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Schnell richtige Lösungen finden

Hagen verliert daheim gegen Menden, Longerich lässt einen Punkt in Leichlingen – diese Steilvorlagen der Konkurrenz wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend nutzen, um ihren Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte zu zementieren. Im Gastspiel bei den Rhein Vikings müssen sich die Jadestädter ab 19.30 Uhr (Hammfeldhalle, Neuss) aber auf erhebliche Gegenwehr einstellen, schließlich zählt der Mitabsteiger aus der 2. Bundesliga mit bislang 9:3 Heimpunkten zu den heimstärksten Teams der Liga.

„Aufgrund der jüngsten Erfolge zählen die Vikings für mich zu den ganz harten Brocken“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann vor der Partie beim Ligasiebten. Respekt haben die Gäste vor allem vor der flexiblen Abwehrgestaltung, die Vikings-Coach Jörg Bohrmann seinem Team verordnet. „Von der 6:0 bis hin zur offenen Manndeckung – alles in nur einer Halbzeit – ist beim Gegner alles möglich. Darauf sind wir vorbereitet und müssen möglichst schnell die richtigen Lösungen finden.“

Das dauerte dem Trainer zuletzt zu lange, denn gegen die offensive 4+2-Formation des VfL Gummersbach II taten sich die Jadestädter beim jüngsten Heimsieg 20 Minuten lang schwer, ehe der Knoten dann doch noch platzte und der WHV die Partie schon zur Pause klarmachte. Nach dem Spiel hatte sich Köhrmann beim Gegner für die „optimale Trainingseinheit“ bedankt. „Heute müssen wir früher zünden und uns vor allem gegen offensive Deckungsvarianten mehr bewegen – vor allem ohne Ball.“

Neben Rutger ten Velde (Daumenbruch) muss der WHV in Neuss auch erneut auf Rene Drechsler verzichten. Mit dabei ist dafür Matej Kozul: Der Spielertrainer der zweiten Mannschaft soll nach Wunsch von Köhrmann bis zum Ende der Hinrunde dem Kader der „Ersten“ angehören. Alle andere Akteure sind fit und bereit, die Serie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage weiter auszubauen.

WHV gewinnt „lehrreiche Partie“

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat auch die Hürde VfL Gummesrbach II genommen und die Tabellenführung in der Nord-West-Staffel durch einen klaren 30:21 (16:9)-Heimsieg erfolgreich verteidigt. Mehr als 900 Besucher in der Nordfrost-Arena sahen einen auch in der Höhe verdienten Erfolg der Jadestädter, die zu Beginn aber mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Deshalb war Trainer Christian Köhrmann mit dem Auftritt seines Teams auch nicht gänzlich einverstanden: „Das war ein sehr zähes Spiel. Wir haben blöde Gegentore bekommen und vorne einfach viel zu überhastet agiert. Eine 4+2-Abwehr ist sicherlich sehr selten. Aber wir waren darauf vorbereitet und hätten die Aufgabe cleverer und damit auch früher lösen müssen.“

Da sich der WHV im Angriff gegen die ungewohnte Formation schwer tat, blieben die Oberbergischen, die mit einer jungen Rumpftruppe in der Arena erschienen waren, 20 Minuten am Spitzenreiter dran (7:7), ehe der WHV-Express kurzfristig Fahrt aufnahm und binnen zehn Minuten für die Vorentscheidung sorgte. Mit viel Tempo und höherer Laufbereitschaft warfen Evgeny Vorontsov, Sebastian Maas und Yannick Pust eine beruhigende 16:9-Pausenführung heraus.

In Durchgang zwei baute der WHV den Vorsprung auf neun Tore aus, ehe die Partie spielerisch mehr und mehr verflachte und vor sich hin plätscherte. Der 30:21-Sieg des WHV geriet zwar zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise in Gefahr. Am Ennde waren sich aber alle Beteiligten darüber einig, dass der Sieg höher hätte ausfallen müssen. Mit Blick auf die kommnde Aufgabe bei den Rhein Vikings bedankte sich Köhrmann bei seinem Gegenüber Maik Thiele: „Ihr habt unsere Defizite im Spiel gegen die 4:2-Abwehr schonungslos offengelegt. Vielen Dank dafür – das war die perfekte Trainingseiheit und eine sehr lehrreiche Partie.“

