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#5 Rutger ten Velde*

Position LA
Nummer 5
Geburtstag 05.03.1997
Größe 179
Nationalität NED
beim WHV seit 2017

Alles auf Sieg

Richtungsweisend, vorentscheidend, Abstiegskampf pur: Es gibt viele Varianten das heutige Gastspiel des Wilhelmshavener HV in der 2. Handball-Bundesliga beim VfL Eintracht Hagen einzuläuten. Fakt ist: Beide Teams müssen gewinnen, wenn sie ihre Chancen auf den Verbleib in der zweithöchsten deutschen Spielklasse am Leben erhalten wollen. „Die Jungs wissen, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann und legt nach: „Wir werden gewinnen!“ Anwurf ist um 20 Uhr.Nach dem „Rückschritt“ in Hüttenberg wollen die Jadestädter heute Abend wieder da anknüpfen, wo sie beim 34:24-Kantersieg gegen Dormagen aufgehört haben. Köhrmann: „Die Fehlerquote vorne war zu hoch, die Abwehr nicht kompakt genug – wir müssen uns steigern. Ganz wichtig wird auch der Start in die Partie sein. Beide Mannschaften stehen unter Druck, aber Hagen hat ein Heimspiel – da ist der Druck natürlich größer.“

Heimspiel ist nicht gleich Heimvorteil: Diese Erfahrung mussten die Westfalen in der jüngsten Vergangenheit gleich mehrfach machen. Nur acht Punkte hat die Pfannenschmidt-Sieben bislang vor eigenem Anhang geholt und dabei die letzten fünf Aufrtitte allesamt verloren. Der WHV, der nur eines seiner letzten zwölf Spiele gewonnen hat, hat in der Fremde bislang nur magere drei Pünktchen geholt. Fazit Köhrmann: „Tagesform und Nervenkostüm werden entscheidend sein. Wir müssen von der ersten Sekunde hellwach sein.“

Mit Ausnahme von Kapitän Janik Köhler (Grippe) haben sich die Jadestädter geschlossen und intensiv auf den Abstiegsgipfel in Hagen vorbereitet. Den ein oder anderen Tipp erhielt Köhrmann dabei auch von Neuzugang Bartosz Konitz, der erst vor wenigen Wochen aus Hagen an die Jade gewechselt war und nicht zuletzt deshalb heute Abend auch im Fokus steht.

Zu viele Fehlwürfe

Beim Erstliga-Absteiger TV Hüttenberg zu verlieren, ist sicher keine Schande. Es wäre aber mehr dringewesen für die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV. Da die Jadestädter ihre Chancen aber nicht nutzten und unter anderem auch drei Strafwürfe ungenutzt ließen, ging die Partie im Hessischen folgerichtig mit 25:30 (12:16) Toren verloren. Bester WHV-Werfer war Neuzugang Bartosz Konitz (6).

In Sachen Einstellung und Motivation wollte WHV-Trainer Christian Köhrmann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, dennoch standen dem Coach nach 60 intensiven Minuten die Haare zu Berge: „Wir verwerfen hier zehn freie Bälle und nochmal zehn Stück aus dem Rückraum“, ärgerte sich Köhrmann über die schlechte Wurfquote seiner Schützlinge, die ein besseres Resultat in Hüttenberg verhinderte. „Da müssen wir einfach cooler vor dem Tor sein und die Dinger konsequent reinmachen.“

Dies gelang den Jadestädtern nur in der Anfangsphase. Da auch die Gastgeber in den ersten 15 Minuten so gut wie alles trafen, entwickelte sich ein munteres Schreibenschießen. Schön für die rund 1300 Zuschauer, Köhrmann konnte sich mit der Abwehr- und Torhüterleistung hingegen überhaupt nicht anfreunden. „Uns hat die Kompaktheit gefehlt“, bemängelte der WHV-Trainer. „Und sicherlich auch die ein oder andere Parade.“ Dennis Doden konnte in der Tat nicht an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen und wurde nach 13 Minuten durch Neuzugang Angelo Grunz ersetzt. Auch der Ex-Potsdamer brauchte einige Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen – spätestens nach dem Wechsel (12:16) war der Berliner aber ein sicherer Rückhalt im WHV-Tor.

Was blieb, war die schlechte Chancenverwertung. Als Evgeny Vorontsov seine Farben nach 50 Minuten auf 21:24 heranbrachte und die Gäste erneut in Ballbesitz kamen, hätte man Hüttenberg noch einmal ernsthaft auf die Pelle rücken können. Da den Jadestädtern aber sechs Minuten lang überhaupt kein Treffer gelang, zogen die Hessen auf 28:21 davon und sorgten damit für die Entscheidung. Köhrmann: „Wir werden dieses Spiel jetzt schnell abhaken und uns voll auf das nächste Spiel am kommenden Freitag in Hagen konzentrieren. Da müssen wir wieder alles rauskitzeln – und einfach gewinnen.“

TV Hüttenberg – W’havener HV 30:25 (16:12)
TVH: Lorenz (5 Paraden), Weber (9/darunter drei 7m); Stegefelt 7/4, Rompf 6, Zintel 5, Hahn 3, Mubenzem 3, Fernandes 2, Sklenak 1, Belter 1/1, Wernig 1, Klein 1, Lambrecht, Zörb.
WHV: Doden (1.-13.), Grunz (ab 13./13 Paraden); Konitz 6, Vorontsov 4, Drechsler 3, ten Velde 2, Postel 2, Schwolow 2, Pust 2, Andrejew 2, Schauer 1, Maas 1/1, Kozlina, Kozul, Lehmann, Köhler.
Schiedsrichter: Klinke/Klinke
Zuschauer: 1305
Strafwürfe: 5/5 – 4/1
Strafminuten: 8 – 4

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