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Nächster Sieg im Geduldsspiel

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat auch die letzte Hürde in der Hinrunde gemeistert und sein Heimspiel gegen Aufsteiger LIT Tribe Germania am Ende souverän mit 29:21 (16:14) Toren gewonnen. So richtig zufrieden waren die Spieler und Trainer Christian Köhrmann mit dem Zustandekommen des 13. Saisonsiegs aber nicht. „Insgesamt müssen wir Aufgaben wie diese einfach cleverer lösen.“

Ähnlich wie die meisten Gegner, nahmen auch die Ostwestfalen das Tempo aus der Partie. „Entschleunigen“ nannte LIT-Trainer Daniel Gerling diese Taktik, die lange Zeit auch erfolgreich war. Zwar lag der WHV stets vorne, abschütteln konnte man die Gäste im ersten Durchgang aber nicht. In erster Linie, weil das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter nicht wie gewünscht funktionierte. Die Folge: 14 Gegentore bis zur Pause. „Viel zu viel“, ärgerte sich Abwehrchef Stanko Sabljic.

Erst nach dem Wechsel ging das Defensivkonzept der Jadestädter auf: Angelo Grunz, der schon in Durchgang eins den glücklosen Primoz Prost ersetzt hatte, war jetzt ein sicherer Rückhalt und hatte am Ende mit 13 Paraden großen Anteil am Erfolg seines Teams. „Es ist nicht immer einfach, die Konzentration hochzuhalten, wenn der Gegner gefühlt minutenlang in Ballbesitz ist“, sagte der Keeper. „Aber ich freue mich, dass ich der Mannschaft heute mal wieder richtig helfen konnte.“

Vorne ließen Tobias Schwolow (mit 8/3 Toren bester Werfer) & Co. zwar einige Gelegenheiten ungenutzt, dennoch zog man Mitte der zweiten Hälfte auf fünf Tore davon und hatte am Ende auch in der Höhe verdient mit 29:21 die Nase vorn. Köhrmann: „Das war wieder ein echtes Geduldsspiel, bei dem wir gefühlt 45 Minuten lang in der Abwehr standen und 15 Minuten selbst den Ball hatten. Und genau an diesen Ballbesitz-Phasen müssen wir arbeiten und weniger überhastet zu Werke gehen.“

W’havener HV – LIT Tribe Germania 29:21 (16:14)
WHV:
Prost (1.-15.), Grunz (ab 15./13 Paraden/1 Tor); Schwolow 8/3, Rozman 5, Pust 5, Sabljic 3, Maas 2, Vorontsov 2/2, Postel 1, Schauer 1, Drechsler 1, Srsen, Konitz, Kozul.
LIT: Happel (1.-30./4), Jannis Finke (ab 31. und bei einem 7m/4); Schulz 7, Oevermann 6/3, Rüter 3, Rodenkirchen 2, Klesniks 2, Kruse 1, Lengauer, Borcherding, Grabarczyk, Grote, Jona Finke, Meinking.
Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt (Unna)
Zuschauer: 969
Strafwürfe: 5/7 – 3/3
Strafminuten: 8 – 12
Disqualifikation: Klesniks (LIT/56.) nach dritter Zeitstrafe

Köhrmann: Konzentration länger hochhalten

Hinrunden-Finale in der 3. Handball-Liga Nord-West: Der Wilhelmshavener HV steht bereits als inoffizieller Herbstmeister fest, will die Tabellenführung aber am Abend mit einem weiteren Heimsieg festigen. Zu Gast in der Nordfrost-Arena ist um 19.30 Uhr der ostwestfälische Aufsteiger LIT Tribe Germania. „Wir haben das letzte Spiel in Menden leider nicht wie gewünscht über die Ziellinie gebracht“, blickt Trainer Christian Köhrmann auf den jüngsten 27:23-Erfolg im Sauerland zurück. „Wir müssen solche Spiele konzentrierter zu Ende bringen und letztlich auch deutlicher für uns entscheiden.“

Drei Spiele haben die Jadestädter im Jahr 2019 noch vor der Brust: Heute gegen die Spielgemeinschaft mit Hauptsitz in Nordhemmern, am kommenden Freitag beim nach Minuspunkten ärgsten Verfolger Longericher SC und dann am 21. Dezember in der Nordfrost-Arena gegen den Leichlinger TV. Köhrmann: „Wir werden alles daran setzen, in diesen drei Partien keine weiteren Punkte abzugeben. Aber ein Schritt nach dem anderen. Heute denken wir nicht an Longerich, sondern nur an LIT Tribe Germania.“

In personeller Hinsicht biegen die Jadestädter nicht sorgenfrei auf die Zielgerade ein: Rutger ten Velde kommt aufgrund seiner Handverletzung noch nicht für einen Einsatz in Frage. Ob Bartosz Konitz und Domagoj Srsen am Abend mitwirken können, ist noch fraglich. Dafür steht Rene Drechsler noch überstandener Krankheit wieder im Kader – gleiches gilt für Linkshänder Evgeny Vorontsov. „Unsere Gäste stellen eine starke 6:0- Abwehr mit erfahrenen Männern im Innenblock. Dieses Bollwerk zu knacken, wird unsere Hauptaufgabe sein.“

WHV lässt im Sauerland nichts anbrennen

Saisonsieg Nummer 12 und jetzt fünf Punkte Vorsprung an der Spitze: Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben auch die Auswärtshürde in Menden genommen und ihr Gastspiel bei den Wölfen verdient mit 27:23 (13:12) Toren gewonnen. „Das war ein insgesamt souveräner Auftritt“, sagte Trainer Christian Köhrmann nach dem Schlusspfiff. Sebastian Maas (8/2) und die Rückraumspieler Tim Rozman und Tobias Schwlow (je 6) waren die treffsichersten Jadestädter.

Trotz der Freude über die nächsten zwei Punkte übersah Köhrmann nicht die Schwächen in der Schlussphase. „Wir hatten genug Chancen, dieses Spiel deutlicher zu gewinnen“, sagte der Coach. „Leider haben wir in der letzten Viertelstunde sechs Hundertprozentige liegenlassen und uns viel zu viele technische Fehler erlaubt. Wir haben der Mannschaft direkt nach dem Abpfiff gesagt, das wir solche Sachen sofort abstellen müsse. Möglichkeit, das Ergebnis deutlicher zu unseren Gunsten zu gestalten, waren reichlich vorhanden.“

Eine Halbzeit lang taten sich die Gäste schwer gegen aufopferungsvoll kämpfende Wölfe, die nicht nur dranblieben, sondern kurz vor der Pause sogar mit 12:10 Toren in Front gingen. Dann aber begann die stärkste Phase des WHV: Mit drei Toren in Folge drehte man die Partie noch vor der Pause und sorgte dann direkt nach dem Wechsel für die schnelle Entscheidung. Kompakt in der Abwehr und effektiv im Umschaltspiel zogen die Gäste über 21:13 auf 24:15 davon (48.), ehe man die Partie (viel zu früh austrudeln) ließ. In Gefahr geriet der verdiente Sieg allerdings nicht mehr.

SG Menden Sauerland – W’havener HV 23:27 (12:13)
SGM:
Weber (1. – 42./6 Paraden), Peichert (43. – 60./7); Eigenbrodt 7/5, Thier 2, Rosenbaum 2, N. Flor 2, D. Flor 2, Giacuzzo 2, Dudczak 2, Loos 1, Schulte 1, Krechel 1, C. Klein, M. Klein.
WHV: Prost (1. – 44./9), Grunz (45. – 60./1); Maas 8/2, Rozman 6, Schwolow 6/2, Pust 5, Sabljic 1, Schauer 1, Postel, Vorontsov, Konitz, Kozul, Srsen, Drechsler.
Schiedsrichter: Marx/Pühler
Zuschauer: 442
Strafwürfe: 6/5 – 6/4
Strafminuten: 10 – 2

WHV will Wölfe bändigen

Nach einem spielfreien Wochenende wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV ihre Siegesserie weiter fortsetzen und die Tabellenführung in der Nord-West-Staffel mit einem weiteren Auswärtssieg behaupten. Dazu braucht es am Abend aber eine konzentrierte Leistung, um die Wölfe der SG Menden Sauerland zu bändigen. Anwurf ist um 19 Uhr, WHV-Fans können die Partie live im Internet auf www.sportdeutschland.tv verfolgen.