W’havener HV – VfL Gummersbach II 30:21 (16:9)
WHV:
Prost (1.-30./9 Paraden), Grunz (ab 31./9); Vorontsov 8/5, Maas 7, Pust 5, Rozman 5, Postel 2, Schauer 1, Schwolow 1, Srsen 1, Sabljic, Konitz, Kozul.
VfL II: Hasenforther (1.-46./8), Krouß (ab 47./2); Kiesler 6, Busch 5, Bisten 2, Weiler 2, Schuster 2, Perey 2, da Rocha 1, Meinhardt 1, Redmann, Athanassoglou.
Schiedsrichter: Brandt/Thies
Zuschauer: 926
Strafwürfe: 5/5 – 0/0
Strafminuten: 2 – 4

Im Kollektiv zum nächsten Erfolg

Derby-Sieg gegen Aurich und ein verdienter Erfolg im Spitzenspiel bei Eintracht Hagen: Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben ihre Leistungen in den letzten Wochen auf hohem Niveau stabilisiert und peilen heute Abend den nächsten Heimsieg in der Nord-West-Staffel an – und zwar ab 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena gegen die zweite Mannschaft des VfL Gummersbach.

„Die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen gut weiterentwickelt – der Prozess ist aber noch lange nicht abgeschlossen“, warnt Trainer Christian Köhrmann vor allzu großer Zufriedenheit. „Abwehrarbeit und Angriffsspiel haben mir zuletzt gut gefallen, es gibt aber immer Bereiche, in denen wir uns noch verbessern müssen. Wichtig ist, dass wir auch in Zukunft mannschaftlich geschlossen auftreten und uns nicht nur auf die individuellen Qualitäten einzelner Spieler verlassen. Nur im Team können wir erfolgreich sein, aber ich glaube, dass die Jungs das inzwischen verstanden haben.“

Mit dem VfL Gummersbach II kommt heute Abend eine Mannschaft in die Arena, die nur schwer auszurechnen ist. Köhrmann: „Der Pool an Spielern in riesig und weil die ‚Erste‘ schon am Donnerstag gespielt hat, gehen wir davon aus, dass der Gegner alles an Qualität aufbieten wird. Das macht die Vorbereitung natürlich nicht einfacher. Ich habe versucht, so viele Informationen zu verarbeiten und an meine Spieler weiterzugeben. Unter dem Strich sind wir aber natürlich klarer Favorit und dieser Rolle wollen wir auch gerecht werden.“

Die VfL-Reserve hat bereits respektable Erfolge vorzuweisen: Zum Beispiel einen klaren Sieg über den Longericher SC, oder einen knappen Auswärtserfolg in Leichlingen. Dem stehen allerdings auch überraschende Niederlagen gegenüber – wie beim 25:27 in Menden. Der WHV muss heute Abend auf Rene Drechsler (Infektion) und den niederländischen Nationalspieler Rutger ten Velde verzichten. Während Drechsler schnell wieder ins Team zurückkehren dürfte, wird Ten Velde länger fehlen. Köhrmann: „Rudi hat sich im Training den Daumen gebrochen und wird uns deshalb in den nächsten vier bis sechs Wochen fehlen.“ Bitter für den Linksaußen, der sich mit guten Leistungen weiterhin für einen Platz im niederländischen EM-Kader bewerben wollte.

WHV holt big points in Hagen

Die Handballer des Wilhelmshavener HV haben das Spitzenspiel der Nord-West-Staffel bei Verfolger Eintracht Hagen verdient mit 28:24 (13:14) Toren gewonnen und damit die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. In einer temporeichen und umkämpften Partie auf hohem Niveau lieferten sich beide Teams lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der Schlussphase aber war die WHV-Defensive nicht mehr zu überwinden, vorne tüteten Tobias Schwolow, Tim Rozman, Yannick Pust und Duncan Postel den neunten Saisonsieg der Jadestädter ein.

Die Gäste erwischten den besseren Start, doch weil die Fehlerquote in der Folge stieg und Hagen’s Keeper Nils Dresrüsse das Torhüterduell gegen Primoz Prost gewann, glichen die Hausherren nicht nur zum 6:6 aus, sondern gingen sogar mit 13:9 in Führung (26.). „Wir haben gut verteidigt, vorne aber einfach zu viel liegenlassen“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann. Zum Glück fingen sich die Gäste in der Schlussphase wieder und warfen sich bis zum Pausenpfiff wieder bis auf ein Tor an den VfL heran (13:14).

