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WHV stürmt die Spitze

Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben die Patzer der Konkurrenz genutzt und wie erhofft nach dem vierten Spieltag die Tabellenführung in der Nord-West-Staffel übernommen: Bei den Bergischen Panthern setzten sich die Jadestädter am Abend sicher mit 32:18 (15:12) Toren durch. Rutger ten Velde steuerte als bester Werfer seines Teams 8/5 Tore zum verdienten Auswärtserfolg bei.

Überrschattet wurde die Partie in Hilgen allerdings von der schweren Verletzung von Miladin Kozlina: Der 36-jährige Slowene kugelte sich kurz vor der Halbzeit bei einem Zweikampf die rechte Schulter aus und wurde noch am Abend ins Krankenhaus in Wermelskirchen eingeliefert. Dort soll ein MRT am Montag klären, wie schwer die Verletzung ist und wann der Slowene wieder nach Wilhelmshaven zurückkehren kann. „Wir wissen noch nicht genau, wie schlimm es ist“, sagte Manager Dieter Koopmann. „Aber ich gehe davon aus, das Miladin uns mindestens sechs Monate fehlen wird.“

Anders als im DHB-Pokal erwischten die Jadestädter am Sonntag einen Traumstart und zogen schnell auf 5:0 davon. Fehlwürfe und einige Unterzahlsituationen der Gäste nutzten die Panther nicht nur zum Ausgleich, sondern wenig später sogar zur 9:8-Führung (22.). Danach aber war der WHV am Drücker: Kapitän Tobias Schwolow sorgte per Doppelpack für die 15:12-Pausenführung – danach gab es kein Halten mehr: Mit sieben Tore in Folge zogen die Jadestädter auf und davon und lagen beim 25:15 zehn Minuten vor dem Abpfiff erstmals mit zehn Toren vorne. Am Ende waren es sogar 14.

„Mal abgesehen von der Schwächephase in der ersten Halbzeit habe ich an unserem Auftritt nicht viel auszusetzen“, sagte Trainer Christian Köhrmann. „Das Zusammenspiel Abwehr – Torhüter hat speziell nach dem Wechsel sehr gut funktioniert. Die Verletzung von Kozlina ist natürlich ein herber Verlust für uns. Jetzt gilt es, die Aufgaben neu zu verteilen. Jeder Spieler muss in Zukunft noch ein paar Prozent mehr geben.“

Bergische Panther – W’havener HV 18:32 (12:15)
HSG:
Eigenbrod (12 Paraden), Conzen; Blum 4/3, Jesussek 3, Arnaud 3, Munkel 3, Hinkelmann 2, Reinarz 2, Heider 1, Adams, Padeken, Schneider, Weiß
WHV: Prost (17), Grunz; Ten Velde 8/5, Maas 7, Schwolow 6, Vorontsov 4, Postel 3, Konitz 2, Rozman 1, Drechsler 1, Schauer, Kozlina, Kozul
Schiedsrichter: Bargmann/Stein
Strafwürfe: 5/3 – 7/5
Strafminuten: 8 – 4

Pokalsieg wiederholen

Im Gastspiel bei den Bergischen Panthern peilen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener heute am späten Nachmittag Saisonseg Nummer vier an. Das Duell mit dem Vorjahresdritten der Weststaffel wird um 17 Uhr in der Max-Siebold-Halle in Hilgen angepfiffen. Im DHB-Pokal behielten die Jadestädter im Duell mit den Panthern klar die Oberhand. „Auch heute
wollen wir die Halle als Sieger verlassen“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann.

