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WHV hofft auf den 8. Mann

Im Duell mit dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim (heute Abend 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) setzen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV auch auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans: „Gegen den Bergischen HC und auch im Spiel gegen den TV Emsdetten haben uns die Zuschauer jede Menge Kraft gegeben“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Diese Emotionen brauchen wir auch heute wieder. Aber dafür muss jeder Spieler von der ersten Minute an Gas geben.“

Unterstützung von den Rängen wird auf jeden Fall nötig sein, denn nicht nur die Qualität des heutigen Gegners (Platz 2, zuletzt 9:1 Punkte in Serie), sondern vor allem die eigene Personalsituation sorgt für Sorgenfalten bei den WHV-Verantwortlichen. Neben Rene Drechsler, der weiter hart an seinem Comeback arbeitet, muss Köhrmann heute Abend auch auf Lukas Kalafut (Kreuzband-Anriss), Fabrice Lehmann (Bruch der Kniescheibe) und Kreisläufer Daniel Andrejew verzichten. Während sich Kalafut und Lehmann beim jüngsten Doppelspieltag gegen den Bergischen HC bzw. in Lübeck verletzt hatten, knickte Andrejew im Training um und zog sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu.

Aufgrund der anhaltenden Peronalmisere haben die WHV-Verantwortlichen ihre Suche nach potenziellen Neuzugängen in den letzten Tagen intensiviert. Köhrmann: „Wir sind es den Spielern, die sich trotz aller Rückschläge Woche für Woche voll reinhängen, schuldig, in dieser Richtung etwas zu unternehmen. Aber es muss alles passen – nicht nur finanziell, sondern auch im sportlichen und menschlichen Bereich.“ „Vier bis fünf Kandidaten aus der 1. bzw. 3. Liga haben wir auf dem Zettel“, fügt Manager Dieter Koopmann hinzu. „Unterschrieben ist aber noch nichts.“

Im Vorjahr hat der WHV beide Vergleiche mit den Bietigheimern verloren. Die Gäste reisten bereits am Freitag mit der Empfehlung von zuletzt  zwei Auswärtssiegen an und vertrauen nicht zuletzt auf die Wurfkraft ihres bislang besten Torschützen Gerdas Babarskas (62 Treffer). „Der WHV ist in eigener Halle immer eine gefährliche Mannschaft“, sagt SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer. „Das waren für uns immer hart umkämpfte Spiele – das wird heute Abend sicher nicht anders sein.“

Sensationelle zweite Halbzeit

Der Wilhelmshavener HV ist in der 2. Handball-Bundesliga immer für eine Überraschung gut: Trotz großer Personalsorgen spielten sich die Schützlinge im Heimspiele gegen den Ligazweiten SG BBM Bietigheim nach dem Seitenwechsel in einen wahren Rausch und gewannen am Ende vor rund 1100 Zuschauern in der Nordfrost-Arena noch mit 37:30 (16:18) Toren. Krönender Abschluss eines denkwürdigen Handball Abends war das überraschende Comeback von Rene Drechsler, der in der Schlussphase noch zwei Tore erzielte.

Im ersten Durchgang liefen die Jadestädter lange einem Rückstand hinterher. „Wir haben einige technische Fehler gemacht und in der Abwehr die nötige Aggressivität vermissen lassen. Das war über weite Streckne zu passiv“, sagte Trainer Christian Köhrmann. „Dafür haben wir dann in der zweiten Halbzeit alles richtig gemacht.“ Angeführt vom überragenden Kay Smits, der mit elf Toren erneut bester Schütze seines Teams war, waren die Jadestädter nach dem Wechsel nicht mehr zu halten. Großen Anteil am Sieg hatte auch Torhüter Frederick Lüpke, der ab der 40. Minute seinen Kasten praktisch „vernagelte“ und kaum noch zu bezwingen war.

Ein Sonderlob des Trainers gab es auch für Matej Kozul: „Er hat das Spiel in die Hand genommen und viele gute Entscheidungen getroffen“, sagte Köhrmann. Bis zum 25:25 (46.) konnte Bietigheim die Partie noch offen gestalten, ehe der WHV-Express auf und davon raste. Als Rene Drechsler in der Schlussphase nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder die Platte betrat – und prompt traf, stand die Arena endgültig Kopf. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 37:30-Heimerfolg des WHV, der allen Personalsorgen zum Trotz nicht nur seine Fans, sondern auch Manager Dieter Koopmann begeisterte: „Eine unglaubliche Leistung!“

Ohne Chance in Schwartau

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben den zweiten Doppelspieltag der Saison ohne Punktgewinn abgeschlossen: Nach der knappen 26:27-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Bergischer HC am Freitag zogen die Jadestädter am Sonntag beim VfL Lübeck-Schwartau deutlich mit 20:34 (8:13) Toren den Kürzeren. Tobias Schwolow war mit 6/2 Treffern bester Werfer im Team von Trainer Christian Köhrmann.

Vor knapp 2000 Zuschauern in der Lübecker Hansehalle konnten nur die Gäste nur in der Anfangsphase mithalten (4:4/10.). Danach gerieten die Jadestädter klar ins Hintertreffen, vor allem weil man zu viele Torgelegenheiten ungenutzt ließ. „Wir haben sehr stark verteidigt, aber vorne viel zu viel liegenlassen“, sagte Köhrmann. „Und das lag nicht nur an VfL-Keeper Dennis Klockmann.“ Egal ob Gegenstoß, freier Wurf von  Außen oder Siebenmeter – der Ball fand zu selten den Weg ins Tor, so dass man trotz guter Defensive zur Pause mit 8:13 Toren hinten lag.

Nach dem Wechsel sorgten die Gastgeber schnell für die Entscheidung, als sie in Überzahl auf 18:10 davonzogen. Der WHV mühte sich zwar weiter um ein achtbares Ergebnis, konnte den Rückstand in der Folge aber nicht reduzieren. Als Janik Köhler verletzungsbedingt passen und Köhrmann die Defensive von 6:0 auf 5:1 umstellen musste, fehlte auch in der Defensive der Zugriff. Schwartau drückte weiter aufs Tempo, nutzte seine Chancen konsequent und gewann am Ende deutlich mit 34:20 Toren. EX-WHV-Kapitän Steffen Köhler steuerte vier Treffer zum verdienten Sieg seines neuen Vereins bei.

Die Gäste mussten wie angekündigt auf Lukas Kalafut verzichten, der sich im Duell mit dem Bergischen HC am Knie verletzt hatte. Eine MRT-Untersuchung am Montag soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung des Slowaken geben.

VfL Lübeck-Schwartau – W’havener HV 34:20 (13:9)
VfL: Klockmann (1.-49./13 Paraden), Mallwitz (ab 49./1); Milde 7, Damm 5/4, Akermann 5, S. Köhler 4, Schult 3, Glabisch 3,  Hansen 2, Ranke 2, Metzner 2, Lauenroth 1/1, Claasen, Schlichting, Bruhn, Podpolinski.
WHV: Doden (1.-40./13 Paraden), Lüpke (ab 40. und bei einem Siebenmeter/2); Schwolow 7/2, Vorontsov 4, Smits 3, Postel 3, Kozul 1, J. Köhler 1, Maas 1, Ten Velde, Lehmann.
Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich (Berlin)
Zuschauer: 1987
Strafwürfe: 6/5 – 5/2
Strafminuten: 2 – 8

Sensation hauchdünn verpasst

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV sind im Heimspiel gegen den Bergischen HC nur ganz knapp an der nächsten Überraschung vorbeigeschrammt: Eine Woche nach dem 35:31-Erfolg über den TV Emsdetten standen die Jadestädter auc im Duell mit dem noch verlustpunktfreien Spitzenreiter vor einem Punktgewinn – vier Sekunden vor dem Abpfiff trafen die Gäste aber zum glücklichen 27:26 (13:11)-Sieg.

„Wir waren angetreten, um auch dieser Spiel zu gewinnen und deshalb ist die Enttäuschung auch groß“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach der knappen Niederlage. „Wir haben nie aufgegeben und standen ganz kurz davor, das Spiel noch zu unseren Gunsten zu drehen. In der Schlussphase fallen dann aber drei Entscheidungen in Situationen, die die Schiedsrichter zuvor anders bewertet hatten. Eine Entwicklung, die wir leider nicht zum ersten Mal zur Kenntnis nehmen müssen.“

Nach ausgeglichener Anfangsphase (5:5/13.) wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht und zogen auf 11:6 und später auf 13:8 Tore davon (23.). Der WHV gab sich aber keineswegs geschlagen und fightete sich in der Folge mehrfach ins Spiel zurück. Dennoch gerieten die Punkte scheibar frühzeitig aus der Reichweite, weil der Spitzenreiter stets zum richtigen Zeitpunkt traf und eingangs der Schlussphase  scheinar souverän mit 24:21 Toren führte (50.).

Dass es noch einmal richtig eng wurde, lag auch an WHV-Keeper Dennis Doden, der zahlreiche Bälle parierte und so den Ausgleich durch  Kapitän Sebastian Maas ermöglichte (25:25/56.). Knapp 1200 Zuschauer trauten wenig später ihren Augen nicht, als Kay Smits eine äußerst fragwürdige Zeitstrafe erhielt. Dennoch schien ein Remis möglich – vor allem als Doden dem Isländer Gunnarsson den dritten Strafwurf an diesem Abend abkaufte. Gegen den Nachwurf vier Sekunden vor dem Ende war aber auch der WHV-Keeper machtlos und so nahmen die Bergischen überaus glücklich beide Zähler mit auf die Heimreise.

Weiterer Wermutstropfen für die Jadestädter: Für Lukas Kalafut war das Spiel vorzeitig aufgrund einer Knieveletzung beendet. Eine MRT- Untersuchung soll nun klären, ob sich der WHV-Rückraumspieler eventuell erneut das Kreuzband gerissen hat. Für Teil zwei des Doppel Spietags, morgen ab 16.30 Uhr beim VfL Lübeck-Schwartau, fällt der Slowake auf jeden Fall aus.

W’havener HV – Bergischer HC 26:27 (11:13)
WHV: Doden (20 Paraden), Lüpke (bei einem Siebenmeter); Smits 7/1, Schwolow 5/1, Vorontsov 4, Postel 3, Kalafut 2, Kozul 2, Ten Velde 1, Maas 1, Köhler 1, Lehmann.
BHC: Rudeck (13 Paraden), Olbertz (n.e.); Gunnarsson 9/4, Arnesson 5, Petrovsky 3, Kotrc 3, Babak 2, Nippes 2, Darj 1, Bettin 1, Gutbrod 1, Majdzinski, Criciotoiu.
Schiedsrichter: Kroll/Polke (Berlin)
Zuschauer: 1177
Strafwürfe: 4/2 – 7/4
Strafminuten: 12 – 6

Toller Heimsieg über Emsdetten

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge haben sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV mit einer Topleistung zurückgemeldet: Lohn für den bislang stärksten Auftritt dieser Saison war ein verdienter 35:31 (17:13)-Heimsieg über den TV Emsdetten. „Wir haben stark verteidigt und vorne jeden Angriff auf den Punkt gespielt“, freute sich Trainer Christian Köhrmann.

Die Gäste, die mit nur einer Niederlage im Gepäck als Tabellenvierte angereist waren und die letzten vier Vergleiche mit den Jadestädtern klar gewonnen hatten, wurden ihrer Favoritenrolle nur in der Anfangsphase gerecht. 5:2 führten die Münsterländer, ehe der WHV vor rund 1100 Zuschauern die Regie in der Nordfrost-Arena übernahm. Dennis Doden parierte einige Bälle und mit schnellem Umschaltspiel gelangen den Gastgebern zum Teil sehenswert herausgespielte Tore.

Beim 7:6 hatte der WHV erstmals die Nase vorn und war auch in der Folge nicht zu stoppen. Der starke Kay Smits, Duncan Postel, Janik Köhler und Tobias Schwolow, der sich eindrucksvoll zurückmeldete, trafen nach Belieben und warfen den WHV bis zur Pause mit 17:13 in Front. Nach dem Wechsel setzten die Jadestädter ihren Sturmlauf fort und zogen vorübergehend bis auf acht Tore davon. Dass in der Folge noch einmal Spannung aufkam und die Gastgeber um den verdienten Sieg zittern mussten, lag auch an den Unparteiischen, die mit einigen Entscheidungen für Kopfschütteln in der Arena sorgten.

Der WHV bewahrte aber kühlen Kopf, war in den entscheidenden Phasen zur Stelle und hatte am Ende mit 35:31 Toren die Nase vorn. „Wir haben nicht nur gekämpft, sondern auch spielerisch überzeugt und im Angriff viele gute Entscheidungen getroffen – das war zuletzt nicht immer der Fall“, fasste Köhrmann den zweiten Heimsieg seiner Mannschaft in dieser Saison zusammen. „Auch der frühe Rückstand hat uns nicht umgehauen. Wir haben immer an unsere Chance gelaubt und am Ende für eine starke Leistung belohnt.“

W’havener HV – TV Emsdetten 35:31 (17:13)
WHV: Doden (16 Paraden), Lüpke (bei drei 7m/1); Smits 9/2, Postel 6, Vorontsov 6, Schwolow 6, Maas 4, Kalafut 2, Köhler 2, Kozul, Ten Velde, Andrejew, Lehmann, Schweigart n.e.
TVE: Madert (1.-27., 31.-36./6), Ferjan (27.-30. und ab 36./7); Krings 8, Wesseling 7/5, Holzner 6/3, Adams 6, Kropp 3, Terhaer 1, Franke, Hübner, Kolk, Dräger.
Schiedsrichter: Klinke/Klinke (Kiel/Bordesholm)
Zuschauer: 1103
Strafwürfe: 3/2 – 10/8
Strafminuten: 8 – 8

WHV hofft auf Überraschung

Als klarer Außenseiter gehen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener am Abend (Anwurf 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) ins Heimspiel gegen den TV Emsdetten. „Die Westfalen spielen bislang eine ganz starke Saison“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Spieler wie Jasper Adams oder Merten Krings verfügen über große individuelle Qualität, ein großes Plus ist aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit. Emsdetten zählt nicht zu Unrecht zu den Top-Teams der Liga.“

Trotzdem hoffen die Jadestädter auf eine Überraschung, auch wenn man sich im Vergleich zum schlechten Auftritt in Konstanz (29:38) in  allen Bereichen deutlich steigern muss. Köhrmann: „In Konstanz kamen viele Dinge zusammen, die unter dem Strich zu dieser deutlichen Niederlage geführt haben. Angeschlagene Spieler, dazu der frühe Ausfall von Kay Smits – darüber hinaus haben auch die Absprachen in der Abwehr nicht so funktionert, wie ich mir das vorgestellt habe. Hier haben wir im Training intensiv gearbeitet und ich hoffe, dass wir die Mängel heute abstellen können.“

Personell stehen Köhrmann alle Akteure zur Verfügung. Smits wird dabei ebenso auf die Zähne beißen wie Tobias Schwolow, der nach seiner Schulterverletzung immer besser in Schwung kommt. Ob es reicht, die Negativserie gegen den TV Emsdetten zu beenden und mit dem zweiten Heimsieg wieder ins Liga-Mittelfeld zu rutschen, wird sich zeigen. Bislang wurden seit dem Aufstieg im Sommer 2015 alle vier Vergleiche mit den Münsterländern verloren. Köhrmann: „Serien wie diese interessieren mich nicht. Wir haben uns gut vorbereitet, die Jungs wissen, was auf sie zukommt – trotzdem muss heute Abend alles passen, wenn wir eine Chance haben wollen.“

Gute Nachrichten gibt es unterdessen in der Personalie Rene Drechsler: Nach einer erneuten Untersuchung in Kiel darf der Linkshänder die Belastung in den kommenden Wochen Schritt für Schritt steigern. Ein Comeback noch in diesem Kalenderjahr scheint daher realistisch. „Rene trainiert schon sporadisch mit der Mannschaft. Wir werden die Frequenz nun Schritt für Schritt erhöhen. Vielleicht ist er im Dezember schon bereit für einen Einsatz in der 2. Bundesliga.“

Keine Chance am Bodensee

Ernüchterung bei den Zweitliga-Handballern des Wilhelmshavener HV nach der deutlichen 29:38 (13:19)-Auswärtspleite bei der HSG Konstanz. „38 Gegentore sind klarer Beweis für eine ganz schwache Abwehrleistung“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach dem Abpfiff. „Die dadurch entstandene Verunsicherung haben wir dann auch noch mit nach vorne mitgenommen und uns auch im Angriff viele zu viele Fehler geleistet.“ Die bis dato deutlichste Saisonniederlage der Jadestädter konnte auch Ko-Kapitän Evgeny Vorontsov mit 10/3 Toren nicht verhindern.

Die dritte WHV-Niederlage in Folge nahm schon früh Formen an, als die Gäste bis zur 20. Minute mit 6:13 in Rückstand gerieten. Die Mannschaft blieb in der Folge zwar bemüht, leistete sich aber sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zu viele Fehler, um in der Schänzle-Halle ernsthaft für einen Sieg in Frage zu kommen. Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel (13:19 aus Sicht des WHV) leider nicht ändern.

