über 2:2 (2:26) und 3:3 (5:21) ausgeglichen. Dann jedoch steigerte sich die offensiv agierende Abwehr unserer Jungs und kam auch dank Paraden von Konstantin Madert zu Ballgewinnen. Selbige wurden vorne im Angriff mit Toren von Rene Drechsler (Doppelpack), Jonas Schweigart und Okke Dröge eiskalt genutzt, so dass unser Team nach einem 4:0 Lauf erstmals mit vier Toren führte (7:3 13:43). Melsungen II blieb jedoch dran, kam aber nicht näher als zwei Tore an unseren WHV heran (7:5 16:37, 9:7 (20:34)). Der WHV blieb weiterhin tonangebend und hatte in der Folge über 13:9 (24:45) und 14:10 (26:13) die Partie im Griff. Alles schien auf eine beruhigende Halbzeitführung zu deuten, jedoch sollte es anders kommen. Aufgrund eigener Fehlwürfe und Abspielfehler brachte man Melsungen II wieder zurück ins Spiel. So verkürzte zunächst der starke Tom König auf 14:12 (27:56), ehe Jona Rietze nach einem Abspielfehler des WHV 12 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit für den 14:13 Pausenstand sorgte. Unser Team war trotz der Umstände sehr gut im Spiel und hätte eigentlich mit einer höheren Führung in die Kabine gehen müssen. Dass es in der zweiten Halbzeit noch dramatischer werden sollte, konnten nur wenig ahnen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit glich Melsungen II sofort zum 14:14 aus und es blieb auch zunächst bis zum 16:16 ausgeglichen (33:52). Dann jedoch scheiterten unsere Jungs mit Würfen an Pawel Krawczyk im Melsunger Tor und zudem schlichen sich einige technische Fehler ins WHV Spiel ein. Die MT nutzte selbige und per Tempogegenstoß sorgte Tom König nach einem 0:3 Lauf für die erste drei Tore Führung der Gäste (16:19 36:32). Jedoch kämpften unsere Jungs verbissen weiter und kamen wieder heran. Erst verkürzte der starke Okke Dröge auf 19:20 (41:46), ehe Rene Drechsler unter dem Jubel der Nordfrost Arena zum 20:20 ausglich (43:49). Die WHV Führung folgte dann nicht, da Fehlwürfe plus technische Fehler selbiger im Weg standen. Melsungen II zog auf zwei Tore weg (20:22 48:08) und in den folgenden Minuten wiederholte sich das Szenario. Der weiterhin kämpfende WHV kam auf ein Tor heran, Melsungen II zog im Gegenangriff auf zwei Tore weg. Über 23:25 (51:17), 24:26 (52:43), 25:27 (53:56), 26:28 (55:17) und 27:29 (56:16) bog die Partie in die dramatische Schlussphase ein. Nach einer Parade von Konsti Madert sorgte Jonas Schweigart für den 28:29 Anschlusstreffer (56:49) per Siebenmeter. Die Halle stand und wiederum brachte Konsti Madert per Parade unserem Team einen Ballgewinn. Ohne Nerven besorgte Tom Frangen mit einem gefühlvollen Heber zwei Minuten vor dem Ende unter tosendem Jubel den 29:29 Ausgleichstreffer. Tom Wolf brachte jedoch mit einem Rückraumkracher Melsungen wieder in Front (29:30 58:43), aber dem WHV blieb der letzte Angriff. Selbiger wurde gut ausgespielt, so dass Jonas Schweigart 5 Sekunden vor dem Ende durchbrechen konnte, jedoch dabei regelwidrig behindert wurde. Die Folge Siebenmeter und der Gefoulte übernahm die Verantwortung. Unter Jonas Jonas Rufen blieb er eiskalt vom Strich und sorgte drei Sekunden vor dem Ende mit seinem elften Treffer für den 30:30 Endstand. Damit endete wieder ein spannender und dramatischer Handballabend in unserer Nordfrost Arena, der nichts für schwache Nerven war.
Was am Ende bleibt, ist nicht nur der überragende Jonas Schweigart und die starken Rene Drechsler, Okke Dröge sowie Konstantin Madert im WHV Tor, sondern ein Wort RESPEKT.
RESPEKT, wie dieser Kader alle die Rückschläge verkraftet, als EINHEIT fungiert und mit Wille, Herz und Kampfgeist zeigt, was mit einem kleinen Kader möglich ist. DANKE JUNGS, wir sind STOLZ auf euch!!
Am 5. April um 19:00 Uhr steht dann das vorletzte Auswärtsspiel auf dem Programm, wenn es in die Ems Arena zum TV Emsdetten geht. Sicherlich eine sehr hohe Hürde, aber wer weiß, was nächste Woche möglich ist.
Ihr
Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals