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WHV wahrt „weiße Weste“

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV bleibt in der Nord-West-Staffel weiter unbesiegt: Im zweiten Heimspiel der Saison setzten sich die Jadestädter gegen den bis dato ebenfalls noch unbesiegten TuS Spenge unter dem Strich verdient mit 30:28 (13:13) Toren durch. Großen Anteil am Erfolg hatte Bartosz Konitz, der sich für seine starke Leistung mit sechs Toren belohnte.

Trotz des dritten Siegs im dritten Spiel waren Akteure und Verantwortliche des WHV einmal mehr nicht rundum zufrieden mit der Leistung des Teams. „Wir machen uns das Leben immer wieder selbst schwer“, sagte der starke Sebastian Maas nach dem Abpfiff. Auch Trainer Christian Köhrmann hatte einiges zu bemägeln: „Es gibt leider in jedem Spiel ein paar Totalausfälle bei uns – auch heute wieder. Jeder Spieler ist aufgefordert, weiter hart an sich und seiner Form zu arbeiten. Es kann nicht sein, dass einige Wenige das Leistungsniveau der gesamten Mannschaft nach unten ziehen.“

Nach ausgeglichenem Beginn bekamen die Gastgeber die Partie Mitte der ersten Durchgang besser in den Griff. Der WHV versäumte es aber, sich schon in dieser Phase vom Gegner abzusetzen. „Wir ein paar falsche Entscheidungen zu viel getroffen“, sagte Evgeny Voronstov. „Dadurch war der Gegner immer wieder im Spiel.“ Nach dem Wechsel (13:13) zogen die Jadestädter dann endlich davon. 20:16 hieß es nach 40 Minuten, doch erneut gelang es nicht, diesen Vorsprung zu behaupten oder gar auszubauen.

So war Spenge beim 21:21 wieder dran am WHV, der in der spannenden Schlussphase aber die Nerven bewahrte und sich vor allem auf seine Routiniers verlassen konnte: Primoz Prost parierte einige Bälle, während vorne neben Konitz vor allem Maas und Vorontsov kühlen Kopf bewahrten und ihre Chancen nutzten. „Am Ende spielt der WHV das einfach clever zu Ende“, sagte TuS-Coach Heiko Holtmann. „Glückwunsch zum unter dem Strich verdienten Erfolg.“

W’havener HV – TuS Spenge 30:28 (13:13)
WHV: Prost (14 Paraden), Grunz; Konitz 6, Schwolow 6/5, Maas 5, Vorontsov 5, Sabljic 3, Drechsler 2, Rozman 2, Schauer 1, Ten Velde, Postel, Kozlina, Lehmann
TuS: Räber (1.-51./7), Becker (ab 51./2); Tesch 6, L. Prüßner 5, Reinsch 4, Ortjohann 3, Breuer 3, F. Prüßner 3/1, Gräfe 1, P. Holtmann 1, von Zütphen 1, Holland 1, Aufderheide, von Boenigk

Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt (Kaiserau)
Zuschauer: 974
Strafwürfe: 5/5 – 2/1
Strafminuten: 8 – 10

Heute erstes Spitzenspiel

Es sind zwar erst zwei Partien gespielt, aber heute Abend steht für den WHV das erste Spitzenspiel in der 3.Liga Nord-West auf dem Programm: Genau wie die Jadestädter hat auch der TuS Spenge seine beiden Auftaktpartien gewonnen. In Gummersbach setzte sich die Mannschaft von Trainer Heiko Holtmann mit 28:24 durch und schickte in der Vorwoche die Rhein Vikings mit 35:27 Toren auf die Heimreise. „Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, wenn wir unsere weiße Weste verteidigen wollen“, sagt Köhrmann. „Aber wie heißt es so schön: Wir haben in allen Bereichen noch jede Menge Luft nach oben.“

Jadestädter siegen ungefährdet

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Nach dem mühsamen Auftakterfolg über Longerich legten die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im ersten Auswärtsspiel beim Leichlinger TV eine Schippe drauf und gewannen am Ende ungefährdet mit 27:23 (12:12) Toren. Bester Werfer war erneut Tobias Schwolow, der sich achtmal in die Torschützenliste eintrug.

Steigerung ja, aber so richtig zufrieden war Trainer Christian Köhrmann mit dem zweiten Ligaauftritt seiner Jungs nicht: „Der Start war gut, aber danach wurde unsere Mängelliste immer länger. Statt 10:3 führen wir nach 20 Minuten nur 10:8. Das war unnötig“, ärgerte sich der WHV-Coach über die Spielweise seines Teams und über den Halbzeitstand von 12:12.