Defensiv kamen Matej Kozul & Co. immer mindestens einen Schritt zu spät, während vorne oft die letzte Konsequenz fehlte. Erschwerend hinzu kam, dass Köhrmann zu diesem Zeitpunkt schon auf Kay Smits verzichten musste, der sich an der Wurfhand verletzt hatte. So liefen die Gäste einem immer deutlicheren Rückstand hinterher und kassierten am Ende beim 29:38 die bislang höchste Saisonniederlage. Fazit Köhrmann: „Wir haben die Personalien verändert, dann das System – aber an unserem Spiel hat sich leider nichts geändert.“    

HSG Konstanz – W’havener HV 38:29 (19:13)
HSG: Poltrum (1.-50./16 Paraden), Hanemann (51.-60./2), Kaletsch 12/3, Klingler 9, Jud 5, Riedel 5, Berchtenbreiter 2, Schweda 2, Kruga 2, Schlaich 1, Maier-Hasselmann, Wolf, Gassler, Wendel, Bosing, Schwarz
WHV: Doden (1.-14. und 38.-60./5), Lüpke (11.-37./1); Vorontsov 10/3, Postel 4, Schwolow 4, Maas 3, Kozul 2, Lehmann 2, Smits 1, Andrejew 1, Köhler 1, Kalafut 1, Ten Velde
Schiedrichter: Kauth/Kolb
Zuschauer: 1100
Strafwürfe: 5/4 – 3/3
Strafminuten: 8 – 6

WHV will ersten Sieg gegen Konstanz

Nach der insgesamt enttäuschenden Vorstellung gegen die Rimpar Wölfe wollen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend in die Erfolsspur zurückfinden. Um 20 Uhr treten die Schützlinge von Trainer Christian Köhrmann beim Ligavorletzten HSG Konstanz an. Im Vorjahr gingen beide Vergleiche gegen diesen Gegner verloren. „Zeit, diese Negativserie zu beenden“, sagt Köhrmann. „Aber um zu gewinnen, müssen wir uns in allen Belangen steigern.“

Dass die Gastgeber trotz ihres breiten und ausgelgichen besetzen Kaders erst einen Saisonsieg auf dem Konto haben, ist ein Beweis für die Qualität der 2. Handball-Bundesliga. Köhrmann: „Konstanz ist eine kampfstarke, sehr eingespielte Mannschaft, die in vielen Partien lange  Zeit mithalten konnte – am Ende aber oft knapp den Kürzeren gezogen hat. Sie werden versuchen, uns von der ersten Sekunde an unter Druck zu setzen. Darauf sind wir vorbereitet, müssen abere gerade in der Defensive eine Schippe drauflegen.“

Gegen Rimpar offenbarte der WHV vor allem im Abwehrspiel gegen den Kreisläufer einige Schwächen. „Daran haben wir im Training gearbeitet“, sagt der WHV-Coach. „Auch Konstanz sucht oft das Spiel über den Kreis. Ich hoffe, dass wir die richtigen Lehren aus dem Rimpar-Spiel gezogen haben und besser verteidigen als zuletzt.“ Während Jonas Schweigart und Christoph Groß die Reise zum Bodensee am Freitag nicht mit angetreten haben, weil sie für Aurich bzw. die WHV-Reserve zum Einsatz kommen sollen, stehen alle weiteren Akteure heute Abend zur Verfügung. Tobias Schwolow ist laut Köhrmann zwar noch nicht wieder bei 100 Prozent, kann aber ebenso auflaufen wie Janik Köhler, der seine Sprunggelenksverletzung vom vergangenen Sonnabend weitgehend auskuriert hat.

„Wir wollen um die Punkte mitspielen, dazu müssen wir unser Potanzial aber über die vollen 60 Minuten ausschöpfen“, sagt Köhrmann. Und noch ein Wort zum Thema Schiedsrichter: „Ich war zuletzt mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden, aber die Schiedsrichter waren nicht schuld daran, dass wir gegen Rimpar verloren haben. Wir haben uns von einigen Pfiffen aus dem Konzept bringen lassen und danach viele schlechte Entscheidungen getroffen. Auch daran müssen wir arbeiten.“

Rimpar-Serie

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben den zweiten Heimsieg der Saison verpasst: Gegen die DJK Rimpar Wölfe aus Würzburg zogen die Jadestädter in der Nordfrost-Arena nach durchwachsener Leistung verdient mit 27:31 (11:15) Toren den Kürzeren. Beste Werfer auf Seiten der Gastgeber waren die beiden Niederländer Rutger ten Velde und Kay Smits, die beide jeweils 6/2 mal trafen. Für die Jadestädter war es dritten Spiel die erste Heimniederlage gegen die Wölfe.

