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WHV verpflichtet Nils Torbrügge

Nächster Hochkaräter für den Wilhelmshavener HV: Nils Torbrügge wird die Handballer von der Jade ab der kommenden Saison unterstützen. Der 27-jährige Kreisläufer wechselt vom Bundesligisten HSG Wetzlar zu den Jadestädtern, wo er jetzt einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat, der im Falle des Nichtaufstiegs auch für die 3. Liga gilt.

Torbrügge ist nach Torhüter Jens Vortmann, der aus Leipzig in die Jadestadt wechselt, der zweite hochkarätige Neuzugang beim Spitzenreiter des 3. Liga Nord-West. Beide verbindet zudem eine gemeinsame Vergangenheit beim TSV GWD Minden. Der 1,94 Meter große Rechtshänder hat sämtliche Jugend- und Juniorenauswahlmannschaften des Deutschen Handball-Bundes (DHB) durchlaufen und soll beim WHV auch eine tragende Rolle in der Abwehr spielen. „Nils ist ein echter Kämpfertyp, der schnell die Herzen unserer Fans erobern wird“, sagt WHV-Geschäftsführer Florian Schulz. „Er verfügt über Erfahrung und Führungsqualitäten, die unsere Mannschaft in Zukunft brauchen wird.“

„Die Gespräche mit Dieter Koopmann und Christian Köhrmann waren durchweg positiv. Mir gefallen die sportlichen Ziele, die der WHV in Zukunft erreichen möchte und ich freue mich, dass ich der Mannschaft dabei helfen darf“, sagt Torbrügge. „Jetzt hoffe ich, dass der WHV aufsteigt, damit wir in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga voll angreifen können. Mit Jens Vortmann habe ich vier Jahre in Minden gespielt, ein ganz feiner Kerl und sportliche eine tolle Verpflichtung. Ich freue mich auch ihn, aber natürlich auch auf den Rest der Mannschaft.“

Saisonaus für Sebastian Maas

Die ersten Bilder hatten schon das Schlimmste befrüchten lassen – jetzt ist es bittere Realität: Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV muss im Meisterschafts-Endspurt und im Kampf um die Rückkehr in die 2. Bundesliga auf Sebastian Maas verzichten. Der 30-jährige Linksaußen zog sich beim 29:24-Erfolg seiner Mannschaft in Ahlen einen Kreuzbandriss im Knie zu und fällt damit für den Rest der Saison aus.

Eine MRT-Untersuchung am Montag sicherte die niederschmetternde Diagnose. „Eine bittere Nachricht für uns, aber insbesondere natürlich für Sebastian“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Jetzt müssen wir alle noch enger zusammenrücken.“ Maas hatte sich die Verletzung am Samstag in der ersten Halbzeit bei einem Gegenstoß zugezogen. Für den 30-Jährigen ist es bereits der zweite Kreuzbandriss seiner Karriere.

WHV-Arbeitssieg in Westfalen

Mit einem 29:24-Erfolg bei der Ahlener SG haben die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV ihre Tabellenführung in der Nord-Weststaffel behauptet. Dabei liefen die Gäste ihrer Form aber über weite Strecken hinterher und gerieten Mitte der zweiten Halbzeit folgerichtig mit 15:18 Toren in Rückstand. Erst in der Schlussphase besannen sich die Jadestädter wieder ihrer Stärken und warfen den letztlich ungefährdeten Sieg heraus. Neben Torhüter Primoz Prost überzeugte auch Kapitän Tobias Schwolow mit neun Toren.