Mehr auf den Punkt und damit deutlich erfolgreicher spielten die Jadestädter erst in der zweiten Halbzeit. Verlassen konnten sich die Gäste dabei auf Schwolow, die guten Außen Evgeny Vorontsov und Sebastian Maas sowie auf den eingewechselten Torhüter Angelo Grunz. Auch Spielmacher Kuno Schauer kassierte ein Lob seines Trainers.

Leichlinger TV – W’havener HV 23:27 (12:12)
LTV:
Ferne (9 Paraden), Mathes 2 Paraden; Jagienak 7, Kübler 3, Meurer 3, Schneider 3, Blum 3/3, Gelbke 2, Natzke 1, Richartz 1, Graef, Rosendahl, Sivanathan, Senden
WHV: Prost (1.-30./5), Grunz (31.-60./5); Schwolow 8/1, Vorontsov 6/2, Maas 4, Rozman 4, Schauer 3, Sabljic 2, Kozlina, Konitz, ten Velde, Drechsler, Pust, Postel
Schiedsrichter: Bendel/Schulte-Coerne (Wickede/Dortmund)
Zuschauer: 300
Siebenmeter: 5/3 – 3/3
Strafminuten: 2 – 0

Holpriger Start

Das war knapp: Zum Saisonauftakt in der 3. Handball-Liga Nord-West mühte sich der Wilhelmshavener HV am Abend in der Nordfrost-Arena zu einem knappen 27:25 (15:13)-Heimerfolg über den Longericher SC Köln. Garanten für den Arbeitssieg waren Torhüter Primoz Prost mit 23 Paraden und der zehnfache Torschütze Tobias Schwolow, während viele andere Spieler zum Auftakt weit von ihrer Normalform entfernt waren.

Trotz guter Abwehrleistung schaffte es der WHV nicht, tapfer kämpfende Kölner frühzeitig zu distanzieren, obwohl es reichlich Chancen dazu gab. Hinten ließen Prost und die Innenblock-Spieler Stanko Sabljic und Miladin Kozlina kaum etwas anbrennen – nur mit dem Ball wussten die Jadestädter herzlich wenig anzufangen. Das Umschaltspiel stockte und weil viele Chancen ungenutzt blieben, hieß es zur Pause nur 15:13 für den WHV.

Nach dem Wechsel wurde es noch schlimmer aus Sicht der Gastgeber: Nervosität machte sich breit, Longerich bekam Oberwasser und glich nach 44 Minuten zum 20:20 aus. Schlimmer noch: Wenig später führte der Gast sogar mit 24:22 und kratzte damit an der Überraschung des ersten Spieltags. Dass es dazu nicht kam, lag an Matej Kozul, der von Trainer Christian Köhrmann kurzfristig reaktiviert worden war.

Der 27-Jährige brachte Ruhe ins Spiel, machte keine Fehler und schaffte Räume für seine Nebenleute, die Rutger ten Velde und Schwolow (2) in der Schlussphase zur Entscheidung nutzten (27:24/59.). „Wir haben uns das Leben selber schwergemacht und den Gegner durch unsere Fehler im Spiel gehalten“, ärgerte sich Köhrmann. „Letztlich freuen wir uns über die zwei Punkte, an allem anderen müssen wir arbeiten.“

W’havener HV – Longericher SC 27:25 (15:13)
WHV:
Prost (23 Paraden), Grunz (bei einem 7m); Schwolow 10/1, Ten Velde 5, Pust 3, Postel 2, Drechsler 2, Rozman 1, Kozlina 1, Schauer 1, Vorontsov 1, Konitz 1, Kozul, Sabljic, Maas.
LSC: Inzenhofer (1.-28/6), Ruch (ab 28./6); Schlösser 8/6, Hartmann 5, Koenen 4, Johnen 3, Schulz 2, Zerwas 2, Pyszora 1, Peters, Thöne, Lux, Mestrum, Wolf, Dahlke.
Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Flensburg)
Zuschauer: 1015
Strafwürfe: 1/1 – 6/6
Strafminuten: 8 – 4

Longerich heute erster Gegner

Mit dem Heimspiel gegen den Longericher SC startet der Wilhelmshavener HV heute Abend in die 3. Liga Nord-West. Anwurf in der Nordfrost-Arena ist um 20 Uhr – dann beginnt für die Jadestädter die „Mission Wiederaufstieg“. Nach dem Zweitliga-Aus haben die Verantwortlichen ein Team auf die Beine gestellt, das auf den ersten Blick stärker ist als die Zweitliga-Truppe vor einem Jahr. „Wir wollen wieder hoch, weil wir in die 2. Bundesliga gehören“, sagt Manager Dieter Koopmann. „Die personellen Voraussetzungen stimmen – ein Selbstläufer das deshalb aber noch lange nicht.“