Es war allerdings nicht alles Gold, was im DHB-Pokal vor vier Wochen glänzte. Eine Halbzeit lang machte sich der WHV das Leben selbst schwer. Fehlende Konsequenz in der Verwertung von Großchancen hatte Köhrmann als Hauptursache für den 11:14-Pausenrückstand seinerzeit ausgemacht. „Darüber hinaus haben wir auch den ein oder anderen technischen Fehler zu viel gemacht“, blickt der WHV-Trainer zurück. „Wir wissen, was auf uns zukommt und wollen über 60 Minuten eine konstant
gute Leistung bringen.“

Konstant gut vor die Leistung in Durchgang zwei der Pokal-Begegnung: Stark in der Defensive und konsequent im Umschaltspiel nahm der WHV den Panthern in 30 Minuten neun Tore ab und behielt letztlich ungefährdet mit 30:24 die Oberhand. „Der Gegner hat eine erfahrene Mannschaft und wird eigene Lehren aus dem DHB-Pokal gezogen haben“, weiß Köhrmann. Bei den Gästen wird der verletzte Rechtsaußen Yannick Pust weiterhin fehlen – alle anderen Akteure sind fit. Auch Ko-Trainer Matej Kozul
steht für einen erneuten Einsatz bereit. „Alle Spieler müssen ihre Leistung bringen“, fordert der Trainer. „Totalausfälle wie in den letzten Wochen dürfen wir uns nicht erlauben.“

Was passieren kann, wenn die eigene Leistung nicht stimmt, erfuhren am Samstag zwei Konkurrenten um den Staffelsieg: Sowohl Eintracht Hagen (27:27 in Lemgo), als auch Schalksmühle (23:23 im Heimspiel gegen Aufsteiger OHV Aurich) büßten ihre bislang weißen Westen ein. Gewinnt der WHV bei den Bergischen, wären die Jadestädter erstmals Tabellenführer.

WHV wahrt „weiße Weste“

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV bleibt in der Nord-West-Staffel weiter unbesiegt: Im zweiten Heimspiel der Saison setzten sich die Jadestädter gegen den bis dato ebenfalls noch unbesiegten TuS Spenge unter dem Strich verdient mit 30:28 (13:13) Toren durch. Großen Anteil am Erfolg hatte Bartosz Konitz, der sich für seine starke Leistung mit sechs Toren belohnte.

Trotz des dritten Siegs im dritten Spiel waren Akteure und Verantwortliche des WHV einmal mehr nicht rundum zufrieden mit der Leistung des Teams. „Wir machen uns das Leben immer wieder selbst schwer“, sagte der starke Sebastian Maas nach dem Abpfiff. Auch Trainer Christian Köhrmann hatte einiges zu bemägeln: „Es gibt leider in jedem Spiel ein paar Totalausfälle bei uns – auch heute wieder. Jeder Spieler ist aufgefordert, weiter hart an sich und seiner Form zu arbeiten. Es kann nicht sein, dass einige Wenige das Leistungsniveau der gesamten Mannschaft nach unten ziehen.“

Nach ausgeglichenem Beginn bekamen die Gastgeber die Partie Mitte der ersten Durchgang besser in den Griff. Der WHV versäumte es aber, sich schon in dieser Phase vom Gegner abzusetzen. „Wir ein paar falsche Entscheidungen zu viel getroffen“, sagte Evgeny Voronstov. „Dadurch war der Gegner immer wieder im Spiel.“ Nach dem Wechsel (13:13) zogen die Jadestädter dann endlich davon. 20:16 hieß es nach 40 Minuten, doch erneut gelang es nicht, diesen Vorsprung zu behaupten oder gar auszubauen.

So war Spenge beim 21:21 wieder dran am WHV, der in der spannenden Schlussphase aber die Nerven bewahrte und sich vor allem auf seine Routiniers verlassen konnte: Primoz Prost parierte einige Bälle, während vorne neben Konitz vor allem Maas und Vorontsov kühlen Kopf bewahrten und ihre Chancen nutzten. „Am Ende spielt der WHV das einfach clever zu Ende“, sagte TuS-Coach Heiko Holtmann. „Glückwunsch zum unter dem Strich verdienten Erfolg.“