Nach dem Abpfiff war Trainer Christian Köhrmann, der von seinem Team vor allem wieder mehr Stabilität in der Defensive verlangt hatte, nur bedingt zufrieden: „Wir hätten uns schon Ende der ersten Halbzeit deutlicher absetzen können, haben aber zwei, drei Bälle leichtfertig weggeworfen. Nach dem Wechsel dann zunächst das gleiche Bild. Erst in der Schlussviertelstunde lief es dann so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Trotzdem können wir – gerade was die Offensivleistung angeht – nicht zufrieden sein.“

Gegen tapfer kämpfende Gastgeber, die als Ligaschlusslicht mit dem Rücken war Wand stehen, taten sich die Jadestädter in den Zweikämpfen schwer und warfen oft aus schwierigen Positionen. In der Abwehr legte man im Vergleich zum Minden-Spiel zwar die geforderte Schippe drauf, agierte hier und da aber zu ungeduldig und fing sich in Durchgang eins gleich vier Gegentore per Abpraller ein. „Auch das müssen wir cleverer lösen“, ärgerte sich Köhrmann. „Wenn wir schon eine Minute oder mehr verteidigen, müssen wir uns am Ende auch dafür belohnen.“

Nach dem 15:18 ging dann aber ein Ruck durch die Mannschaft: In Überzahl gelangen die Anschlusstreffer zum 17:18, ehe Schwolow nach einem gehaltenen Prost-Siebenmeter für den Ausgleich sorgte. Danach setzte sich der WHV dank konzentrierter Abwehrarbeit und variablen Angriffen Tor für Tor ab und siegte letztlich verdient mit 29:24. Einziger echter Wermutstropfen war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Sebastian Maas, der sich schon im ersten Durchgang nach einem Gegenstoß am Knie verletzt hatte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Köhrmann: „Wir hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Nach dem MRT am Montag wissen wir mehr.“

Ahlener SG – W’havener HV 24:29 (12:13)
ASG:
Behrends (13 Paraden), Kröker; Bayer 6/1, Lemke 5, Sackmann 3, Rogowski 2/1, Fauteck 2, Seifert 2, Dommermuth 2, Hümmecke 1, Denert 1, Horn, Harbaum, Wiencek, Wunderlich.
WHV: Prost (18/1 Tor), Grunz; Schwolow 9, Ten Velde 5/2, Pust 4, Rozman 4, Postel 2, Maas 1, Sabljic 1, Schauer 1, Drechsler 1, Srsen.
Schiedsrichter: Maczeyzik/Blunck
Zuschauer: 620
Strafwürfe: 2/4 – 2/3
Strafminuten: 10 – 10

Warnung vor dem Schlusslicht

Zweites Auswärtsspiel in Folge für die Handballer des Wilhelmshavener HV: Nach dem knappen 32:31-Erfolg bei GWD Minden II müssen sich die Jadestädter am Samstagabend im Duell Letzter gegen Erster bei der Ahlener SG bewähren. Spielbeginn in der Friedrich-Ebert-Halle Ahlen ist bereits um 18.30 Uhr. WHV-Fans, die die Mannschaft nicht im Fanbus nach Westfalen begleiten, können im Internet live auf sportdeutschland.tv mitfiebern.

Auf den ersten Blick eine lösbare Aufgabe für den souveränen Spitzenreiter der Nord-Weststaffel, auch Trainer Christian Köhrmann will sich keineswegs vor der Favoritenrolle drücken. Dennoch warnt der Coach eindringlich davor, den Gegner zu unterschätzen: „Ahlen hat viele erfahrene Spieler dabei, die wissen, wie man den Körper einsetzt. Wir sind gut beraten, die Gastgeber ernst zu nehmen und eine Topleistung abzurufen.“ Beides gelang seinem Team beim ersten Aufeinandertreffen: In der heimischen Nordfrost-Arena setzte sich der WHV am sechsten Spieltag klar mit 33:25 (15:11) Toren durch. Beste Werfer waren seinerzeit Rutger ten Velde (9/3) und Rene Drechsler (8).

Im Vergleich zum Auftritt in Minden erwartet Köhrmann vor allem in der Defensive eine klare Steigerung. „In der ersten Halbzeit waren es noch individuelle Fehler – nach dem Wechsel hat dann aber komplett die Aggressivität gefehlt“, blickt der Coach zurück. „So dürfen wir uns natürlich nicht präsentieren. Wir haben das Spiel analysiert und ich gehe davon aus, dass wir gegen Ahlen wieder eine andere Mentalität an den Tag legen werden.“

Fehlen wird morgen nur Evgeny Vorontsov, der sich nach seiner Knieverletzung nach wie vor im Aufbautraining befindet. Mit dabei ist auch wieder Rechtsaußen Yannick Pust, der bereits in Minden ein ebenso starkes wie überraschendes Comeback gefeiert hatte.

Maas lässt den WHV jubeln

Knapper Sieg für den Wilhelmshavener HV: Im Auswärtsspiel beim TSV GWD Minden II haben sich die Drittliga-Handballer aus der Jadestadt am Abend knapp mit 32:31 (18:14) Toren durchgesetzt. In einer hart umkämpften Partie mussten die Gäste trotz zwischenzeitlicher Viertore-Führung in der Schlussphase den Ausgleich hinnehmen. Der entscheidende Treffer gelang Linksaußen Sebastian Maas 30 Sekunden vor dem Abpfiff. Bester Werfer war Yannick Pust, der mit sieben Toren ein starkes Comeback feierte.

Trotz des Erfolgs über die GWD-Reserve, die mit zahlreichen Spielern aus dem Bundesliga-Kader verstärkt wurde, war WHV-Trainer Christian Köhrmann mit dem Auftritt seines Teams nur bedingt zufrieden. „Offensiv haben wir das über weite Strecken sehr gut gelöst, auch wenn die Chancenverwertung speziell im zweiten Durchgang etwas zu wünschen übrig ließ. In der Abwehr haben wir aber viel zu viel zugelassen. Auch die ein oder andere Torwart-Parade habe ich vermisst.“

Gegen die offensive 3:2:1-Abwehr der Gastgeber agierte der WHV konsequent mit dem siebten Feldspieler und erspielte sich so immer wieder gute Möglichkeiten, die auch genutzt wurden. Vor allem Tim Rozman trat in der Anfangsphase als Torschütze in Erscheinung, auch Tobias Schwolow steuerte vier Treffer bei. So zogen die Gäste Mitte des ersten Durchgangs auf drei Tore davon und lagen bei Halbzeit mit 18:14 Toren vorne.

Nach dem Wechsel schmolz der Vorsprung dahin, weil Chancen ungenutzt blieben und der Defensive weiter die letzte Stabilität fehlte. Wenig überraschend fiel der Mindener Ausgleich und kurz vor Ende lagen die Gastgeber sogar mit 31:30 Toren vorne. Köhrmann: „In dieser Phase sind wir ruhig geblieben und haben die entscheidenden Angriffe wieder auf den Punkt gespielt. 32 Tore auswärts gegen diesen Gegner können sich sehen lassen – auf der Gegenseite sind 31 aber deutlich zu viel.“

GWD Minden II – W’havener HV 31:32 (14:18)
GWD II:
Grabitz (8 Paraden/1 Tor), Grabenstein (4.); Molz 6, Knorr 6/2, Korte 4, Nolting 3, Jungmann 3, Staar 2, Nowatzki 2, Richtzenhain 1, Mattausch 1, Strakeljahn 1, Savvas 1, Braun, Huckauf.
WHV: Prost (1.Hz und ab 48./7), Grunz (31.-48./1); Pust 7, Rozman 5, Schwolow 5/1, Sabljic 4, Schauer 4, Drechsler 3, Postel 3, Maas 1, Srsen, Ten Velde, Kozul, Konitz.
Schiedsrichter: Hochstein/Wiedenmann
Zuschauer: 136
Strafwürfe: 2/2 – 2/1
Strafminuten: 4 – 4

Primoz Prost geht – Jens Vortmann kommt

Erste Personalentscheidung beim Handball-Drittligisten Wilhelmshavener HV: Torhüter Primoz Prost wird die Jadestädter bereits im Sommer nach nur einer Saison wieder verlassen. Die vakante Stelle im Tor wird ab dem 1. Juli von Jens Vortmann besetzt. Der 32-jährige ehemalige Nationaltorhüter wechselt vom Bundesligisten SC DHfK Leipzig an die Jade und hat beim WHV einen Vertrag bis 30. Juni 2024 unterschrieben.