Nach dem Wechsel übernahmen die Jadestädter ab der 40. Minute wieder die Regie und legten mehrfach zwei Tore vor. Chancen, weiter davonzuziehen und die Partie damit womöglich vorzeitig zu entscheiden, wurden in der Folge aber vergeben. Köhrmann: „Dadurch haben wir uns das Leben natürlich selbst schwergemacht.“ Und weil Pust (und später auch Postel) zwei vollkommen unnötige Zeitstrafen kassierten, lagen die Kontrahenten sechs Minuten vor dem Abpfiff wieder auf Augenhöhe (24:24).

Am Ende waren es nicht nur die bereits angesprochenen Tore des WHV-Quartetts, sondern auch Prost, der für Jubel im Lager der Gäste sorgte. Mit vier Paraden in den letzten Minuten hatte der Routinier im WHV-Kasten schließlich doch noch großen Anteil am verdienten Sieg im Spitzenspiel. „Wir haben unseren Aufwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt, haben stark verteidigt und heute eine hohe Hürde genommen“, bilanzierte ein unter dem Strich zufriedener Köhrmann.

Eintracht Hagen – W’havener HV 24:28 (13:14)
VfL:
Dresrüsse (12 Paraden), Mahnke (bei einem 7m); Lux 8, Schmidt 8/3, Bürgin 3, Brand 1, Beemsterboer 1, Wilhelm 1, Pröhl 1, Fels 1, Gaubatz, Bergner, Kister, Stefan, Toromanovic.
WHV: Prost (7), Grunz; Schwolow 7, Pust 5, Postel 4, Vorontsov 4/2, Rozman 3, Drechsler 2, Maas 1, Sabljic 1, Ten Velde 1, Srsen, Schauer, Konitz, Kozul
Schiedsrichter: Briese/von der Beeck
Zuschauer: 1100
Strafwürfe: 3/3 – 3/2
Strafminuten: 4 -4

WHV zum Spitzenspiel nach Hagen

Die Tabellenführung verteidigen und einen Verfolger bestensfalls auf vier Punkte distanzieren: Diese Ziele verfolgen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute im Spitzenspiel der Nord-West-Staffel beim VfL Eintracht Hagen. Los geht es um 17 Uhr – WHV-Fans können im Livestream auf sportdeutschland.tv mitfiebern.

Beim 34:20-Erfolg im Derby gegen den OHV Aurich haben sich die Jadestädter vor allem im zweiten Durchgang quasi warmgeworfen für das Top-Duell mit der Eintracht. „In Sachen Abwehrarbeit haben wir auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Aber Hagen ist heute noch einmal eine andere Hausnummer. Und deshalb müssen wir in der Defensive auf jeden Fall noch eine Schippe drauflegen.“

Im Vorjahr erwies sich die Krollmann-Arena als gutes Pflaster für die Jadestädter: Nach überragender erster Hälfte musste man nach dem Wechsel zwar noch um den Sieg zittern, rettete am Ende aber einen verdienten 33:31-Erfolg über die Ziellinie. Zum Klassenerhalt reichte es aber bekanntermaßen nicht – beide Teams mussten am Ende der Saison den Gang in die 3. Liga antreten, wollen aber nach eigenem Bekunden direkt
wieder hoch.

Wie in den letzten Wochen kann Köhrmann auch heute in Hagen personell aus dem Vollen schöpfen. Auch Rutger ten Velde, der zuletzt wegen einer Länderspielreise mit der niederländischen Nationalmannschaft gefehlt
hatte, steht seinem Team heute Abend wieder zur Verfügung.

WHV fegt Aurich aus der Halle

Derbysieg für den WHV: Im Heimspiel gegen den ostfriesischen Nachbarn vom OHV Aurich haben sich die Jadestädter keine Blöße gegeben und das Duell mit dem Oberliga-Aufsteiger letztlich klar mit 34:20 (17:14) Toren für sich entschieden. Vor mehr als 1700 Zuschauern in der Nordfrost-Arena taten sich die Gastgeber nur in den ersten 20 Minuten schwer, bester Werfer beim WHV war Rechtsaußen Yannick Pust mit insgesamt 12 Treffern.

