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WHV lässt einen Punkt liegen

Einen Punkt verschenkt haben die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im Gastspiel bei den Drachen der SG Schalksmühle/Halver. 28:28 hieß es am Ende einer turbulenten Partie, in der die Jadestädter lange der Musik hinterherliefen, dann alles im Griff hatten, um in der Endphase die hart erarbeitete Führung wieder herzuschenken.

„Leider haben wir es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, eine verlässliche Abwehr zu stellen“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Auch das Zusammenspiel mit den Torhütern hat nicht so
funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Da waren viele Würfe aus der zweiten Reihe dabei, der Gegner hat über weite Strecken aus allen Lagen getroffen.“ Die Folge: Die Drachen führten schnell mit 3:0 und lagen auch in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs stets vorne. Kurz vor der Pause drohte der WHV, den Anschluss zu verlieren: Tubic erhöhte auf 17:12 für die Hausherren, das letzte Wort aber hatten die Gäste – Evgeny Vorontsov verkürzte auf 13:17.

In Durchgang zwei zunächst das gleiche Bild: Bis zur 40. Minuten lag Schalksmühle mit 22:18 vorne. Dann stabilisierte Ko-Trainer Matej Kozul die löchrige WHV-Defensive und läutete damit die Aufholjagd ein. Neun Minuten lang bissen sich die Drachen die Zähne am WHV-Bollwerk aus, im Gegenzug warfen sich die Gäste mit konsequentem Umschaltspiel mit 25:22 Toren in Führung. In der Schlussphase fehlte den Gästen dann auch ein Stück weit die Cleverness, um den Vorsprung über die Zeit zu retten. Zudem hatte man Pech, weil Tobias Schwolow mit seinem letzten Wurf Sekunden vor dem Ende am Pfosten scheiterte.

Fazit Köhrmann: „Wir haben heute wieder zwei Gesichter gezeigt und 35 Minuten lang praktisch ohne Abwehr gespielt. Dann drehen wir die Partie mit viel Einsatz und Leidenschaft, machen den Sack am Ende aber nicht
zu. Deshalb ist es eher ein verlorener Punkt. Aber mit Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz, ist ein Punkt in Schalksmühle nicht ganz so schlecht.“

SG Schalksmühle-Halver – W’havener HV 28:28 (17:13)
SG:
Vukas (6 Paraden), Borchert; Klasmann 7, Tubic 5, Frenzel 3, Hüller 3, Brüning 3, Diehl 2, Geitmann 2, Schetters 2, Hecker 1, Bleckmann, Bekston, Merhar, Schnepper, Prior.
WHV: Prost (7 Paraden), Grunz (3 Paraden); Maas 10/3, Rozman 6, Vorontsov 5/1, Schwolow 3, Sabljic 2, Konitz 2, Srsen, Postel, Kozul, Schauer, Ten Velde, Drechsler, Pust.
Schiedsrichter: Kraaz/Lay
Zuschauer: 400
Strafwürfe: 0/1 – 4/6
Strafminuten: 6 – 6

WHV-Abwehr steht im Fokus

Hohe Auswärtshürde für die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Am Samstagabend wollen die Jadestädter ihre Tabellenführung in der Nord-West-Staffel mit einem Sieg bei den „Drachen“ der SG Schalksmühle-Halver verteidigen. Die Sauerländer sind in eigener Halle noch ungeschlagen. Anpfiff in der Sporthalle Halver ist um 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv).

Nach dem letztlich noch überzeugenden Heimerfolg über das Team Lippe II (31:21 nach 15:14-Pausenführung) wollen die Spieler um Kapitän Tobias Schwolow im Gastspiel beim Ligafünften an die Leistung aus der zweiten
Halbzeit anknüpfen. Mit aggressiver und kompakter Abwehr wurde hier der Grundstein für den späteren Sieg gelegt und auch heute Abend wird die Defensive der Jadestädter im Fokus stehen. „Schalksmühle zählt zu den offensivstärksten Team unserer Staffel und hat viele entscheidungsfreudige Spieler in seinen Reihen“, weiß WHV-Trainer Christian Köhrmann um die Qualitäten der Gastgeber.