W’havener HV – TuS Spenge 30:28 (13:13)
WHV: Prost (14 Paraden), Grunz; Konitz 6, Schwolow 6/5, Maas 5, Vorontsov 5, Sabljic 3, Drechsler 2, Rozman 2, Schauer 1, Ten Velde, Postel, Kozlina, Lehmann
TuS: Räber (1.-51./7), Becker (ab 51./2); Tesch 6, L. Prüßner 5, Reinsch 4, Ortjohann 3, Breuer 3, F. Prüßner 3/1, Gräfe 1, P. Holtmann 1, von Zütphen 1, Holland 1, Aufderheide, von Boenigk

Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt (Kaiserau)
Zuschauer: 974
Strafwürfe: 5/5 – 2/1
Strafminuten: 8 – 10

Heute erstes Spitzenspiel

Es sind zwar erst zwei Partien gespielt, aber heute Abend steht für den WHV das erste Spitzenspiel in der 3.Liga Nord-West auf dem Programm: Genau wie die Jadestädter hat auch der TuS Spenge seine beiden Auftaktpartien gewonnen. In Gummersbach setzte sich die Mannschaft von Trainer Heiko Holtmann mit 28:24 durch und schickte in der Vorwoche die Rhein Vikings mit 35:27 Toren auf die Heimreise. „Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, wenn wir unsere weiße Weste verteidigen wollen“, sagt Köhrmann. „Aber wie heißt es so schön: Wir haben in allen Bereichen noch jede Menge Luft nach oben.“

Jadestädter siegen ungefährdet

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Nach dem mühsamen Auftakterfolg über Longerich legten die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im ersten Auswärtsspiel beim Leichlinger TV eine Schippe drauf und gewannen am Ende ungefährdet mit 27:23 (12:12) Toren. Bester Werfer war erneut Tobias Schwolow, der sich achtmal in die Torschützenliste eintrug.

Steigerung ja, aber so richtig zufrieden war Trainer Christian Köhrmann mit dem zweiten Ligaauftritt seiner Jungs nicht: „Der Start war gut, aber danach wurde unsere Mängelliste immer länger. Statt 10:3 führen wir nach 20 Minuten nur 10:8. Das war unnötig“, ärgerte sich der WHV-Coach über die Spielweise seines Teams und über den Halbzeitstand von 12:12.

Mehr auf den Punkt und damit deutlich erfolgreicher spielten die Jadestädter erst in der zweiten Halbzeit. Verlassen konnten sich die Gäste dabei auf Schwolow, die guten Außen Evgeny Vorontsov und Sebastian Maas sowie auf den eingewechselten Torhüter Angelo Grunz. Auch Spielmacher Kuno Schauer kassierte ein Lob seines Trainers.

Leichlinger TV – W’havener HV 23:27 (12:12)
LTV:
Ferne (9 Paraden), Mathes 2 Paraden; Jagienak 7, Kübler 3, Meurer 3, Schneider 3, Blum 3/3, Gelbke 2, Natzke 1, Richartz 1, Graef, Rosendahl, Sivanathan, Senden
WHV: Prost (1.-30./5), Grunz (31.-60./5); Schwolow 8/1, Vorontsov 6/2, Maas 4, Rozman 4, Schauer 3, Sabljic 2, Kozlina, Konitz, ten Velde, Drechsler, Pust, Postel
Schiedsrichter: Bendel/Schulte-Coerne (Wickede/Dortmund)
Zuschauer: 300
Siebenmeter: 5/3 – 3/3
Strafminuten: 2 – 0

Holpriger Start

Das war knapp: Zum Saisonauftakt in der 3. Handball-Liga Nord-West mühte sich der Wilhelmshavener HV am Abend in der Nordfrost-Arena zu einem knappen 27:25 (15:13)-Heimerfolg über den Longericher SC Köln. Garanten für den Arbeitssieg waren Torhüter Primoz Prost mit 23 Paraden und der zehnfache Torschütze Tobias Schwolow, während viele andere Spieler zum Auftakt weit von ihrer Normalform entfernt waren.

Trotz guter Abwehrleistung schaffte es der WHV nicht, tapfer kämpfende Kölner frühzeitig zu distanzieren, obwohl es reichlich Chancen dazu gab. Hinten ließen Prost und die Innenblock-Spieler Stanko Sabljic und Miladin Kozlina kaum etwas anbrennen – nur mit dem Ball wussten die Jadestädter herzlich wenig anzufangen. Das Umschaltspiel stockte und weil viele Chancen ungenutzt blieben, hieß es zur Pause nur 15:13 für den WHV.