Obwohl auch Prost im Sommer 2019 einen Vierjahresvertrag bei den Jadestädtern unterschrieben hatte, trennen sich die Wege schon nach nur einer Spielzeit wieder. Die Gründe erläutert WHV-Geschäftsführer Florian Schulz: „Primoz Prost ist auf uns zugekommen und hat signalisiert, dass er mit seiner Familie gerne wieder zurück nach Süddeutschland gehen möchte. Diesem Wunsch haben wir entsprochen und ihm zum 30. Juni die Freigabe erteilt. Primoz hat versichert, dass er in den kommenden Monaten weiter alles dafür tun wird, dass wir unsere hochgesteckten Ziele auch erreichen. Am bisherigen Erfolg ist er sicherlich maßgeblich beteiligt.“

Auf der Suche nach einem möglichen Nachfolger wurde WHV-Manager Dieter Koopmann schnell fündig – bereits am vergangenen Montag wurde der neuerliche Transfer-Coup der Jadestädter offiziell eingetütet: Jens Vortmann hat einen langfristigen Vertrag über vier Jahre beim WHV unterschrieben, der im Falle des Nichtaufstiegs auch für die 3. Liga gilt. Der 32-jährige Torwart wechselt aus Leipzig an den Jadebusen. Auf der sportlichen Visitenkarte des gebürtigen Berliners stehen zwölf Länderspiele für Deutschland sowie die Bundesliga-Stationen HSV Hamburg, Füchse Berlin, GWD Minden und eben Leipzig. Bei seinem aktuellen Club steht Vortmann seit 2016 im Tor und führt das Team derzeit als Kapitän auf die Platte.

„Wir hatten neben Jens noch weitere Hochkaräter im Blick“, sagt Koopmann: „Aber am Ende haben langjährige Erfahrung, Persönlichkeit und ein intensiver Austausch mit ihm und seiner Familie klar für Jens Vortmann gesprochen. Dieser Transfer wird sicher nicht der letzte gewesen sein. Wir werden unseren Weg weitergehen mit dem Ziel, uns mit einer schlagkräftigen Mannschaft in der 2. Liga fest zu etablieren. Ich danke allen Beteiligten, die an der Verpflichtung mitgewirkt haben. Das ist ein riesen Paket. Toll, dass es uns gelungen ist, so eine Persönlichkeit von Wilhelmshaven und dem WHV überzeugen zu können.“

Auch Vortmann freut sich auf seine Aufgabe beim WHV: “Wir hatten sehr gute Gespräche. Meine Familie und ich sind sicher, dass das der richtige Schritt ist. Wir sind glücklich über die Wertschätzung, die uns in den Gesprächen entgegengebracht wurde. Der WHV ist ein Verein mit Tradition. Ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren sportlich viel erreichen können. Die Mannschaft hat ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.“

Die „40“ knapp verpasst

Die Handballer des Wilhelmshavener HV haben ihre Ausnahmestellung in der 3. Liga Nord-West einmal mehr eindrucksvoll untermauert: Im Heimspiel gegen die Bergischen Panther feierten die Jadestädter am Samstag nach furioser zweiter Halbzeit einen verdienten 39:22 (17:13)-Kantersieg. Vor mehr als 900 Zuschauern war der niederländische Nationalspieler Rutger ten Velde mit 14/4 Toren bester WHV-Werfer.

Zuvor hatte es 35 Minuten lang nicht nach einem derart deutlichen Sieg des Spitzenreiters ausgesehen. Im Gegenteil: Der WHV hatte immer wieder große Probleme mit dem Kleingruppen-Spiel der Gäste, kassierte viele Tore über den Kreis und darüber hinaus auch die ein oder andere Zeitstrafe zu viel. Erst Mitte der ersten Halbzeit nahm der WHV-Express erstmals Fahrt auf und zog von 8:7 auf 12:7 davon (23.). Kurz vor dem Wechsel trennten beide Teams dann schon sechs Tore (16:10) – bei Halbzeit mussten sich die „Köhrmänner“ aber mit einem 17:13 begnügen.