Dies gilt vor allem für Christopher Klasmann – den derzeit besten Werfer der Nord-West-Staffel, der das Ranking mit 59/22 Toren anführt. Auf der Mitte verfügen die „Drachen“ mit Florian Diehl und Lukas Hüller über weitere Akteure mit Zweitliga-Erfahrung. Kein Unbekannter für den WHV ist auch Linkshänder Dragan Tubic, der in den letzten Jahren noch für Zweitliga-Konkurrent Eintracht Hagen auflief. Auf der Bank trägt mit Mark Dragunski inzwischen ein früherer Nationalspieler die sportliche Verantwortung, nachdem sich die sportliche Leitung schon früh in der Saison für einen Trainerwechsel entschieden hatte.

Im Topspiel des 9. Spieltags kann Köhrmann personell erneut aus dem Vollen schöpfen. Einzig der zuletzt starke Tim Rozman plagte sich unter der Woche mit Schulterproblemen herum, einem Einsatz des slowenischen
Junioren-Nationalspielers heute Abend steht die Blessur aber nicht im Weg. Ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club feiert Kreisläufer und Abwehrchef Stanko Sabljic, der seinen Schuhe im Vorjahr noch für die „Drachen“ geschnürt hatte.

WHV will zurück in die Erfolgsspur

Zurück in die Erfolgsspur wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute Abend mit einem Heimsieg über das Team Handball Lippe II. „Leidenschaft und Aggressivität haben uns zuletzt gefehlt“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Heute erwarte ich die richtige Reaktion und einen ganz anderen Auftritt.“ Anwurf in der Nordfrost-Arena ist wie immer um 19.30 Uhr.

Durch Punktverluste der Konkurrenz hätten sich die Jadestädter in der Vorwoche an der Spitze auf drei Punkte absetzen können. Da die Partie in Volmetal aber mit 26:27 Toren verloren ging, ist der Vorsprung wieder auf einen Punkt zusammengeschmolzen. „Als wir das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit endlich im Griff hatten, haben wir es versäumt, die big points zu machen“, blickt Köhrmann zurück. „Übersicht und Cleverness haben gefehlt. Dann setzen wir uns mit unnötigen Zeitstrafen selbst unter Druck und ziehen dadurch am Ende vollkommen zu Recht den Kürzeren.“

Mit konsequenter Abwehrarbeit soll heute Abend der Grundstein zum Erfolg gelegt werden. Dabei wird jede Menge Arbeit auf die Abwehr um Stanko Sabljic und Domagoj Srsen zukommen. „Der Gast ist qualitativ sehr gut besetzt und hat viele talentierte Spieler in seinen Reihen“, weiß Köhrmann. „Wir müssen aggressiv und kompakt verteidigen und dem Gegner sofort zeigen, dass es für ihn hier heute Abend nichts zun holen gibt.“ Dabei kann der WHV-Trainer auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch Duncan Postel, der sich in Volmetal einen Cut über dem Auge zugezogen hatte, ist mit von der Partie.

Das Team Lippe II ist eine Spielgemeinschaft aus der zweiten Mannschaft des TBV Lemgo („Youngster“) und dem Nachbarverein HSG Augustdorf/ Hövelhof. Im Kader stehen einige Spieler, die bereits Bundesligaluft in der ersten Mannschaft schnuppern durften. Mit Thore Oetjen ist auch ein gebürtiger Jadestädter heute Abend mit von der Partie. Der Kreisläufer war vor zweieinhalb Jahren von der JSG ins Lemgoer Internat gewechselt und kommt in erster Linie in der Bundesliga-A-Jugend des TBV zum Einsatz.

Einstellung hat nicht gestimmt

Die Serie ist gerissen: Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat am 7. Spieltag die erste Saisonniederlage kassiert und damit erstmals in dieser Spielzeit Punkte abgegeben.
Nach insgesamt schwacher Vorstellung mussten sich die Jadestädter beim TuS Volmetal mit 26:27 (13:15) Toren geschlagen geben. Besonders bitter aus Sicht der Gäste: Das entscheidende Gegentor resultierte aus einem direkten Freiwurf.