„Es hat richtig Spaß gemacht, vor dieser tollen Kulisse zu spielen“, sagte Trainer Christian Köhrmann nach dem Abpfiff. „Das war ein Sieg der jungen Spieler, die richtig Gas gegeben haben: Yannick Pust, Tim Rozman und Kuno Schauer – ihr Auftritt hat mir gut gefallen.“ Nach anfänglichen Problemen bekam der WHV die Gäste Mitte der ersten Halbzeit in den Griff und zog über 10:8 auf 13:10 davon. Aurich blieb aber dran und hielt den Rückstand bis zur Pause damit deutlich in Grenzen (17:14).

Nach dem Wechsel hielt die Gegenwehr noch bis zur 40. Minute, ehe sich die Überlegenheit der Jadestädter auch immer mehr auf der Anzeigetafel widerspiegelte. Tor um Tor zog der WHV jetzt davon und feierte am Ende einen auch in der Höhe verdienten 34:20-Derbyerfolg. „14 Gegentore in Halbzeit eins waren natürlich zu viel“, bilanzierte Köhrmann. „Vor allem über den Kreis haben wir in dieser Phase zu viel zugelassen. Auf anderen Seite habe ich erneut eine gute Angriffsleistung meiner Jungs gesehen.“

W’havener HV – OHV Aurich 34:20 (17:14)
WHV:
Prost (1.-7. und ab 31./12 Paraden), Grunz (7.-30.); Pust 12, Rozman 4, Schauer 3, Konitz 3, Sabljic 3, Maas 2, Schwolow 2, Drechsler 2, Vorontsov 2/2, Postel 1, Srsen, Kozul.
OHV: Lüpke (1.-19./1), Kuksa (ab 19./4); Schweigart 5/3, Cuk 3, Wendlandt 2, Groß 2, Staszewski 2, N. Pliuto 2, Crnic 2/1, Günsel 1, M. Pliuto 1, Hertlein, Wark, de Buhr, Dallügge.
Schiedsrichter: Lauenroth/Surrow
Zuschauer: 1715
Strafwürfe: 2/2 – 4/4
Strafminuten: 2 – 6

Derby-Fieber: Heute kommt der OHV Aurich

Auch wenn es nur um zwei Punkte geht, stehen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend vor einen besonderen Spiel: Nach fünf Jahren Pause steht den Jadestädtern wieder ein echtes Derby ins Haus.
Zu Gast in der Nordfrost-Arena ist der ostfriesische Nachbar vom OHV Aurich – Anwurf ist wie immer um 19.30 Uhr.

Außerdem dürfen sich die WHV-Fans über ein Wiedersehen mit zahlreichen ehemaligen Akteuren freuen: Neben Torhüter Frederick Lüpke und Spielmacher Jonas Schweigart, die beide in den Vorjahren zum Zweitliga-Kader zählten, laufen heute auch die Rückraumspieler Oliver Staszewski und Christoph Groß für den OHV auf. Der fünfte gebürtige Jadestädter im Kader der Gäste ist Jonas Wark, der vor zweieinhalb Jahren von der JSG in die OHV-Jugend wechselte und jetzt vorzeitig den Sprung in den Kader des Drittliga-Teams geschafft hat.

„Aurich hat eine eingespielte Mannschaft“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann mit Blick auf den Gegner. „Jonas Schweigart ist Dreh- und Angelpunkt, er organisiert, kreuzt viel und setzt seine Nebenleute immer
wieder geschickt ins Szene. Hier müssen wir heute Abend ansetzen.“ Überhaupt stand die Defensive der Gastgeber zuletzt wieder stark im Fokus – und auch in der Kritik. Köhrmann: „Wir haben noch nicht die
Stabilität und die Zuverlässigkeit gefunden, die wir uns in der Abwehr wünschen. Zuletzt hat es jeweils nur eine Halbzeit funktioniert, was natürlich viel zu wenig ist. Im Angriff lief es zuletzt gut, aber in Sachen Abwehr müssen wir alle – individuell und im Verbund – mindestens zwei Schippe drauflegen.“

Personell gibt es vor dem Derby kaum Sorgen bei den Gastgebern: Fehlen wird nur Linksaußen Rutger ten Velde, der sich mit der niederländischen Nationalmannschaft auf Länderspieltour quer durch Europa befindet
und erst kommende Woche in Wilhelmshaven zurück erwartet wird. Auf eine Spielverlegung, die durch die Abstellung eines Nationalspielers möglich gewesen wäre, haben die Verantwortlichen verzichtet. Ansonsten
sind beim WHV alle Mann an Deck und heiß auf das Derby.

