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Klarer Sieg zum Abschluss

Die Drittliga-Handballer haben auch ihr letztes Pflichtspiel in 2019 gewonnen und gehen mit dem klaren Vorsprung von sieben Zählern an der Tabellenspitze ins neue Jahr. Zum Abschluss feierten die Jadestädter am Samstag einen klaren 35:23 (16:14)-Erfolg über den Leichlinger TV. Vor mehr als 1000 Zuschauern waren die Linkshänder Yannick Pust (9 Tore) und Tim Rozman (6) die besten Werfer im Team von Trainer Christian Köhrmann.

Es war ein typisches WHV-Heimspiel: Anfangs mit Problemen, danach Herr der Lage und kurz nach dem Seitenwechsel mit der schnellen Entscheidung. Zu schnelle Abschlüsse und individuelle Fehler in der Abwehr hatten gegen cleverer Gäste einen 3:7-Rückstand zur Folge, der die Jadestädter aber nur kurz beeindruckte. Rutger ten Velde traf in Überzahl zur ersten WHV-Führung (10:9), Leichlingen blieb aber dran (14:14) und lag auch zur Pause (16:14 für den WHV) keinesfalls aussichtslos im Hintertreffen. „Mit der Anfangsphase war ich natürlich nicht zufrieden“, sagte Köhrmann, der schon nach knapp fünf Minuten zur ersten Auszeit gebeten hatte. „Das einzig Positive an der ersten Halbzeit war, dass wir mit einer Führung in die Kabine gegangen sind.“

Nach dem Wechsel spielten die Jadestädter dann groß – oder besser gesagt schnell – auf. Jeder Leichlinger Fehler wurde eiskalt im Umschaltspiel bestraft, als effektive Gegenstoß-Maschine erwies sich einmal meh Rechtsaußen Yannick Pust, der am Ende neunmal einnetzte. Spätestens beim Stand von 28:20 (50.) war die Partie längst entschieden. Und weil den Gästen auf der Zielgeraden endgültig der Sprit ausging, raste der WHV-Express noch einem deutlichen 35:23-Heimerfolg. Parallel zog der TuS Spenge in Düsselforf mit 25:26 Toren den Kürzeren und bescherte den Jadestädtern damit einen Siebenpunkte-Vorsprung an der Tabellenspitze.

W’havener HV – Leichlinger TV 35:23 (16:14)
WHV:
Prost (18 Paraden), Grunz (bei einem 7m); Pust 9, Rozman 6, Maas 6/2, Schauer 4, Schwolow 4/1, Ten Velde 3, Konitz 2, Sabljic 1, Postel, Drechsler.
LTV: Mathes (1.-45./7), Ferne (ab 45./2); Novickis 9/5, Schneider 8, Gelbke 4, Kuebler 1, Jageniak 1, Zlauf, Sivanathan, Rosendahl, Richartz, Blum, Graef, Natzke.
Schiedsrichter: Lauenroth/Surrow
Zuschauer: 1037
Strafwürfe: 5/3 – 8/5
Strafminuten: 8 – 10
Disqualifiktion: Schneider (LTV/58.)

Topleistung im Spitzenspiel

Der Wilhelmshavener HV hält weiter Kurs auf den Staffelsieg und die Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga: Im Topspiel der 3. Liga Nord-West setzte sich der souveräne Spitzenreiter klar mit 31:25 (16:12) Toren bei Verfolger Longericher SC durch und erwischte damit einen optimalen Start in die Rückrunde. Tobias Schwolow steuerte als bester Werfer zehn Tore (darunter fünf Strafwürfe) zum verdienten Erfolg in Köln bei. Auch Torhüter Primoz Prost überzeugte.

Nach WHV-Turbostart (5:1/8.) schlossen die Gastgeber in der Folge zwar zum 6:7 auf, die Jadestädter ließen sich aber zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen: Schwolow (vom Punkt), der auffällige Yannick Pust und Tim Rozman (als Linkshänder aus dem linken Rückraum) sorgten schnell wieder für Ruhe (10:6). Auch zur Pause hatten die Gäste mit vier Toren die Nase vorn, weil Kuno Schauer kurz vor der Sirene noch einmal einnetzte.