„Das Pokalspiel gegen die Panther sollte ein Weckruf gewesen sein“, blickt Trainer Christian Köhrmann auf den Wackelstart im DHB-Pokal zurück. „Erst in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle.“ Mit mehr Konzentration und kompromissloser Abwehrarbeit drehte der WHV den 11:14-Pausenrückstand zum 30:24-Sieg. Ein ähnliches Resultat wäre auch heute Abend sicher ganz im Sinne der WHV-Verantwortlichen – aber Vorsicht ist geboten.

Nicht alle Spieler haben die Vorbereitung unbeschadet überstanden: Auf einigen Positionen drückt der Schuh vor dem ersten Liga-Anpfiff. „Leider waren wir noch in keiner Trainingseinheit wirklich komplett“, sagt Köhrmann. „Kurzfristig können wir damit umgehen, aber ich brauche alle Spieler fit, damit die Mannschaft schnell ihren Ligy-Rhythmus findet.“ Der Longericher SC, im Vorjahr Sechster der Weststaffel, hat im Sommer ebenfalls aufgerüstet: Als Königstransfer gilt Kreisläufer Bennet Johnen, der von Zweitliga-Absteiger Rhein Vikings nach Köln wechselte. Ansonsten baut SC-Trainer Andreas Klisch auf eine eingespielte Truppe, die ihre Stärken in der Offensive hat. „Longerich sucht immer den schnellen Weg nach vorne und geizt nicht mit Abschlüssen“, weiß Köhrmann.

Benefizspiel gegen PGE Vive Kielce

Drei Tage vor dem ersten Punktspiel gegen den Longericher SC (Freitag, 23. August, 20 Uhr, Nordfrost-Arena) hält Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV für seine Fans einen besonderen Leckerbissen bereit: Mit einem Testspiel gegen den polnischen Serienmeister KS Vive Kielce werden die Jadestädter die Saison 2919/20 offiziell eröffnen. Die Partie findet am Dienstag, 20. August, um 20 Uhr in der Nordfrost- Arena statt. Karten zu regulären Punktspielpreisen sind in der WHV-Geschäftsstelle am Bismarckplatz erhätlich.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Fans kurz vor dem Saisonauftakt dieses Highlight anbieten können“, sagt WHV-Manager Dieter Koopmann. „Wir sind immer noch glänzend vernetzt und stolz darauf, dass uns der Coup mit Kielce gelungen ist. Ein Spiel gegen ein Spitzenteam von dieser Qualität sollten sich unsere Anhänger auf keinen Fall entgehen lassen. Wir werden die Gelegenheit nutzen, unsere neue Mannschaft zu diesem Anlass offiziell zu präsentieren und die neue Saison damit standesgemäß einzuläuten.“

Die Erlöse der Partie wandern nicht in die Vereinskasse, wie Koopmann klarstellt. „Abzüglich aller Kosten werden wir die Einnahmen an den Förderverein des Wilhelmshavener Kinder- und Jugendhospiz ‚Joschuas Engelreich‘ spenden“, sagt der WHV-Manager. „Menschen, die sich um die Belange schwerstkranker Kinder kümmern, verdienen unseren vollsten Respekt. Deshalb unterstützen wir diess tolle Projekt nur allzu gerne.“

Die Polen, die vom ehemaligen spanischen Welthandballer Talant Duschebajew trainiert werden, sind seit 2012 ununterbrochen Landesmeister und krönten ihre rasante sportliche Entwicklung der letzten Jahre mit dem Gewinn der Champions- League 2016. In diesem Jahr landete Kielce beim Final-4-Turnier in Köln auf Rang vier. Zum hochkarätig besetzten Kader gehört seit einigen Wochen auch der deutsche Nationaltorhüter Andreas Wolff. Außerdem dabei: Die Duschebajew-Söhne Daniel und Alex, der kroatische Nationalspieler Igor Karacic und der französische Kreisläufer Romaric Guillo.

Lemgo eine Nummer zu groß

Die Überraschung in der 1. Runde des DHB-Pokals blieb aus: Im Finale des First-4-Turniers in Wermelskirchen zogen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener gegen den favorisierten TBV Lemgo Lippe klar den Kürzeren. Nach 60 Minuten behielt der Erstligist klar mit 40:23 (19:13) Toren die Oberhand und zog damit souverän ins Achtelfinale ein.