Nach dem Wechsel wurde es noch schlimmer aus Sicht der Gastgeber: Nervosität machte sich breit, Longerich bekam Oberwasser und glich nach 44 Minuten zum 20:20 aus. Schlimmer noch: Wenig später führte der Gast sogar mit 24:22 und kratzte damit an der Überraschung des ersten Spieltags. Dass es dazu nicht kam, lag an Matej Kozul, der von Trainer Christian Köhrmann kurzfristig reaktiviert worden war.

Der 27-Jährige brachte Ruhe ins Spiel, machte keine Fehler und schaffte Räume für seine Nebenleute, die Rutger ten Velde und Schwolow (2) in der Schlussphase zur Entscheidung nutzten (27:24/59.). „Wir haben uns das Leben selber schwergemacht und den Gegner durch unsere Fehler im Spiel gehalten“, ärgerte sich Köhrmann. „Letztlich freuen wir uns über die zwei Punkte, an allem anderen müssen wir arbeiten.“

W’havener HV – Longericher SC 27:25 (15:13)
WHV:
Prost (23 Paraden), Grunz (bei einem 7m); Schwolow 10/1, Ten Velde 5, Pust 3, Postel 2, Drechsler 2, Rozman 1, Kozlina 1, Schauer 1, Vorontsov 1, Konitz 1, Kozul, Sabljic, Maas.
LSC: Inzenhofer (1.-28/6), Ruch (ab 28./6); Schlösser 8/6, Hartmann 5, Koenen 4, Johnen 3, Schulz 2, Zerwas 2, Pyszora 1, Peters, Thöne, Lux, Mestrum, Wolf, Dahlke.
Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Flensburg)
Zuschauer: 1015
Strafwürfe: 1/1 – 6/6
Strafminuten: 8 – 4

Longerich heute erster Gegner

Mit dem Heimspiel gegen den Longericher SC startet der Wilhelmshavener HV heute Abend in die 3. Liga Nord-West. Anwurf in der Nordfrost-Arena ist um 20 Uhr – dann beginnt für die Jadestädter die „Mission Wiederaufstieg“. Nach dem Zweitliga-Aus haben die Verantwortlichen ein Team auf die Beine gestellt, das auf den ersten Blick stärker ist als die Zweitliga-Truppe vor einem Jahr. „Wir wollen wieder hoch, weil wir in die 2. Bundesliga gehören“, sagt Manager Dieter Koopmann. „Die personellen Voraussetzungen stimmen – ein Selbstläufer das deshalb aber noch lange nicht.“

„Das Pokalspiel gegen die Panther sollte ein Weckruf gewesen sein“, blickt Trainer Christian Köhrmann auf den Wackelstart im DHB-Pokal zurück. „Erst in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle.“ Mit mehr Konzentration und kompromissloser Abwehrarbeit drehte der WHV den 11:14-Pausenrückstand zum 30:24-Sieg. Ein ähnliches Resultat wäre auch heute Abend sicher ganz im Sinne der WHV-Verantwortlichen – aber Vorsicht ist geboten.

Nicht alle Spieler haben die Vorbereitung unbeschadet überstanden: Auf einigen Positionen drückt der Schuh vor dem ersten Liga-Anpfiff. „Leider waren wir noch in keiner Trainingseinheit wirklich komplett“, sagt Köhrmann. „Kurzfristig können wir damit umgehen, aber ich brauche alle Spieler fit, damit die Mannschaft schnell ihren Ligy-Rhythmus findet.“ Der Longericher SC, im Vorjahr Sechster der Weststaffel, hat im Sommer ebenfalls aufgerüstet: Als Königstransfer gilt Kreisläufer Bennet Johnen, der von Zweitliga-Absteiger Rhein Vikings nach Köln wechselte. Ansonsten baut SC-Trainer Andreas Klisch auf eine eingespielte Truppe, die ihre Stärken in der Offensive hat. „Longerich sucht immer den schnellen Weg nach vorne und geizt nicht mit Abschlüssen“, weiß Köhrmann.

