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WHV will Rechnung begleichen

Nach dem turbulenten 32:32-Unentschieden gegen TuSEM Essen wollen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV das Jahr 2017 heute Nachmittag mit einem Sieg abschließen. Um 17 Uhr sind die Jadestädter zu Gast bei Aufsteiger Eintracht Hildesheim. „Wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Und die wollen wir heute begleichen.“

Zum Ende der Hinrunde sind beide Teams Tabellennachbarn und belegen die Ränge 14 (WHV) und 15 (Hildesheim). Die Gastgeber beendeten die Hinserie am Sonnabend mit einer knappen 25:27-Heimniederlage gegen die Rimpar Wölfe – trotz je sieben Treffern des starken Angrfiffsduos Savvas Savvas und Robin John. Beide hatten Ende August auch großen Anteil am verdienten 28:24-Aufstaktsieg der Eintracht in der Nordfrost-Arena. „Diese Niederlage wurmt uns noch heute“, blickt Köhrmann auf den verpatzten Saisonstart zurück. „Wir waren in der Abwehr immer einen Schritt zu spät und haben vorne viel zu viele Bälle verworfen. Beides muss sich heute ändern.“

Personell haben die Jadestädter vor dem letzten Spiel des Jahres und der anstehenden EM-Pause kaum Sorgen: Lukas Kalafut, der nach seinem Kreuzbandanriss schon gegen Essen überraschend sein Comeback gefeiert hatte, wird auch heute wieder zum Kader gehören. Damit hat Köhrmann für den Innenblock seiner 6:0-Deckung wieder eine wichtige Alternative mehr in der Hinterhand. „Unser Auswärtsbilanz ist sicherlich ausbaufähig“, sagt der WHV-Coach. „Damit wollen wir heute anfangen.“ Ein Sieg wäre Gold wert für die Jadestädter, könnte man doch den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Zähler ausbauen.

Weihnachts-Krimi endet unentschieden

Nichts für schwache Nerven war das Heimspiel der Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV gegen TuSEM Essen: Nach 60 hochspannenden Minuten hieß es 32:32 (15:16) unentschieden in der Nordfrost-Arena. Vor rund 1300 Zuschauern konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Der erneut starke Kay Smits sicherte dem WHV mit seinem 14. Tor des Abends in der Schlusssekunde einen verdienten Punkt.

„Das Unentschieden ist ein gerechtes Ergebnis“, sagte Smits nach dem Abpfiff. Die Essener waren der erwartet starke Gegner – vor allem der Rückraum erwies sich als gewohnt treffsicher. „Mit unserer Defensive kann ich heute nicht zufrieden sein“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann. „In vielen Situationen fehlte uns die nötige Aggressivität. 32 Gegentore in einem Heimspiel sind zu viel. Wenn man kurz vor Schluss mit einem Tor hinten liegt und in der letzten Sekunde noch den Ausgleich macht, muss man natürlich froh über den einen Punkt sein.“

Während der 60 Minuten wechselte die Führung ständig hin und her, wobei kein Team um mehr als zwei Tore davon ziehen konnte. Justin Müller brachte den TuSEM rund zehn Sekunden vor Schluss mit 32:31 in Führung. Köhrmann nahm eine Auszeit und brachte mit Daniel Andrejew für Torhüter Dennis Doden den siebten Feldspieler. Mit Erfolg: Andrejew und der erneut starke Duncan Postel setzten die passenden Sperren, die Smits zum vielumjubelten Ausgleich nutzen konnte. Außerdem feierte Lukas Kalafut ein überraschendes Comeback bei den Jadestädtern.

WHV peilt nächsten Heimsieg an

Jahresendspurt in der 2. Handball-Bundesliga: Vier Punkte sind in den kommenden Tagen noch zu vergeben und mit weniger wollen sich Spieler und Verantwortliche des Wilhelmshavener HV auch nicht zufrieden geben. Die ersten zwei Zähler peilt Trainer Christian Köhrman mit seinem Team heute Abend (20 Uhr, Nordfrost-Arena) im Heimspiel gegen TuSEM Essen an.

„Wir haben gegen Saarlouis 50 Minuten lang sehr guten Handball gespielt“, blickt Köhrmann auf den jüngsten Heimauftritt und den 31:26 Erfolg über die Saarländer zurück. „Gegen Essen müssen wir allerdings noch eine Schippe drauflegen, weil der Gegner über noch mehr individuelle Qualität verfügt. Da kommt jede Menge Arbeit auf uns zu.“

Die Westfalen sorgten zuletzt mit einer Serie von sieben ungeschlagenen Spielen in Folge für Furore, verloren aber am vergangenen Wochenende knapp bei der HSG Konstanz. „Die Aggressivität in der Abwehr hat uns über weite Strecken gefehlt“, sagte TuSEM-Coach Jaron Siewert. „Auch der WHV verfügt über einen sehr beweglichen Rückraum. Wir müssen die Zweikämpfe wieder mit mehr Biss führen, wenn wir gewinnen wollen.“

Auch Köhrmann setzt im Duell mit den Essenern auf eine stabile Defensive. „Im Vergleich zu Saarlouis müssen wir noch ein paar Bälle mehr gewinnen. Auch die Torhüterparaden dürfen natürlich nicht fehlen.“ Hinter dem Einsatz von Tobias Schwolow steht noch ein Fragezeichen, auch Rutger ten Velde ist angeschlagen, wird aber wohl spielen können. Zum letzten Spiel des Jahres reisen die Jadestädter dann am kommenden Dienstag, 26. Dezember, zu Aufsteiger Eintracht Hildesheim.

Klarer Sieg im Kellerduell

Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV hat seine Hausaufgaben gemacht und das Kellerduell gegen Tabellennachbar HG Saarlouis klar mit 31:26 (17:12) Toren gewonnen. Vor rund 1000 Zuschauern in der Nordfrost-Arena übernahmen die Jadestädter nach nervösem Beginn schnell die Regie und zogen bis zur 50. Minute auf 28:18 davon. Spätestens hier war die Partie entschieden. Kay Smits steuerte 8/3 Tore zum wichtigen Heimerfolg bei, Kapitän Sebastian Maas war mit sechs Treffern zweitbester Werfer seines Teams.

Nach der schwachen Vorstellung in Hagen hatte Trainer Christian Köhrmann eine klare Steigerung von seinen Jungs verlangt – vor allem die Abwehrarbeit hatte dem Coach nicht gefallen. Seine Spieler enttäuschten ihn nicht: Janik Köhler und Matej Kozul organisierten die Abwehr geschickt und auch Torhüter Dennis Doden war früh mit den ersten Paraden zur Stelle. Und weil die Jadestädter auch im Angriff wieder die gewohnte Spielfreude zeigten, setzte sich der WHV nach verhaltenem Beginn von 2:2 über 6:3 auf 10:6 (20.) ab. Als Smits wenig später von der Linie traf, lagen die Gastgeber erstmals mit fünf Toren vorne (12:7/22.), diesen Vorsprung ließ man sich bis zur Pause nicht mehr nehmen (17:12).

Nach dem Wechsel wagte Saarlouis die Flucht nach vorne: Trainer Philipp Kessler ließ nun offensiv in der 3:2:1-Formation verteidigen. Aus dem Konzept brachte dies die Jadestädter aber nicht. Der WHV spielte weiter geduldig und nutzte seine Chancen konsequent. Maas erhöhte per Doppelpack auf 22:13 (39.) und als ein Dreher des Linskaußen zum 28:18 in die Maschen rollte, lag der WHV nach 50 Minuten sogar mit zehn Toren vorne.

Köhrmann nutzte die Gunst der Stunde zu zahlreichen Wechseln – und nahm seinem Team damit etwas den Wind aus den Segeln. Die Fehlerquote stieg und auch in Sachen Disziplin gab es nun den ein oder anderen Aussetzer. Die Folge: Saarlouis betrieb fleißig Ergebniskosmetik, der verdiente 31:26-Erfolg des WHV geriet aber nicht mehr in Gefahr.

W’Havener HV – HG Saarlouis 31:26 (17:12)
WHV: Doden (1. – 57./14 Paraden); Lüpke ab 57./1); Smits 8/3, Maas 6, Kozul 5, Vorontsov 4, Schwolow 3, Postel 3, Köhler 2, Wolterink, Drechsler, Ten Velde, Andrejew.
HGS: P. Schulz (1. – 30. und ab 40./10), Jonczyk (31. – 40./1); Muller 6, Andersson 6/2, Noll 3, Engels 3, Müller 3, Barkow 2, Leist 1, Kolodziej 1, Weissgerber 1, Murawski, M. Schulz, Polydore.
Schiedsrichter: Dedens/Geckert
Zuschauer:1040
Strafwürfe: 3/3 – 3/2
Strafminuten: 12 – 4

Köhrmann will Beton anrühren

Drei Spiele haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV in diesem Kalenderjahr noch zu bestreiten und in allen drei Partien geht es für die Jadestädter gegen direkte Konkurrenten um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Vor allem heute Abend im Duell mit dem Tabellennachbarn HG Saarlouis (Anwurf 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) zählen für die „Köhrmänner“ nur zwei Punkte. „Wir haben zuletzt in Hagen nicht unseren besten Handball gespielt“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Das muss heute Abend anders aussehen. Jeder Spieler muss an sein Limit gehen und darüber hinaus auch für seine Nebenleute mitarbeiten.“

Die Gäste aus dem Saarland haben gegen die Jadestädter bislang in vier Vergleichen noch nie gewonnen. Drei Siege, ein Unentschieden lautet die Bilanz aus Sicht des WHV. Da die Mannschaft der HG Saarlouis inzwischen aber auf einigen Positionen verändert wurde, ist die Belastbarkeit dieser Zahlenspiele eher fraglich. Ein Wiedersehen wird es heute auf jeden Fall mit Moritz Barkow geben: Der Kreisläufer, der die Jadestädter im Sommer mit unbekanntem Ziel verlassen hatte, hat Anfang November bei den Saarländern angeheuert – als Ersatz für den etatmäßigen Kreisläufer Peter Walz, der mit einem Kreuzbandriss wohl für den Rest der Saison ausfallen wird.

Beim WHV stehen Lukas Kalafut und Fabrice Lehmann weiterhin nicht zur Verfügung. Kalafut – sein angerissenes Kreuzband wird nicht operiert, sondern konservativ behandelt – befindet sich aber bereits wieder im Aufbautraining und macht laut Köhrmann gute Fortschritte. Im Kader fehlen wird heute auch Jonas Schweigart, der sich im Training erneut eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hat. Janik Köhler kann hingegen  auflaufen und ist einer der Eckpfeiler in den Planungen des WHV-Trainers. „Wir haben in Hagen defensiv nicht gut ausgesehen, heute brauchen wir Torwartparaden und Ballgewinne, um den Gegner möglichst oft im Umschaltspiel unter Druck zu setzen. Beton anrühren, lautet die Devise.“

Köhrmann fordert Steigerung

Nach zuletzt stark schwankenden Leistungen wollen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend wieder in die Erfolgsspur zurückkehren: Um 19.30 Uhr sind die Schützlinge von Christian Köhrmann beim punktgleichen  Aufsteiger Eintracht Hagen gefordert. „Wir müssen uns viel bewegen, hohes Tempo gehen und füreinander arbeiten“, fordert der WHV-Coach eine klare Steigerung von seinen Jungs.

Tobias Schwolow und Sebastian Maas haben verletzungsbedingt Teile der Trainingswoche verpasst, kehrten aber zuletzt in den Kreis der Mannschaft zurück und werden heute Abend ebenso zur Verfügung stehen wie Rückkehrer Rene Drechsler und Neuzugang Jörn Wolterink. Prunktsück des Aufsteigers, der heute mit einer Serie von 6:2 Punkten in die WHV-Partie geht, ist die aggressive 5:1-Abwehr. Köhrmann: „Die kannst du nur mit hohem Tempo und entsprechender Passgeschwindigkeit knacken.“

Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass die vorgezogene Partie des 17. Spieltags durchaus richtungsweisenden Charakter hat: Beide Teams sind derzeit punktgleich (10:22 Zähler) – der Gewinner hält Anschluss ans Ligamittelfeld, während der Verlierer weiter unten reinrutscht. Die Statistik spricht derweil für die Jadestädter: In der Aufstiegs-Saison 2015/16 gewann der WHV beide Vergleiche mit der Eintracht. Diese Serie gilt es heute Abend fortzusetzen.

Klare Niederlage in Hagen

Erneuter Rückschlag für die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Im Freitagabendspiel zogen die Jadestädter bei Aufsteiger VfL Eintracht Hagen klar mit 26:34 (15:17) Toren den Kürzeren und fielen nach der dritten Nierderlage in Folge in der Tabelle auf Rang 16 zurück. Beste Werfer im Team von Trainer Christian Köhrmann waren die Niederländer Kay Smits mit 7/3 Toren und Duncan Postel mit 5 Treffern.

Zu Beginn gerieten die Jadestädter zwar schnell mit 2:5 in Rückstand, fanden in der Folge aber besser in die Partie. Smits glich zum 5:5 aus (9.) und besorgte wenig später auch die erste Führung der Gäste (8:7/13). Als Evgeny Vorontsov auf 9:7 erhöhte und danach Smits und der eingewechselte Rene Drechsler die Zweitore-Führung der Gäste verteidigten, schien der WHV langsam Oberwasser zu bekommen. Vier Zeitstrafen in den folgenden zwölf Minuten warfen den Gast dann aber aus der Bahn. Hagen glich aus und nutzte die Überzahl geschickt zur 17:15-Pausenführung.

Nach Wiederbeginn erhöhte der Aufsteiger auf 19:15 und hielt den WHV danach auf Distanz. Die Jadestädter taten sich nun schwer, Lücken in der Hagener 5:1-Abwehr zu finden und scheiterten darüber hinaus einige Male an VfL-Keeper Dragan Jerkovic. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen konsequenter und zogen über 24:18 auf 30:22 davon (53.). Damit war die Partie vorzeitig entschieden. Der WHV gab sich auch in der Schlussphase keineswegs auf, konnte den Rückstand bis zum Abpfiff aber nicht mehr verringern und kassierte eine verdiente Niederlage.

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Schwache erste Halbzeit

Dieses Mal ließ sich der Favorit kein Bein stellen: Im Duell mit HBW Balingen-Weilstetten zogen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV klar den Kürzeren und unterlagen in der Nordfrost-Arena mit 22:29 Toren.  Vor allem in der ersten Halbzeit spielten die Gäste ihre Überlegenheit aus und sorgten beim 14:7-Pausenstand quasi für die Vorentscheidung. Kay Smits (8/1) und Tobias Schwolow (6) waren die besten Werfer des WHV.

Von Beginn an taten sich die Jadestädter schwer gegen die gut organisierte Balinger Deckung. Einfache Tore Fehlanzeige – im Gegenteil: Die Gastgeber kamen kaum einmal in gute Wurfpositionen und wenn doch, war HBW-Keeper Tomas Mrkva immer wieder zur Stelle. Defensiv hielten die Gastgeber in der Anfangsviertelstunde noch dagegen, doch mit zunehmender Spieldauer geriet man immer deutlicher ins Hintertreffen, weil Janik Köhler & Co. wenig Mittel gegen die wurfstarken HBW-Halbspieler Valantin Spohn und Lars Friedrich fanden.

WHV-Trainer Christian Köhrmann reagierte und brachte nach einer Auszeit frische Kräfte, um die Offensive zu beleben. Doch weder Rene Drechsler noch Neuzugang Jörn Wolterink, der nach nur zwei Trainingseinheiten sein Debüt gab, konnten dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Erst nach dem Wechsel (7:14) nahm der WHV-Express Fahrt auf: Mit mehr Bewegung und mehr Zug zum Tor erspielte man sich viele gute Möglichkeiten – die schlechte Chancerverwertung verhinderte aber ein besseres Ergebnis.