„Wir haben uns gut auf den Gegner vorbereitet und wissen, was uns erwartet“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Menden verfügt über eine ganze Reihe wurfstarker Spieler, die sehr entscheidungsfreudig sind und nicht lange fackeln, wenn sie die Chance zum Abschluss sehen. Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein und dem Gegner früh den Schneid abkaufen. Wenn uns das nicht gelingt, könnte es unangenehm werden.“

Genau so erging es vor zwei Wochen Titelaspirant Eintracht Hagen bei der 26:29-Heimniederlage gegen die SG aus Menden, die nach 60 Minuten vollkommen verdient triumphierte und den Aufwärtstrend der letzten Wochen mit einem echten Auswärts-Coup fortsetzte. Pünktlich zum Gastspiel im Sauerland haben sich die Personalsituation bei den Jadestädtern wieder entspannt: Rene Drechsler ist ebenso wieder fit wie die zuletzt angeschlagenen Tobias Schwolow und Bartosz Konitz. Abwehrchef Domagoj Srsen musste im Training etwas kürzer treten – steht am Abend aber definitiv zur Verfügung. Ob auch Linksaußen Rutger ten Velde schon wieder im Kader steht, lässt Köhrmann bis zuletzt offen. Der niederländische Nationalspieler hatte zuletzt wegen einer Handverletzung gefehlt, brennt aber auf sein Comeback.

Köhrmann lobt „souveränen Auftritt“ in Neuss

Die Konkurrenz patzt, der WHV gewinnt: Handball-Drittligist Wilhelmshavener hat am 13. Spieltag die Ausrutscher einiger Konkurrenten genutzt und seinen Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte ausgebaut. Beim 33:22 (14:14)-Erfolg bei den Rhein Vikings feierten die „Köhrmänner“ Saisonsieg Nummer elf – auch dank der erneu starken Flügelzange mit Yannick Pust (11 Tore) und Sebastian Maas (8).

„Mal abgesehen von den 15 Minuten vor der Pause war das ein sehr souveräner Auftritt meiner Mannschaft“, sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. Bis dahin hatte sein Team die Partie dominiert und sich eine (scheinbar) beruhigende 11:6-Führung herausgespielt. Ein Grund für den guten Start: Der WHV hebelte die offensive Vikings-Defensive ein ums andere Mal mit dem siebten Feldspieler aus und zwang die Gastgeber so früh zum Umdenken.

In Unterzahl geriet der WHV-Express dann aber ins Stocken. Die Gastgeber nutzten diese Phase nicht nur Ausgleich, sondern nach 24 Minuten auch zur 13:12-Führung. „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht und die Unterzahl nicht gut überspielt“, sagte der WHV-Trainer. Zum Glück fanden die Gäste aber schnell wieder in die Spur – zur Pause lagen beide Teams dennoch gleichauf (14:14).

Nach dem Wechsel gestattete der Spitzenreiter den Wikingern zwar den ersten Treffer, danach aber gab es kein Halten mehr: Mit konsequenter Abwehrarbeit und einem gut aufgelegten Primoz Prost zwischen den Pfosten kauften die Jadestädter dem Gegner den Schneid ab und zogen über 18;15 und 21:16 auf 24:16 davon (48.). Damit war die Partie gelaufen. In der Schlussphase arbeitete der WHV – ohne Rene Drechsler und Rutger ten Velde und über weite Strecken auch ohne Tobias Schwolow – weiter an einem guten Ergebnis und behielt am Ende verdient mit elf Toren Differenz die Oberhand.