Benefizspiel gegen PGE Vive Kielce

Drei Tage vor dem ersten Punktspiel gegen den Longericher SC (Freitag, 23. August, 20 Uhr, Nordfrost-Arena) hält Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV für seine Fans einen besonderen Leckerbissen bereit: Mit einem Testspiel gegen den polnischen Serienmeister KS Vive Kielce werden die Jadestädter die Saison 2919/20 offiziell eröffnen. Die Partie findet am Dienstag, 20. August, um 20 Uhr in der Nordfrost- Arena statt. Karten zu regulären Punktspielpreisen sind in der WHV-Geschäftsstelle am Bismarckplatz erhätlich.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Fans kurz vor dem Saisonauftakt dieses Highlight anbieten können“, sagt WHV-Manager Dieter Koopmann. „Wir sind immer noch glänzend vernetzt und stolz darauf, dass uns der Coup mit Kielce gelungen ist. Ein Spiel gegen ein Spitzenteam von dieser Qualität sollten sich unsere Anhänger auf keinen Fall entgehen lassen. Wir werden die Gelegenheit nutzen, unsere neue Mannschaft zu diesem Anlass offiziell zu präsentieren und die neue Saison damit standesgemäß einzuläuten.“

Die Erlöse der Partie wandern nicht in die Vereinskasse, wie Koopmann klarstellt. „Abzüglich aller Kosten werden wir die Einnahmen an den Förderverein des Wilhelmshavener Kinder- und Jugendhospiz ‚Joschuas Engelreich‘ spenden“, sagt der WHV-Manager. „Menschen, die sich um die Belange schwerstkranker Kinder kümmern, verdienen unseren vollsten Respekt. Deshalb unterstützen wir diess tolle Projekt nur allzu gerne.“

Die Polen, die vom ehemaligen spanischen Welthandballer Talant Duschebajew trainiert werden, sind seit 2012 ununterbrochen Landesmeister und krönten ihre rasante sportliche Entwicklung der letzten Jahre mit dem Gewinn der Champions- League 2016. In diesem Jahr landete Kielce beim Final-4-Turnier in Köln auf Rang vier. Zum hochkarätig besetzten Kader gehört seit einigen Wochen auch der deutsche Nationaltorhüter Andreas Wolff. Außerdem dabei: Die Duschebajew-Söhne Daniel und Alex, der kroatische Nationalspieler Igor Karacic und der französische Kreisläufer Romaric Guillo.

Lemgo eine Nummer zu groß

Die Überraschung in der 1. Runde des DHB-Pokals blieb aus: Im Finale des First-4-Turniers in Wermelskirchen zogen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener gegen den favorisierten TBV Lemgo Lippe klar den Kürzeren. Nach 60 Minuten behielt der Erstligist klar mit 40:23 (19:13) Toren die Oberhand und zog damit souverän ins Achtelfinale ein.

„20 Minuten lang machen wir vieles richtig, um die Partie dann mit ein paar schlechten Aktionen wegzuwerfen“, bilanzierte WHV-Trainer Christian Köhrmann das Pokal-Aus seiner Jungs. „Diese Vielzahl technischer Fehler darf man sich gegen einen Erstligisten natürlich nicht erlauben. Wir haben Lemgo damit voll in die Karten gespielt.“ In der Tat bedankte sich der Erstligist für die Geschenke mit einer ganzen Reihe an Gegenstößen und zog binnen weniger Minuten von 13:10 (22.) auf 19:13 davon (Halbzeit).