„20 Minuten lang machen wir vieles richtig, um die Partie dann mit ein paar schlechten Aktionen wegzuwerfen“, bilanzierte WHV-Trainer Christian Köhrmann das Pokal-Aus seiner Jungs. „Diese Vielzahl technischer Fehler darf man sich gegen einen Erstligisten natürlich nicht erlauben. Wir haben Lemgo damit voll in die Karten gespielt.“ In der Tat bedankte sich der Erstligist für die Geschenke mit einer ganzen Reihe an Gegenstößen und zog binnen weniger Minuten von 13:10 (22.) auf 19:13 davon (Halbzeit).

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Der WHV – um Ergebnis-Korrektur bemüht, aber oft mit der Brechstange und weiter mit vielen schlechten Entscheidungen – wurde immer wieder ausgekontert und sah sich folgerichtig schnell mit einem 10-Tore-Rückstand konfrontiert. Köhrmann schonte in der Folge zahlreiche Stammkräfte und brachte unter anderem seinen Ko-Trainer Matej Kozul auf die Platte, der den Kader nach den Ausfällen von Miladin Kozlina (weiter verletzt) und Sebastian Maas (Zusammenprall am Vortag) aufgefüllt hatte. Lemgo spulte sein Programm weiter konsequent herunter und zog durch einen klaren 40:23-Erfolg ins Pokal-Achtelfinale ein.

W’havener HV – TBV Lemgo Lippe 23:40 (13:19)WHV: Prost (1.-20. und ab 45./6), Grunz (21.-45.); Schwolow 5, Drechsler 5, Ten Velde 4, Vorontsov 2, Postel 2, Schauer 2, Rozman 1, Pust 1, Kozul 1, Sabljic, Konitz.
TBV: Johannesson (1.-30./5), Wyszomirski (ab 31./5); Zerbe 8, Elisson 8, Cederholm 4, Hangstein 4, Engelhardt 4, Theuerkauf 3, Guardiola 2, Klimek 2, Baijens 2, van Olphen 2, Rose 1, Schagen.
Schiedsrichter: Hannes/Hannes (Frankfurt/Aachen)
Zuschauer: 437
Strafwürfe: 1/1 – 2/2
Strafminuten: 8 – 2

Heute Finale gegen Lemgo

Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben beim Erstrunden-Turnier des DHB-Pokals wie erhofft das Finale erreicht: In Wermelskirchen setzten sich die Jadestädter gegen die gastgebenden Bergischen Panther letztlich souverän mit 30:24 (11:14) Toren durch. Im Finale trifft das Team von Trainer Christian Köhrmann heute um 16 Uhr auf den TBV Lemgo Lippe.

Die Partie gegen den künftigen Ligakonkurrenten und letztjährigen Dritten der 3. Liga West begann zäh aus Sicht der Jadestädter, die in den ersten 30 Minuten nicht zu ihrem Spiel fanden, viele Fehler machten und dadurch zur Pause verdient mit 11:14 in Rückstand gerieten. Erst nach einem „Weckruf“ in der Kabine spielte der WHV so, wie es sich die Verantwortlichen von ihrer neu zusammengestellten Mannschaft erhofft hatten. Mit fünf Toren in Folge drehten die Gäste die Partie in der Schwanenhalle und bauten ihre Führung in der Folge auf fünf Tore aus. Diesen Vorsprung gab man nicht mehr aus der Hand und siegte am Ende verdient mit 30:24 Toren. Bester Werfer war Linksaußen Rutger ten Velde – der junge Niederländer war insgesamt siebenmal erfolgreich.

Im Finale muss der WHV heute Nachmittag (Anpfiff 16 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) mindestens eine Schippe drauflegen, wenn man gegen den favorisierten Erstligisten TBV Lemgo Lippe bestehen will. Die Mannschaft von Trainer Florian Kehrmann ließ dem Nord-Ost-Drittligisten Eintracht Hildesheim beim klaren 37:26 (20:12)-Erfolg keine Chance. Lemgo war von Beginn an hellwach und lag bereits nach zehn Minuten mit 8:2 Tore vorne. Nur der Sieger des „First4-Finals“ zieht in die 2. Runde des DHB-Pokals ein.