HC Rhein Vikings – W’havener HV 22:33 (14:14)
Vikings:
Dreyer (6/1 Paraden), Broy (1); Zimmermann 5, Gipperich 4, Handschke 3, Eber-lein 2, Denert 2/1, Aust 1, Görgen 1, Schön 1, Weis 1, Becher 1, Klause 1, Skorupa.
WHV: Prost (18/2), Grunz; Pust 11, Maas 8, Rozman 5, Vorontsov 4/3, Kozul 3, Schauer 1, Konitz 1, Srsen, Sabljic, Postel, Schwolow.
Schiedsrichter: Dux/Follmert
Zuschauer: 325
Strafwürfe: 4/1 – 4/3
Strafminuten: 2 – 12

Schnell richtige Lösungen finden

Hagen verliert daheim gegen Menden, Longerich lässt einen Punkt in Leichlingen – diese Steilvorlagen der Konkurrenz wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend nutzen, um ihren Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte zu zementieren. Im Gastspiel bei den Rhein Vikings müssen sich die Jadestädter ab 19.30 Uhr (Hammfeldhalle, Neuss) aber auf erhebliche Gegenwehr einstellen, schließlich zählt der Mitabsteiger aus der 2. Bundesliga mit bislang 9:3 Heimpunkten zu den heimstärksten Teams der Liga.

„Aufgrund der jüngsten Erfolge zählen die Vikings für mich zu den ganz harten Brocken“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann vor der Partie beim Ligasiebten. Respekt haben die Gäste vor allem vor der flexiblen Abwehrgestaltung, die Vikings-Coach Jörg Bohrmann seinem Team verordnet. „Von der 6:0 bis hin zur offenen Manndeckung – alles in nur einer Halbzeit – ist beim Gegner alles möglich. Darauf sind wir vorbereitet und müssen möglichst schnell die richtigen Lösungen finden.“

Das dauerte dem Trainer zuletzt zu lange, denn gegen die offensive 4+2-Formation des VfL Gummersbach II taten sich die Jadestädter beim jüngsten Heimsieg 20 Minuten lang schwer, ehe der Knoten dann doch noch platzte und der WHV die Partie schon zur Pause klarmachte. Nach dem Spiel hatte sich Köhrmann beim Gegner für die „optimale Trainingseinheit“ bedankt. „Heute müssen wir früher zünden und uns vor allem gegen offensive Deckungsvarianten mehr bewegen – vor allem ohne Ball.“

Neben Rutger ten Velde (Daumenbruch) muss der WHV in Neuss auch erneut auf Rene Drechsler verzichten. Mit dabei ist dafür Matej Kozul: Der Spielertrainer der zweiten Mannschaft soll nach Wunsch von Köhrmann bis zum Ende der Hinrunde dem Kader der „Ersten“ angehören. Alle andere Akteure sind fit und bereit, die Serie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage weiter auszubauen.

WHV gewinnt „lehrreiche Partie“

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat auch die Hürde VfL Gummesrbach II genommen und die Tabellenführung in der Nord-West-Staffel durch einen klaren 30:21 (16:9)-Heimsieg erfolgreich verteidigt. Mehr als 900 Besucher in der Nordfrost-Arena sahen einen auch in der Höhe verdienten Erfolg der Jadestädter, die zu Beginn aber mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Deshalb war Trainer Christian Köhrmann mit dem Auftritt seines Teams auch nicht gänzlich einverstanden: „Das war ein sehr zähes Spiel. Wir haben blöde Gegentore bekommen und vorne einfach viel zu überhastet agiert. Eine 4+2-Abwehr ist sicherlich sehr selten. Aber wir waren darauf vorbereitet und hätten die Aufgabe cleverer und damit auch früher lösen müssen.“

Da sich der WHV im Angriff gegen die ungewohnte Formation schwer tat, blieben die Oberbergischen, die mit einer jungen Rumpftruppe in der Arena erschienen waren, 20 Minuten am Spitzenreiter dran (7:7), ehe der WHV-Express kurzfristig Fahrt aufnahm und binnen zehn Minuten für die Vorentscheidung sorgte. Mit viel Tempo und höherer Laufbereitschaft warfen Evgeny Vorontsov, Sebastian Maas und Yannick Pust eine beruhigende 16:9-Pausenführung heraus.