Als die Bergischen nach dem Wechsel wieder auf 16:17 herankamen, zog WHV-Trainer Christian Köhrmann schnell die Reißleine. Nach einigen Umstellungen gab es dann kein Halten mehr: Primoz Prost im Tor und seine Vorderleute rührten Beton an und vorne schepperte es fortan aus allen Lagen im Minutentakt. Vor allem Ten Velde zeigte sich in Torlaune, aber auch Tim Rozman und später der eingewechselte Fabrice Lehmann ließen sich kaum eine Gelegenheit entgehen. In der Schlussminute hatte der WHV noch die Chance, die „40“ vollzumachen – der letzte Angriff verpuffte aber wirkungslos.

„Wir haben uns lange Zeit nicht gut angestellt gegen das Kleingruppen-Spiel des Gegners“, monierte Köhrmann. „Erst nach dem Wechsel ging die Post richtig ab, weil wir die Paraden hatten und uns insgesamt besser bewegt haben.“ HSG-Trainer Marcel Mutz ging mit seinen Jungs hart ins Gericht: „Als der WHV ins Rollen kam, wurde es richtig peinlich für uns. Schade, weil wor zuvor 37 Minuten lang aus meiner Sicht überragend gespielt haben.“

W’havener HV – HSG Bergische Panther 39:22 (17:13)
WHV:
Prost (1. – 46./10 Paraden), Grunz (ab 46./6); Ten Velde 14/4, Rozman 5, Schauer 5, Schwolow 4, Lehmann 3, Postel 3, Drechsler 3, Konitz 2, Sabljic, Srsen, Maas
HSG: Eigenbrodt (1.-23. und ab 31./9), Conzen (23.-30./1); Weiß 5, Reinarz 3, Jesussek 3, Munkel 3, Heider 2, Ueberholz 2, Blum 1, Adams 1, Hinkelmann 1, Arnaud 1, Padeken
Schiedsrichter: Immel/Klein
Zuschauer: 919
Strafwürfe: 4/4 – 2/0
Strafminuten: 12 – 6

Die Panther kommen

„Nur“ noch fünf (statt sieben Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz haben die Handballer des Wilhelmshavener HV an dern Spitze der 3. Liga Nord-West. Der Grund: Die Rhein Vikings haben Insolvenz angemeldet, alle Spiele der Düsseldorfer wurden gestrichen und damit fehlen den Jadestädter eben diese zwei Zähler vom klaren Erfolg in der Hinrunde. Ungeachtet dessen wollen die „Köhrmänner“ ihre Siegesserie am Abend weiter ausbauen – und zwar mit einem Heimerfolg über die Bergischen Panther.

„Das ist eine erfahrene Mannschaft, sehr eingespielt und körperlich robust“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann mit Blick auf den heutigen Gegner. Zweimal haben sich beide Teams in dieser Saison bereits gegenübergestanden: Sowohl im Pokal (1. Runde), als auch in der Liga (beide Spiele in Wermelskirchen) behielten die Jadestädter nach Problemen im ersten Durchgang am Ende deutlich die Oberhand. „Wir müssen als Mannschaft verteidigen und viel in die Defensivarbeit investieren“, fordert der WHV-Coach. „Wir brauchen Ballgewinnen, um ins Umschaltspiel zu kommen. Besonderes Augenmerk gilt der Achse Rückraum-Kreis, die müssen wir schnell in den Griff bekommen.“

Personell hat sich die Ausgangslage im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert: Evgeny Vorontsov fällt weiter aus, hinter dem Einsatz von Yannick Pust steht weiter ein dickes Fragezeichen. Der junge Berliner konnte bislang nicht schmerzfrei trainieren und droht auch für die Panther-Partie auszufallen. Gut möglich, dass Fabrice Lehmann den Drittliga-Kader deshalb heute ergänzen wird. Köhrmann: „Tim Rozman hat in Spenge einen guten Rechtsaußen gespielt, auch Rene Drechsler hat mir im rechten Rückraum gefallen. Sollte Yannick erneut fehlen, stehen gute Alternativen parat.“