HSG Bergische Panther – W’havener HV 24:30 (14:11)
HSG
: Eigenbrod (1.-45./7 Paraden), Conzen (ab 45./1); Reinarz 5, Zapf 4, Blum 4, Jesussek 3, Weiss 3, Heider 2, Hinkelmann 2, Arnaud 1, Adams, Munkel, Schneider, Padeken
WHV: Prost (1.-30./2), Grunz (ab 31./9); Ten Velde 7, Schwolow 6/3, Rozman 5, Pust 4, Vorontsov 3, Drechsler 3, Postel 1, Schauer 1, Konitz, Maas, Sabljic
Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich (Berlin)
Zuschauer: 634
Strafwürfe: 2/2 – 3/3
Strafminuten: 10 – 8

Sieg und Niederlage

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat das Testspielwochenende mit Partien gegen höherklassige Konkurrenten mit ausgeglichener Bilanz abgeschlossen: Einen Tag nach der 27:35-Niederlage im Benefizspiel in Friedeburg gegen Erstliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen setzte sich der WHV beim Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau knapp mit 26:24 Toren durch.

Gegen Nordhorn hielten die Jadestädter dem Druck nur in der ersten Halbzeit stand. Trainer Christian Köhrmann musste auf Torhüter Angelo Grunz, Abwehrchef Miladin Kozlina und die  Spielmacher Bartosz Konitz und Kuno Schauer verzichten. Rene Drechsler und später Rutger ten Velde sprangen in die Bresche und machten ihre Sache im ersten Durchgang gut (16:17).

Nach dem Wechsel war der 14-köpfige Kader der Grafschafter der WHV-Rumpftruppe klar überlegen. Zehn Minuten vor dem Ende zog die HSG auf acht Tore davon (30:22) und behauptete diesen Vorsprung bis zum Abpfiff. Beim WHV feierte Neuzugang Tim Rozman sein Debüt. Aufgrund der Junioren-WM in Spanien war der junge Slowene erst verspätet in die Saisonvorbereitung eingestiegen.

WHV: Prost (1.-45./13 Paraden), Stasch (ab 45./3), Postel 5, Vorontsov 5/1, Ten Velde 4, Drechsler 3, Pust 3/1, Rozman 2, Maas 2, Schwolow 2/1, Sabljic 1.

Keine 24 Stunden später setzten sich die Jadestädter beim VfL Lübeck-Schwartau verdient mit 26:24 (16:11) Toren durch. Die Partie begann mit Verspätung, da der WHV 30 Kilometer vor der Hansestadt mit einem defekten Bus liegengeblieben war und (dank Unterstützung der Gastgeber) auf „öffentliche Verkehrsmittel“ umsteigen musste.

Trotzdem dominierte man die erste Spielhälfte und lag zur Pause recht souverän mit fünf Toren vorne. Im Vergleich zum Nordhorn-Spiel konnte Köhrmann wieder auf Kuno Schauer zurückgreifen. Nach dem Wechsel schmolz der Vorsprung, Lübeck kam mehrfach bis auf ein Tor heran – der Ausgleich gelang den Schwartauern aber nicht. Mit guter Abwehrarbeit und einem starken Primoz Prost im Tor rettete der WHV den Vorsprung über die Zeit.   

WHV-Tests im Doppelpack

Heute Nordhorn, morgen Lübeck: Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV bekommen es an diesem Wochenende gleich mit zwei höherklassigen Testspiel-Gegners zu tun. Teil eins steigt heute Abend in Friedeburg, wenn der WHV ab 19 Uhr zur Benefiz-Partie gegen die
HSG Nordhorn-Lingen antritt. Morgen (17 Uhr) treffen die Jadestädter in Lübeck auf  Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau.

„Zwei attraktive Gegner“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann mit Blick auf das Wochenend- Programm seines Teams. „In solchen Spielen werden dir bestehende Defizite knallhart aufgezeigt. Schade, dass wir diese Tests nicht mit voller Kapelle absolvieren können.“ Hinter dem Einsatz gleich mehrerer Leistungsträger stehen aktuell noch Fragezeichen: Miladin Kozlina, Bartosz Konitz und Kuno Schauer sind angeschlagen und drohen für den Test-Doppelpack auszufallen. Gleiches gilt für Torhüter Angelo Grunz.

Dafür stehen Köhrmann mit Rene Drechsler und Neuzugang Tim Rozman zwei weitere Linkshänder zur Verfügung, die in den bisherigen Testpartien schmerzlich vermisst wurden. „Wichtig ist, dass die Liste der Ausfälle nicht noch länger wird und wir alle Spieler so schnell wie möglich wieder fit bekommen“, sagt Köhrmann. „Bis zum Saisonstart am 23. August warten noch einige Herausforderungen auf uns. Und je mehr Spieler wird haben, desto besser.“