Eine Szene, die Trainer Christian Köhrmann nach dem Abpfiff als i-Tüpfelchen bezeichnete. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir hier heute mit der gleichen Leidenschaft gespielt hätten, wie der Gegner“, sagte der Coach. „Leider ist uns das nicht gelungen. In der Abwehr hat 40 Minuten lang jegliche Aggressivität gefehlt, im Angriff haben wir erneut zu viele Fehler gemacht. Das ist sicherlich auch eine Frage der Einstellung – und die hat heute einfach nicht gestimmt.“

Trotz guten Starts (1:3, 2:4, 5:7) ließen sich die Jadestädter das Zepter Mitte der ersten Halbzeit aus der Hand nehmen und liefen fortan einem Rückstand hinterher. Hinten fand man nur selten Zugriff auf den Volmetaler Angriff, während vorne vor allem in Schlussphase des ersten Durchgangs klare Chancen ungenutzt blieben. Die 15:13-Pausenführung der Gastgeber war absolut verdient.

Als die Hagener nach knapp 40 Minuten gar auf 21:17 davonzogen, löste Köhrmann die wackelige 6:0 auf und ließ fortan in der 3:2:1 verteidigen. Eine gute Entscheidung: Jetzt machten auch die Volmetaler Fehler, der der WHV nicht nur zum Ausgleich, sondern beim 23:22 (51.) auch zur eigenen Führung nutzten. Zum Sieg reichte es aber nicht, weil die Gäste in der hitzigen Atmosphäre einfach zu viele Fehler machten. Die Krönung war dann der direkt verwandelte Freiwurf von TuS-Torjäger Jan König, bei dem weder der Abwehrblock, noch Torwart Primoz Prost glücklich aussahen.

TuS Volmetal – W’havener HV 27:26 (15:13)
Tus:
Quick (11 Paraden), Michel; König 10/4, Kaufmann 5, Domaschk 4, Kowalski 3, Pfänder 3, Stange 1, Jünger 1, Krause, Grasediek, Moog, Irle, Kähler, Heidemann.
WHV: Grunz (1.-15./3), Prost (ab 15./11); Maas 6, Ten Velde 5/4, Vorontsov 5, Drechsler 4, Konitz 3, Sabljic 2, Schwolow 1, Srsen, Rozman, Postel, Schauer, Pust.
Schiedsrichter: Beck/Braun
Zuschauer: 300 (darunter knapp 70 aus Wilhelmshaven)
Strafwürfe: 4/4 – 4/5
Strafminuten: 6 – 8

WHV will Vorsprung ausbauen

Saisonsieg Nummer sieben peilen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute Abend an: Um 19.45 Uhr beginnt die
Partie beim noch sieglosen TuS Volmetal. Gewinnen die Jadestädter, könnten sie ihren Vorsprung an der Spitze auf drei Punkte ausbauen, weil Verfolger Eintracht Hagen bereits am Freitagabend gepatzt hat und beim Longericher SC die erste Saisonniederlage kassierte (26:27).

Da Yannick Pust nach seiner Bänderverletzung im Sprunggelenk wieder ins Training eingestiegen ist und heute Abend zur Verfügung steht, kann WHV-Trainer Christian Köhrmann (erstmals in dieser Saison) personell aus dem Vollen schöpfen. Fehlen wird nur der langzeitverletzte Miladin Kozlina, der aber bekannterweise durch Last-Minute-Neuzugang Domagoj Srsen ersetzt wurde. Der Kroate hinterließ beim seinem Debüt in der Vorwoche einen guten Eindruck im Innenblock der 6:0-Abwehr. Köhrmann: „Er hat sowohl mit Stanko Sabljic, als auch mit Duncan Postel sehr gut funktioniert. Aber es gibt noch Luft nach oben, Kleinigkeiten kann man immer verbessern.“

Die Gastgeber warten nach sechs Spieltagen immer noch auf den ersten Sieg. Zwei Remis haben die Volmetaler bislang erzielt, darunter das 24:24 in der Vorwoche bei den Rhein Vikings in Neuss. Bester Werfer beim Hagener Vorstadtclub ist Rückraumspieler Jan König. Darüber hinaus haben die TuS-Verantwortlichen erst kürzlich einen Trainerwechsel vorgenommen: Der bisherige Ko-Trainer Marc Rode hat die Nachfolge vom bisherigen Chef-Coach Christoph Ibisch angetreten.

„Schönes Spiel – schönes Ergebnis“

Handball-Drittligist Wilhelmshavener bleibt auch am sechsten Spieltag ohne Verlustpunkt und führt die Nord-West-Staffel nach dem verdienten 33:25 (15:11)-Heimsieg über die Ahlener SG auch weiterhin an. Rutger ten Velde (9/3) und Rene Drechsler (8) waren die erfolgreichsten Werfer der Jadestädter, die vor rund 1000 Zuschauern in der Nordfrost-Arena ihre bis hier hin beste Heimleistung ablieferten.

„Schönes Spiel – schönes Ergebnis“, fasste Trainer Christian Köhrmann den sechsten Saisonsieg seiner Mannschaft zusammen. „Ich habe viele positive Aspekte gefunden, sehe aber trotz allem immer noch Luft nach oben. Wir hatten eine anstregende Woche, wobei die Integration unseres Neuzugangs Domagoj Srsen im Mittelpunkt stand. Und nach diesem Spiel können wir sagen: Die Arbeit hat sich gelohnt.“

Vor allem zwei Spieler verdienten sich ein Sonderlob ihres Trainers: Spielmacher Bartosz Konitz, der nicht nur toll Regie führte, sondern hier und da auch mit dem ein oder anderen Kabinettstückchen (Pass hinter dem Rücken auf dne einlaufenden Ten Velde) begeisterte. Und Rene Drechsler, der endlich wieder wie in guten alten Zeiten einnetzte und alleine vier der ersten fünf WHV-Tore an diesem Abend erzielte.

Über 5:2 und 12:6 hielt der WHV die Gäste im ersten Durchgang auf Distanz. Ahlen steckte aber nie auf und arbeitete konsequent an einem guten Ergebnis. Auch nach der Pause (15:11 für den WHV) blieben die Westfalen in Sichtweite, ehe sich der WHV bis zur 50. Minute auf 27:19 absetzte und den Achttote-Vorsprung (anders als zuletzt gegen Minden) bis zum Schlusspfiff verteidigte.

W’havener HV – Ahlener SG 33:25 (15:11)
WHV:
Grunz (1.-42./4 Paraden), Prost (ab 42./1); Ten Velde 9/3, Drechsler 8, Schwolow 6, Vorontsov 5, Maas 2, Srsen 1, Rozman 1, Schauer 1, Sabljic, Postel, Konitz
ASG: Behrends (1.-52./10), Kroker (ab 52.); Sackmann 6, Lemke 3, Wiencek 3, Schöße 2, Dommermuth 2, Hümmecke 2, Fauteck 2, Seifert 2, Rogowski 2/1, Hülsbusch 1, Wunderlich, Harbaum
Schiedsrichter: Johnen/Müller
Zuschauer: 1024
Strafwürfe: 4/3 – 1/1
Strafminuten: 0 – 2

Mehr Konstanz und Cleverness

Mit der Hoffnung auf mehr Konstanz in der Leistung und dem klaren Ziel, die Tabellenführung zu verteidigen, gehen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute Abend in den sechsten Spieltag. Zu Gast in der Nordfrost-Arena ist die Ahlener SG, Anwurf ist wie immer um 19.30 Uhr. Personell hat sich die Lage bei den Jadestädtern unter der Woche
wieder leicht entspannt.

„Wir leisten uns immer noch zu viele Schwächephase, weil Disziplin und die nötige Konzentration fehlen“, blickt Trainer Christian Köhrmann auf den letzten Heimauftritt seiner Mannschaft gegen Ligaschlusslicht GWD Minden II (30:29) zurück. „In einigen Situationen müssen wir auch einfach cleverer sein. Einfach mal festmachen lassen, statt den Ball wegzuwerfen.“
Und noch ein weiteres Argument für die sportliche Achterbahnfahrt des Spitzenreiter hat Köhrmann gefunden: „Wir müssen noch lernen, mit der permanenten Favoritenrolle umzugehen. In der 2. Liga haben wir viele Spiele verloren. Jetzt müssen wir lernen, dass wir eigentlich immer gewinnen müssen.“