Nach ausgeglichener Anfangsphase mit einigen WHV-Führungen gerieten die Gastgeber schon Ende des ersten Durchgangs ins Hintertreffen. Dabei haderten Evgeny Vorontsov & Co. nicht nur mit der eigenen Leistung, sondern auch mit dem Auftritt der Unparteiischen Karamuk und Seliger aus Berlin. „Mit der Schiedsrichterleistung war ich – nicht zum ersten Mal bei diesem Gespann – unter dem Strich nicht zufrieden“, machte auch WHV-Trainer Christian Köhrmann seinem Unmut Luft, fügte aber hinzu: „Uns hat auch das Momentum gefehlt, die Partie noch einmal zu drehen als wir die Chance dazu hatten. In diesen Phasen haben wir leider zu viele falsche Entscheidungen getroffen und Fehler gemacht.“

Als die Hausherren nach dem Wechsel (11:15) auf 17:20 herankamen, keimte noch einmal Hoffnung in der Arena auf. Eine umstrittene Zeitstrafe gegen Vorontsov (3. Hinausstellung/Rot/40.) warf die Gastgeber aber abermals aus der Bahn. Rimpar nutzte die WHV-Fehler eiskalt aus, um auf 25:18 davonzuziehen (48.) – damit war der Drops in der Arena gelutscht. „Rimpar war nicht besser – wir müssen es einfach besser spielen“, fasste WHV-Kreisläufer Daniel Andrejew die erste Heimniederlage gegen die Wölfe zusammen.

W’havener HV – DJK Rimpar Wölfe 27:31 (11:15)
WHV: Doden (1.-54./12 Paraden), Lüpke (55.-60./1); Ten Velde 6/2, Smits 6/2, Schwolow 3, Andrejew 3, Vorontsov 3, Kalafut 3, Maas 1, Kozul 1, Postel 1, Lehmann, Köhler, Schweigart (n.e.)
Rimpar: Brustmann (14 Paraden/1 Tor), Wieser (n.e.); Herth 9/5, Schäffer 6, Kaufmann 4, Brielmeier 3, Schömig 2, Kraus 2, Sauer 1, Schmitt 1, Böhm 1, Gempp 1, Schmidt
Schiedsrichter: Karamuk/Seliger
Zuschauer: 1129
Strafwürfe: 6/4 – 9/6
Strafminuten: 10 – 10
Disqualifikation: Vorontsov (WHV/40.) nach dritter Zeitstrafe

Heimserie weiter ausbauen

Zwei Spiele, zwei Siege – so lautet die Heimbilanz der Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV, wenn die Wölfe der DJK Rimpar in der Nordfrost-Arena zu Gast sind. Diese Serie wollen die Jadestädter heute Abend mit einem Heimerfolg über die Gäste aus Würzburg weiter ausbauen. Anwurf in der Arena ist um 19.30 Uhr.

Spielt er, oder spielt er nicht? Gemeint ist Tobias Schwolow, der dem WHV in den vergangenen Partien aufgrund einer Schulterverletzung nicht zur Verfügung stand und zuletzt bei der 20:28-Niederlage in Lingen schmerzlich vermisst wurde. „Die Entscheidung trifft am Ende der Spieler“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann, der den Rotschopf gegen Rimpar schon gerne wieder dabei hätte. „Wir brauchen Tore aus dem Rückraum, wenn wir gewinnen wollen. Tobi wäre hier eine sehr wertvolle Alternative, über einen möglichen Einsatz wird kurzfristig entschieden.“

Ansonsten sind alle WHV-Spieler mehr oder weniger fit. Evgeny Vorontsov und Fabrice Lehmann mussten zwar unter der Woche etwas kürzer treten, werden aber ebenso auflaufen können wie Sebastian Maas, der seine Grippe auskuriert hat. „Rimpar ist im Rückraum sehr gut besetzt – da wartet viel Arbeit auf unsere 6:0-Abwehr und natürlich auch auf unsere Torhüter“, weiß Köhrmann. In Lingen reichte es zuletzt nur zu 40 guten Minuten, mit Unterstützung der Zuschauer wollen Lukas Kalafut & Co. heute Abend 60 Minuten voll dagegenhalten und den zweiten Heimsieg der Saison einfahren.