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Der WHV – um Ergebnis-Korrektur bemüht, aber oft mit der Brechstange und weiter mit vielen schlechten Entscheidungen – wurde immer wieder ausgekontert und sah sich folgerichtig schnell mit einem 10-Tore-Rückstand konfrontiert. Köhrmann schonte in der Folge zahlreiche Stammkräfte und brachte unter anderem seinen Ko-Trainer Matej Kozul auf die Platte, der den Kader nach den Ausfällen von Miladin Kozlina (weiter verletzt) und Sebastian Maas (Zusammenprall am Vortag) aufgefüllt hatte. Lemgo spulte sein Programm weiter konsequent herunter und zog durch einen klaren 40:23-Erfolg ins Pokal-Achtelfinale ein.

W’havener HV – TBV Lemgo Lippe 23:40 (13:19)WHV: Prost (1.-20. und ab 45./6), Grunz (21.-45.); Schwolow 5, Drechsler 5, Ten Velde 4, Vorontsov 2, Postel 2, Schauer 2, Rozman 1, Pust 1, Kozul 1, Sabljic, Konitz.
TBV: Johannesson (1.-30./5), Wyszomirski (ab 31./5); Zerbe 8, Elisson 8, Cederholm 4, Hangstein 4, Engelhardt 4, Theuerkauf 3, Guardiola 2, Klimek 2, Baijens 2, van Olphen 2, Rose 1, Schagen.
Schiedsrichter: Hannes/Hannes (Frankfurt/Aachen)
Zuschauer: 437
Strafwürfe: 1/1 – 2/2
Strafminuten: 8 – 2

Heute Finale gegen Lemgo

Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben beim Erstrunden-Turnier des DHB-Pokals wie erhofft das Finale erreicht: In Wermelskirchen setzten sich die Jadestädter gegen die gastgebenden Bergischen Panther letztlich souverän mit 30:24 (11:14) Toren durch. Im Finale trifft das Team von Trainer Christian Köhrmann heute um 16 Uhr auf den TBV Lemgo Lippe.

Die Partie gegen den künftigen Ligakonkurrenten und letztjährigen Dritten der 3. Liga West begann zäh aus Sicht der Jadestädter, die in den ersten 30 Minuten nicht zu ihrem Spiel fanden, viele Fehler machten und dadurch zur Pause verdient mit 11:14 in Rückstand gerieten. Erst nach einem „Weckruf“ in der Kabine spielte der WHV so, wie es sich die Verantwortlichen von ihrer neu zusammengestellten Mannschaft erhofft hatten. Mit fünf Toren in Folge drehten die Gäste die Partie in der Schwanenhalle und bauten ihre Führung in der Folge auf fünf Tore aus. Diesen Vorsprung gab man nicht mehr aus der Hand und siegte am Ende verdient mit 30:24 Toren. Bester Werfer war Linksaußen Rutger ten Velde – der junge Niederländer war insgesamt siebenmal erfolgreich.

Im Finale muss der WHV heute Nachmittag (Anpfiff 16 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) mindestens eine Schippe drauflegen, wenn man gegen den favorisierten Erstligisten TBV Lemgo Lippe bestehen will. Die Mannschaft von Trainer Florian Kehrmann ließ dem Nord-Ost-Drittligisten Eintracht Hildesheim beim klaren 37:26 (20:12)-Erfolg keine Chance. Lemgo war von Beginn an hellwach und lag bereits nach zehn Minuten mit 8:2 Tore vorne. Nur der Sieger des „First4-Finals“ zieht in die 2. Runde des DHB-Pokals ein.

HSG Bergische Panther – W’havener HV 24:30 (14:11)
HSG
: Eigenbrod (1.-45./7 Paraden), Conzen (ab 45./1); Reinarz 5, Zapf 4, Blum 4, Jesussek 3, Weiss 3, Heider 2, Hinkelmann 2, Arnaud 1, Adams, Munkel, Schneider, Padeken
WHV: Prost (1.-30./2), Grunz (ab 31./9); Ten Velde 7, Schwolow 6/3, Rozman 5, Pust 4, Vorontsov 3, Drechsler 3, Postel 1, Schauer 1, Konitz, Maas, Sabljic
Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich (Berlin)
Zuschauer: 634
Strafwürfe: 2/2 – 3/3
Strafminuten: 10 – 8