Noch einmal zurück zu den Vikings: Der plötzliche Rückzug hat aus WHV-Sicht einen bitteren Beigeschmack. Schon im Vorjahr hatten die Düsseldorfer als Zweitliga-Konkurrent des WHV Insolvenz angemeldet – die Saison seinerzeit aber zu Ende gespielt. Und die Vikings hatten dem WHV zum Rückrunden-Auftakt zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt abgeknöpft. „Am Ende fehlte uns ein Punkt, um drinzubleiben“, sagt WHV-Manager Dieter Koopmann. „Deshalb ist die Situation heute aus meiner Sicht mehr als unglücklich.“

WHV-Sieg im Spitzenspiel

Die Handballer des Wilhelmshavener HV bleiben auch im neuen Jahr in der Erfolgsspur: Im Spitzenspiel der 3. Liga Nord-West feierten die Jadestädter am Samstag bei Verfolger TuS Spenge einen hart erkämpften 29:27 (13:12)-Erfolg. Vor 800 Zuschauern, darunter viele Wilhelmshavener, die u.a. mit einem Fanbus angereist waren, überzeugte in der Offensive vor allem die rechten WHV-Angriffsseite mit Rene Drechsler (7 Tore) und Tim Rozman (5).

„Wir wussten, was hier in Spenge auf uns zukommt und haben die Aufgabe über weite Strecken ganz gut gelöst“, zeigte sich auch WHV-Trainer Christian Köhrmann mit dem ersten Pflichtspielauftritt seines Teams im neuen Jahr durchaus einverstanden. „Aber wir haben uns das Leben in vielen Situationen auch selber schwergemacht“, bemängelte der Coach. Schon in der ersten Halbzeit verpassten es die Jadestädter – trotz guter Abwehrarbeit und strukturierten Angriffen – den Gegner weiter als bis auf drei Tore zu distanzieren (8:5/20.). Köhrmann: „Grund dafür war in erster Linie die Chancenverwertung. Wir spielen uns viele freie Würfe raus – treffen aber zu selten ins Schwarze.“

Gleiches Bild in der zweiten Halbzeit: Auch hier gewannen die Jadestädter schnell Oberwasser, versäumten aber die frühe Vorentscheidung. „Beim Stand von 22:18 müssen wir den Gegner brechen“, so Köhrmann. „Stattdessen holen wir Spenge mit eigenen Fehlern und unnötigen Zeitstrafen wieder zurück.“ So waren die Westfalen, die sich nie aufgaben und vor allem im Umschaltspiel immer wieder Nadelstiche setzten, beim 22:22-Ausgleich wieder im Spiel und in der Schlussphase drauf und dran, dem Tabellenführer zumindest einen Punkt abzuknöpfen. Das ließ der WHV aber nicht zu: Rutger ten Velde und Drechsler warfen ihr Team mit 28:26 in Front, ehe Tobias Schwolow 90 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem letzten Treffer des Abends endgültig den Deckel draufmachte.

TuS Spenge – W’havener HV 27:29 (12:13)
TuS:
Räber, Becker; Gräfe 7, Holland 6/2, Harbert 5, Breuer 3, F. Prüßner 2/1, Brezina 2, Holtmann 1, Aufderheide 1, Reinsch, van Zütphen, Ortjohann, von Boenigk.
WHV: Prost, Grunz; Drechsler 7, Rozman 5, Schwolow 5/1, Ten Velde 3, Maas 3, Sabljic 3, Postel 1, Schauer 1, Konitz 1, Srsen.
Schiedsrichter: Arndt/Westphal
Zuschauer: 800
Strafwürfe: 3/4 – 1/1
Strafminuten: 4 – 8

WHV wünscht frohe Weihnachten

Mannschaft und Veranrwortliche des Wilhelmshavener HV wünschen allen Sponsoren, Fans und Zuschauern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Unsere Jungs werden den Ball nur kurz beiseite legen, denn schon am kommenden Freitag, 27. Dezember, bittet Trainer Christian Köhrmann sein Team wieder zum Training. Nach einer weiteren kurzen Silvester-Pause beginnt dann die Vorbereitung auf das erste Spiel im Jahr am Samstag, 11 Januar, bei Verfolger TuS Spenge. „Wir haben hohe Ziele und dürfen den Rhythmus nicht verlieren“, sagt Köhrmann.