Zurück im Kader ist Stanko Sabljic, der zuletzt krankheitsbedingt passen musste. Neuzugang Domagoj Srsen, der gegen Minden bereits auf der Bank saß, aber nicht zum Einsatz kam, hat die Trainingswoche genutzt, um sich näher ans Team heranzuarbeiten. Gemeinsam mit Sabljic könnte der bundesligaerfahrene Kroate der zuletzt wackeligen 6:0-Abwehr wieder mehr Stabilität verleihen. Köhrmann: „Wir haben viele Gespräche geführt. Mein Eindruck ist, dass es von Tag zu Tag besser funktioniert hat.“

Der Gast aus Ahlen reist heute als Tabellenelfter (3:7 Punkte) an und hat in fremder Halle bislang noch nicht gewonnen. „Der Gegner hat eine eingespielte Mannschaft – vor allem im Rückraum“, weiß Köhrmann um die Stärken des heutigen Gegners. „Außerdem verteidigen sie auswärts gerne offensiv. Das wird kein Selbstläufer, ich erwarte einen konzentrierten Auftritt und, dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden.“

Happy-End nach Gratwanderung

Die gute Nachricht vorweg: Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV bleibt im Nord-Westen weiter ungeschlagen und feierte den fünften Sieg im fünften Spiel. Im Duell mit Ligaschlusslicht TSV GWD Minden II reichte es aber nur zu einem knappen 30:29 (15:10)-Erfolg. In der Schlussphase machten die Jadestädter die Partie unnötig spannend.

„Wir wollten die beiden Punkte – aber nicht auf diese Art und Weise“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann über den schlechten Aufritt seiner Mannschaft, die 55 Minuten lang zwar alles im Griff hatte – aber erneut nicht wirklich überzeugen konnte. Auf jede gute Pahse folgte eine schlechte, wobei sich die Jadestädter im Schlussakt fast um Kopf und Kragen gespielt hätten.

30:24 lag der WHV vorne, als man das Handballspielen praktisch einstellte und die tapfer kämpfenden Mindener damit wieder in die Partie zurückholte. Und die Schäpsmeier-Sieben ließ sich nicht lange bitten: Angeführt vom guten Spielmacher Simon Strakeljahn, der seine Halbschützen Maximilian Nowatzki und Jonas Molz (beide 6 Tore) immer wieder gut in Szene setzte, kamen die Gäste Sekunden vor dem Abpfiff auf 29:30 heran. Am Ende rettete der WHV den knappen Sieg nur mit Glück ins Ziel.

„Das hätte auch ins Auge gehen können“, sagte Linksaußen Rutger ten Velde nach dem Abpfiff. „Wir haben es wieder nicht geschafft, einen klaren Vorsprung zu verteidigen und so ein Spiel am Ende mal mit acht oder zehn Toren zu gewinnen. Schuld daran sind wir selbst, weil immer wieder zu viele Fehler passieren. Daran müssen wir arbeiten und vor allem mental stabiler werden. Die Hauptursache für diese Leistungsschwankungen liegt zwischen den Ohren.“

W’havener HV – GWD Minden II 30:29 (15:10)
WHV:
Grunz (1.-60./14 Paraden), Prost (bei einem 7m); Schwolow 7/5, Vorontsov 6, Ten Velde 4, Rozman 4, Konitz 3, Postel 2, Schauer 2, Kozul 1, Drechsler 1, Maas, Srsen.
GWD II: Grabenstein (6); Nowatzki 6, Molz 6, Strakeljahn 6, Galling 4/4, Nolting 2, Huckauf 2, Reimler 2, Richtzenhain 1, Mattausch, Braun.
Schiedsrichter: Brandes/Recktenwald
Zuschauer: 997
Strafwürfe: 5/5 – 4/4
Strafminuten: 4 – 8
Disqualifikation: Richtzenhain (GWD/55.) nach dritter Zeitstrafe
Spielfilm: 3:1 (5.), 6:3 (10.), 8:4 (15.), 11:6 (20.), 13:8 (25.), 15:10 (Hz), 16:14 (35.), 20:15 (40.), 24:19 (45.), 27:22 (50.), 30:25 (55.), 30:28 (59.), 30:29

Srsen-Debüt gegen Minden II

Mit ihrem Neuzugang Domagoj Srsen erwarten die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Samstagabend die 2. Mannschaft des TSV GWD Minden in der Nordfrost-Arena. Im Duell Erster gegen Letzter sind die Jadestädter ab 19.30 Uhr klarer Favorit. „Wir wollen die Tabellenspitze verteidigen“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann.