Abschließend zwei Hinweise an alle Fans: Der gewohnte Livestream (via sportdeutschland.tv) entfällt heute Abend, da die Übertragungscrew zeitgleich mit anderen Aufgaben betraut ist. Zudem empfiehlt der WHV allen Zuschauern eine rechtzeitige Anfahrt, um Schlangen vor der Abendkasse zu vermeiden. Dazu Manager Dieter Koopmann: „Wir hoffen, dass möglichst viele Fans in die Halle kommen und für richtig Stimmung sorgen. Und keine Sorge: Jeder, der eine Karte kaufen möchte, wird auch noch eine bekommen.“

WHV lässt einen Punkt liegen

Einen Punkt verschenkt haben die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im Gastspiel bei den Drachen der SG Schalksmühle/Halver. 28:28 hieß es am Ende einer turbulenten Partie, in der die Jadestädter lange der Musik hinterherliefen, dann alles im Griff hatten, um in der Endphase die hart erarbeitete Führung wieder herzuschenken.

„Leider haben wir es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, eine verlässliche Abwehr zu stellen“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Auch das Zusammenspiel mit den Torhütern hat nicht so
funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Da waren viele Würfe aus der zweiten Reihe dabei, der Gegner hat über weite Strecken aus allen Lagen getroffen.“ Die Folge: Die Drachen führten schnell mit 3:0 und lagen auch in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs stets vorne. Kurz vor der Pause drohte der WHV, den Anschluss zu verlieren: Tubic erhöhte auf 17:12 für die Hausherren, das letzte Wort aber hatten die Gäste – Evgeny Vorontsov verkürzte auf 13:17.

In Durchgang zwei zunächst das gleiche Bild: Bis zur 40. Minuten lag Schalksmühle mit 22:18 vorne. Dann stabilisierte Ko-Trainer Matej Kozul die löchrige WHV-Defensive und läutete damit die Aufholjagd ein. Neun Minuten lang bissen sich die Drachen die Zähne am WHV-Bollwerk aus, im Gegenzug warfen sich die Gäste mit konsequentem Umschaltspiel mit 25:22 Toren in Führung. In der Schlussphase fehlte den Gästen dann auch ein Stück weit die Cleverness, um den Vorsprung über die Zeit zu retten. Zudem hatte man Pech, weil Tobias Schwolow mit seinem letzten Wurf Sekunden vor dem Ende am Pfosten scheiterte.

Fazit Köhrmann: „Wir haben heute wieder zwei Gesichter gezeigt und 35 Minuten lang praktisch ohne Abwehr gespielt. Dann drehen wir die Partie mit viel Einsatz und Leidenschaft, machen den Sack am Ende aber nicht
zu. Deshalb ist es eher ein verlorener Punkt. Aber mit Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz, ist ein Punkt in Schalksmühle nicht ganz so schlecht.“

SG Schalksmühle-Halver – W’havener HV 28:28 (17:13)
SG:
Vukas (6 Paraden), Borchert; Klasmann 7, Tubic 5, Frenzel 3, Hüller 3, Brüning 3, Diehl 2, Geitmann 2, Schetters 2, Hecker 1, Bleckmann, Bekston, Merhar, Schnepper, Prior.
WHV: Prost (7 Paraden), Grunz (3 Paraden); Maas 10/3, Rozman 6, Vorontsov 5/1, Schwolow 3, Sabljic 2, Konitz 2, Srsen, Postel, Kozul, Schauer, Ten Velde, Drechsler, Pust.
Schiedsrichter: Kraaz/Lay
Zuschauer: 400
Strafwürfe: 0/1 – 4/6
Strafminuten: 6 – 6

WHV-Abwehr steht im Fokus

Hohe Auswärtshürde für die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Am Samstagabend wollen die Jadestädter ihre Tabellenführung in der Nord-West-Staffel mit einem Sieg bei den „Drachen“ der SG Schalksmühle-Halver verteidigen. Die Sauerländer sind in eigener Halle noch ungeschlagen. Anpfiff in der Sporthalle Halver ist um 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv).