In Durchgang zwei baute der WHV den Vorsprung auf neun Tore aus, ehe die Partie spielerisch mehr und mehr verflachte und vor sich hin plätscherte. Der 30:21-Sieg des WHV geriet zwar zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise in Gefahr. Am Ennde waren sich aber alle Beteiligten darüber einig, dass der Sieg höher hätte ausfallen müssen. Mit Blick auf die kommnde Aufgabe bei den Rhein Vikings bedankte sich Köhrmann bei seinem Gegenüber Maik Thiele: „Ihr habt unsere Defizite im Spiel gegen die 4:2-Abwehr schonungslos offengelegt. Vielen Dank dafür – das war die perfekte Trainingseiheit und eine sehr lehrreiche Partie.“

W’havener HV – VfL Gummersbach II 30:21 (16:9)
WHV:
Prost (1.-30./9 Paraden), Grunz (ab 31./9); Vorontsov 8/5, Maas 7, Pust 5, Rozman 5, Postel 2, Schauer 1, Schwolow 1, Srsen 1, Sabljic, Konitz, Kozul.
VfL II: Hasenforther (1.-46./8), Krouß (ab 47./2); Kiesler 6, Busch 5, Bisten 2, Weiler 2, Schuster 2, Perey 2, da Rocha 1, Meinhardt 1, Redmann, Athanassoglou.
Schiedsrichter: Brandt/Thies
Zuschauer: 926
Strafwürfe: 5/5 – 0/0
Strafminuten: 2 – 4

Im Kollektiv zum nächsten Erfolg

Derby-Sieg gegen Aurich und ein verdienter Erfolg im Spitzenspiel bei Eintracht Hagen: Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben ihre Leistungen in den letzten Wochen auf hohem Niveau stabilisiert und peilen heute Abend den nächsten Heimsieg in der Nord-West-Staffel an – und zwar ab 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena gegen die zweite Mannschaft des VfL Gummersbach.

„Die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen gut weiterentwickelt – der Prozess ist aber noch lange nicht abgeschlossen“, warnt Trainer Christian Köhrmann vor allzu großer Zufriedenheit. „Abwehrarbeit und Angriffsspiel haben mir zuletzt gut gefallen, es gibt aber immer Bereiche, in denen wir uns noch verbessern müssen. Wichtig ist, dass wir auch in Zukunft mannschaftlich geschlossen auftreten und uns nicht nur auf die individuellen Qualitäten einzelner Spieler verlassen. Nur im Team können wir erfolgreich sein, aber ich glaube, dass die Jungs das inzwischen verstanden haben.“

Mit dem VfL Gummersbach II kommt heute Abend eine Mannschaft in die Arena, die nur schwer auszurechnen ist. Köhrmann: „Der Pool an Spielern in riesig und weil die ‚Erste‘ schon am Donnerstag gespielt hat, gehen wir davon aus, dass der Gegner alles an Qualität aufbieten wird. Das macht die Vorbereitung natürlich nicht einfacher. Ich habe versucht, so viele Informationen zu verarbeiten und an meine Spieler weiterzugeben. Unter dem Strich sind wir aber natürlich klarer Favorit und dieser Rolle wollen wir auch gerecht werden.“

Die VfL-Reserve hat bereits respektable Erfolge vorzuweisen: Zum Beispiel einen klaren Sieg über den Longericher SC, oder einen knappen Auswärtserfolg in Leichlingen. Dem stehen allerdings auch überraschende Niederlagen gegenüber – wie beim 25:27 in Menden. Der WHV muss heute Abend auf Rene Drechsler (Infektion) und den niederländischen Nationalspieler Rutger ten Velde verzichten. Während Drechsler schnell wieder ins Team zurückkehren dürfte, wird Ten Velde länger fehlen. Köhrmann: „Rudi hat sich im Training den Daumen gebrochen und wird uns deshalb in den nächsten vier bis sechs Wochen fehlen.“ Bitter für den Linksaußen, der sich mit guten Leistungen weiterhin für einen Platz im niederländischen EM-Kader bewerben wollte.

WHV holt big points in Hagen

Die Handballer des Wilhelmshavener HV haben das Spitzenspiel der Nord-West-Staffel bei Verfolger Eintracht Hagen verdient mit 28:24 (13:14) Toren gewonnen und damit die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. In einer temporeichen und umkämpften Partie auf hohem Niveau lieferten sich beide Teams lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der Schlussphase aber war die WHV-Defensive nicht mehr zu überwinden, vorne tüteten Tobias Schwolow, Tim Rozman, Yannick Pust und Duncan Postel den neunten Saisonsieg der Jadestädter ein.