Inwieweit der Kroate Srsen, der erst am Donnerstag ins Training eingestiegen ist, seiner neuen Mannschaft morgen Abend helfen kann, bleibt abzuwarten. Am Mittwoch hatten die Verantwortlichen um Manager Dieter Koopmann die Verpflichtung des 28-Jährigen, ehemaligen Bundesliga-Profis bekannt gegeben. Zuvor hatte sich Abwehrchef Miladin Kozlina im Gastspiel bei den Bergischen Panthern schwer an der Schulter verletzt. Dem Slowenen droht mindestens eine mehrmonatige Pause.

Da mit Stanko Sabljic auch der zweite etatmäßige Innenblockspieler gegen Minden ausfällt, muss Köhrmann improvisieren: Duncan Postel steht als Alternative immer bereit – genau wie Ko-Trainer Matej Kozul, der sich allerdings im Falle eines weiteren Drittliga-Einsatzes in der 1. Mannschaft „festspielen“ würde. Weiterhin auf sein Comeback warten muss der verletzte Rechtsaußen Yannick Pust.

Dass die Gäste keines ihrer vier Spiele gewonnen haben und morgen als Staffel-Schlusslicht anreisen, interessiert Köhrmann nicht. „Jeder Mindener Spieler ist individuell erstklassig ausgebildet und verfügt über großes Potenzial. Im Kollektiv aber sind wir besser und das wollen wir morgen Abend beweisen. Die Leistung bei den Bergischen war ein Schritt in die richtige Richtung, morgen soll der nächste Schritt folgen.“

Neuer Abwehrchef kommt

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat auf den verletzungsbedingten Ausfall von Miladin Kozlina reagiert und mit Domagoj Srsen einen neuen Abwehrchef verpflichtet. Der 28-jährige Kroate, der im Vorjahr noch für den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf am Ball war, hat einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. „Er ist ein erfahrener Mann, der uns sofort weiterhelfen kann und eine wichtige Rolle bei der ‚Mission Wiederauftsieg‘ spielen soll“, sagt WHV-Manager Dieter Koopmann.

Domagoj Srsen (114 Kilogramm, 2,02 Meter groß) ist Kreisläufer und Spezialist im Abwehr-Innenblock. Vor seiner Station in Hannover stand der in den USA geborene Kroate bei den Spitzenteams Croatia Zagreb und Brest Meshkov in Weißrussland unter Vertrag. Außerdem spielte Srsen auch zwei Jahre beim französischen Erstligisten Istres Provence und für Oroshaza in Ungarn. Beim WHV soll der 28-Jährige in die Fußstapfen von Miladin Kozlina treten, der sich beim letzten Ligaspiel bei den Bergischen Panthern (32:18) nach einem Foulspiel die Schulter ausgekugelt hatte und den Jadestädtern mehrere Monate fehlen wird.

„Die Verletzung von Miladin Kozlina hat eine große Lücke in unsere Defensive gerissen. Domagoj Srsen besitzt nicht nur eine starke Physis, er bringt auch jede Menge Erfahrung mit“, so Koopmann weiter. „Wir sind sicher, dass er sich schnell an Abläufe und Absprachen gewöhnt und uns auf dem Weg zurück in die 2.Liga hilft.“ „Ich freue mich sehr auf die neue
sportliche Herausforderung in Wilhelmshaven“, sagt Srsen, der mit den „Recken“ aus Hannover das Final-4-Turnier in Hamburg erreicht hatte. „Klares Ziel ist der Aufstieg, dafür werde ich alles geben. Mit meinem künftigen Nebenmann Stanko Sabljic habe ich bereits zusammengespielt – das sollte die Abstimmung im Innenblock erleichtern. Mein Berater und ich bedanken uns bei den Verantwortlichen des WHV für die guten, konstruktiven Gespräche und natürlich für das entgegengebrachte Vertrauen.“