Nach dem letztlich noch überzeugenden Heimerfolg über das Team Lippe II (31:21 nach 15:14-Pausenführung) wollen die Spieler um Kapitän Tobias Schwolow im Gastspiel beim Ligafünften an die Leistung aus der zweiten
Halbzeit anknüpfen. Mit aggressiver und kompakter Abwehr wurde hier der Grundstein für den späteren Sieg gelegt und auch heute Abend wird die Defensive der Jadestädter im Fokus stehen. „Schalksmühle zählt zu den offensivstärksten Team unserer Staffel und hat viele entscheidungsfreudige Spieler in seinen Reihen“, weiß WHV-Trainer Christian Köhrmann um die Qualitäten der Gastgeber.

Dies gilt vor allem für Christopher Klasmann – den derzeit besten Werfer der Nord-West-Staffel, der das Ranking mit 59/22 Toren anführt. Auf der Mitte verfügen die „Drachen“ mit Florian Diehl und Lukas Hüller über weitere Akteure mit Zweitliga-Erfahrung. Kein Unbekannter für den WHV ist auch Linkshänder Dragan Tubic, der in den letzten Jahren noch für Zweitliga-Konkurrent Eintracht Hagen auflief. Auf der Bank trägt mit Mark Dragunski inzwischen ein früherer Nationalspieler die sportliche Verantwortung, nachdem sich die sportliche Leitung schon früh in der Saison für einen Trainerwechsel entschieden hatte.

Im Topspiel des 9. Spieltags kann Köhrmann personell erneut aus dem Vollen schöpfen. Einzig der zuletzt starke Tim Rozman plagte sich unter der Woche mit Schulterproblemen herum, einem Einsatz des slowenischen
Junioren-Nationalspielers heute Abend steht die Blessur aber nicht im Weg. Ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club feiert Kreisläufer und Abwehrchef Stanko Sabljic, der seinen Schuhe im Vorjahr noch für die „Drachen“ geschnürt hatte.

WHV will zurück in die Erfolgsspur

Zurück in die Erfolgsspur wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute Abend mit einem Heimsieg über das Team Handball Lippe II. „Leidenschaft und Aggressivität haben uns zuletzt gefehlt“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Heute erwarte ich die richtige Reaktion und einen ganz anderen Auftritt.“ Anwurf in der Nordfrost-Arena ist wie immer um 19.30 Uhr.

Durch Punktverluste der Konkurrenz hätten sich die Jadestädter in der Vorwoche an der Spitze auf drei Punkte absetzen können. Da die Partie in Volmetal aber mit 26:27 Toren verloren ging, ist der Vorsprung wieder auf einen Punkt zusammengeschmolzen. „Als wir das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit endlich im Griff hatten, haben wir es versäumt, die big points zu machen“, blickt Köhrmann zurück. „Übersicht und Cleverness haben gefehlt. Dann setzen wir uns mit unnötigen Zeitstrafen selbst unter Druck und ziehen dadurch am Ende vollkommen zu Recht den Kürzeren.“

Mit konsequenter Abwehrarbeit soll heute Abend der Grundstein zum Erfolg gelegt werden. Dabei wird jede Menge Arbeit auf die Abwehr um Stanko Sabljic und Domagoj Srsen zukommen. „Der Gast ist qualitativ sehr gut besetzt und hat viele talentierte Spieler in seinen Reihen“, weiß Köhrmann. „Wir müssen aggressiv und kompakt verteidigen und dem Gegner sofort zeigen, dass es für ihn hier heute Abend nichts zun holen gibt.“ Dabei kann der WHV-Trainer auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch Duncan Postel, der sich in Volmetal einen Cut über dem Auge zugezogen hatte, ist mit von der Partie.

Das Team Lippe II ist eine Spielgemeinschaft aus der zweiten Mannschaft des TBV Lemgo („Youngster“) und dem Nachbarverein HSG Augustdorf/ Hövelhof. Im Kader stehen einige Spieler, die bereits Bundesligaluft in der ersten Mannschaft schnuppern durften. Mit Thore Oetjen ist auch ein gebürtiger Jadestädter heute Abend mit von der Partie. Der Kreisläufer war vor zweieinhalb Jahren von der JSG ins Lemgoer Internat gewechselt und kommt in erster Linie in der Bundesliga-A-Jugend des TBV zum Einsatz.

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