Die Gäste erwischten den besseren Start, doch weil die Fehlerquote in der Folge stieg und Hagen’s Keeper Nils Dresrüsse das Torhüterduell gegen Primoz Prost gewann, glichen die Hausherren nicht nur zum 6:6 aus, sondern gingen sogar mit 13:9 in Führung (26.). „Wir haben gut verteidigt, vorne aber einfach zu viel liegenlassen“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann. Zum Glück fingen sich die Gäste in der Schlussphase wieder und warfen sich bis zum Pausenpfiff wieder bis auf ein Tor an den VfL heran (13:14).

Nach dem Wechsel übernahmen die Jadestädter ab der 40. Minute wieder die Regie und legten mehrfach zwei Tore vor. Chancen, weiter davonzuziehen und die Partie damit womöglich vorzeitig zu entscheiden, wurden in der Folge aber vergeben. Köhrmann: „Dadurch haben wir uns das Leben natürlich selbst schwergemacht.“ Und weil Pust (und später auch Postel) zwei vollkommen unnötige Zeitstrafen kassierten, lagen die Kontrahenten sechs Minuten vor dem Abpfiff wieder auf Augenhöhe (24:24).

Am Ende waren es nicht nur die bereits angesprochenen Tore des WHV-Quartetts, sondern auch Prost, der für Jubel im Lager der Gäste sorgte. Mit vier Paraden in den letzten Minuten hatte der Routinier im WHV-Kasten schließlich doch noch großen Anteil am verdienten Sieg im Spitzenspiel. „Wir haben unseren Aufwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt, haben stark verteidigt und heute eine hohe Hürde genommen“, bilanzierte ein unter dem Strich zufriedener Köhrmann.

Eintracht Hagen – W’havener HV 24:28 (13:14)
VfL:
Dresrüsse (12 Paraden), Mahnke (bei einem 7m); Lux 8, Schmidt 8/3, Bürgin 3, Brand 1, Beemsterboer 1, Wilhelm 1, Pröhl 1, Fels 1, Gaubatz, Bergner, Kister, Stefan, Toromanovic.
WHV: Prost (7), Grunz; Schwolow 7, Pust 5, Postel 4, Vorontsov 4/2, Rozman 3, Drechsler 2, Maas 1, Sabljic 1, Ten Velde 1, Srsen, Schauer, Konitz, Kozul
Schiedsrichter: Briese/von der Beeck
Zuschauer: 1100
Strafwürfe: 3/3 – 3/2
Strafminuten: 4 -4

WHV zum Spitzenspiel nach Hagen

Die Tabellenführung verteidigen und einen Verfolger bestensfalls auf vier Punkte distanzieren: Diese Ziele verfolgen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute im Spitzenspiel der Nord-West-Staffel beim VfL Eintracht Hagen. Los geht es um 17 Uhr – WHV-Fans können im Livestream auf sportdeutschland.tv mitfiebern.

Beim 34:20-Erfolg im Derby gegen den OHV Aurich haben sich die Jadestädter vor allem im zweiten Durchgang quasi warmgeworfen für das Top-Duell mit der Eintracht. „In Sachen Abwehrarbeit haben wir auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Aber Hagen ist heute noch einmal eine andere Hausnummer. Und deshalb müssen wir in der Defensive auf jeden Fall noch eine Schippe drauflegen.“

Im Vorjahr erwies sich die Krollmann-Arena als gutes Pflaster für die Jadestädter: Nach überragender erster Hälfte musste man nach dem Wechsel zwar noch um den Sieg zittern, rettete am Ende aber einen verdienten 33:31-Erfolg über die Ziellinie. Zum Klassenerhalt reichte es aber bekanntermaßen nicht – beide Teams mussten am Ende der Saison den Gang in die 3. Liga antreten, wollen aber nach eigenem Bekunden direkt
wieder hoch.

Wie in den letzten Wochen kann Köhrmann auch heute in Hagen personell aus dem Vollen schöpfen. Auch Rutger ten Velde, der zuletzt wegen einer Länderspielreise mit der niederländischen Nationalmannschaft gefehlt
hatte, steht seinem Team heute Abend wieder zur Verfügung.

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