„Es war klar, dass wir gegen eine Mannschaft wie Balingen nur bestehen können, wenn bei uns alles passt“, sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. „Das war heute leider nicht der Fall. Mit dem Auftritt in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, die Chancen waren da – wir haben sie nur nicht konsequent genug genutzt.“

W’havener HV – HBW Balingen-Weilstetten 22:29 (7:14)
WHV: Doden (1. – 29. und bei einem 7m/4 Paraden), Lüpke (ab 29./6); Smits 8/1, Schwolow 6, Postel 3, Vorontsov 2/1, Maas 2, Köhler 1, Kozul, Andrejew, Drechsler, Wolterink, Ten Velde.
HBW: Mrkva (16), Maggaiz (bei zwei 7m/1); Spohn 8, Friedrich 6, Schönningsen 4, Foth 3, Gretarsson 3/2, Thomann 2/1, Wagner 1, Strobel 1, Schoch 1, Flohr, Stegefelt, Hausmann, Nothdurft, Runarsson.
Schiedsrichter: Dauben/Rohmer (Köln)
Zuschauer: 1086
Strafwürfe: 3/2 –  5/3
Strafminuten: 4 –  8

 

Wolterink-Debüt gegen HBW

Mit den eigenen Fans im Rücken haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV der Ligaspitze zuletzt das Fürchten gelehrt: Emsdetten und Bietigheim wurden klar besiegt und auch im Duell mit Spitzenreiter Bergischer HV schnupperten die Jadestädter bei der unglücklichen 26:27-Niederlage an einem Punktgewinn. Heute Abend (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) wollen die Köhrmann-Schützlinge die Serie ihrer beherzten Heimauftritte fortsetzen und auch gegen Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten punkten.

„Wir sind erneut klarer Außenseiter“, stellt WHV-Trainer Christian Köhrmann die Rollenverteilung vor dem Anpfiff klar. „Mit der Unterstützung unserer Fans haben die Jungs aber schon mehrfach gezeigt, zu welchen Leistungen sie in der Lage sind. Gegen den Bergischen HC blieb uns am Ende der verdiente Lohn verwehrt – heute gegen Balingen wollen wir uns die Punkte aber holen. Klar ist aber, dass uns eine Leistung wie zuletzt in Düsseldorf nicht ausreichen wird, um gegen eine derart starke Mannschaft wie die der Balinger zu bestehen.“

Bei jüngsten 20:23 bei den Rhein Vikings war die Fehlerquote im Spiel der Jadestädter zu hoch, um den starken Aufsteiger ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Köhrmann: „Dafür gab es sicherlich auch Gründe, aber ich will die dünne Personaldecke nicht als Alibi gelten  lassen. Die Leistung hat nicht gestimmt und deshalb ging die Niederlage auc vollkommen in Ordnung.“ Inzwischen hat sich die personelle Lage wieder etwas entspannt. Gegen HBW werden nur die verletzten Lukas Kalafut und Fabrice Lehmann fehlen – alle anderen Spieler stehen zur Verfügung. Das gilt auch für Rene Drechsler, der sich vor 14 Tagen bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss gegen Bietigheim am Sprunggelenk verletzt hatte und dadurch die Partie in Düsseldorf verpasst hatte.

Gespannt sein darf man auch auf der Debüt von Neuzugang Jörn Wolterink. „Er hat zweimal mit der Mannschaft trainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt Köhrmann. „Die Unterschiede zwischen der Verbandsliga und der 2. Bundesliga sind natürlich nicht wegzudiskutieren. Aber Jörn ist ein erfahrener Spieler, der sein Potenzial auf diesem Niveau schon bewiesen hat. Körper und Geist werden sich sehr schnell daran erinnern, wenn das Spiel erstmal läuft.“