Nach dem Wechsel machte der WHV dann schnell alles klar: Mit sieben Toren in sieben Minuten zog der Spitzenreiter auf 24:15 davon und brachte die Partie in der Folge mehr oder weniger konzentriert über die Runden. Trainer Christian Köhrmann nutzte die Chance zu einigen Wechseln und verhalf u.a. Rutger ten Velde nach Daumenbruch zu einem Kurz-Comeback. „Wir hätten am Ende sicherlich höher gewinnen können, aber unter dem Strich sind wir zufrieden. Wenn die Schiedsrichter eine andere Linie hinsichtlich des passiven Spiels gehabt hätten, wäre sicherlich noch der ein oder andere Torwurf mehr für uns dringewesen.“

Longericher SC – W’havener HV 25:31 (12:16)
WHV:
Prost (1.-48./10 Paraden/1 Tor), Grunz (ab 48./2); Schwolow 10/5, Pust 7, Maas 5/1, Rozman 4, Schauer 3, Sabljic 1, Postel, Drechsler, Srsen, Konitz, Ten Velde, Kozul.
Schiedsrichter: Ahlgrimm/Backwinkel
Zuschauer: 451
Strafwürfe: 0 – 6/6
Strafminuten: 4 – 10
Disqualifikation: Johnen (LSC/30.)

Freitag Spitzenspiel in Longerich

Mit der Partie beim Longericher SC starten die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Freitagabend in die Rückrunde. Anwurf in Köln ist um 20 Uhr, WHV-Fans können das Spitzenspiel des Verfolgers gegen den Tabellenführer live auf sportdeutschland.tv mitverfolgen. Im Hinspiel behielten die Jadestädter zum Saisonauftakt in der Nordfrost-Arena knapp mit 27:25 Toren die Oberhand.

“Longerich zählt nicht unsonst zu unseren ärgsten Verfolgern”, zollt WHV-Trainer Christian Köhrmann den Gastgebern Respekt. “Sie spielen sehr variabel und sind immer für eine Überraschung gut. Aber wir haben uns intensiv vorbereitet und wollen auch das Rückspiel für uns entscheiden.” Auch Abwehrchef Stanko Sabljic verspürt eine Extra-Motivation: “Der Gegner hat in dieser Saison in eigener Halle noch nicht verloren. Es ist unser Ziel, dass diese Serie am Freitag reißt.”

Dabei müssen die Jadestädter auf den am Knie verletzten Linkshänder Evgeny Vorontsov verzichten, der im Jahr 2019 sicherlich nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Auch der niederländische Nationalspieler Rutger ten Velde wird nach seiner Handverletzung wohl eher (noch) nicht im WHV-Kader stehen. Alle weiteren Spieler wollen einen der schärfsten Verfolger mit einem weiteren Sieg weiter abhängen.

Nächster Sieg im Geduldsspiel

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat auch die letzte Hürde in der Hinrunde gemeistert und sein Heimspiel gegen Aufsteiger LIT Tribe Germania am Ende souverän mit 29:21 (16:14) Toren gewonnen. So richtig zufrieden waren die Spieler und Trainer Christian Köhrmann mit dem Zustandekommen des 13. Saisonsiegs aber nicht. „Insgesamt müssen wir Aufgaben wie diese einfach cleverer lösen.“

Ähnlich wie die meisten Gegner, nahmen auch die Ostwestfalen das Tempo aus der Partie. „Entschleunigen“ nannte LIT-Trainer Daniel Gerling diese Taktik, die lange Zeit auch erfolgreich war. Zwar lag der WHV stets vorne, abschütteln konnte man die Gäste im ersten Durchgang aber nicht. In erster Linie, weil das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter nicht wie gewünscht funktionierte. Die Folge: 14 Gegentore bis zur Pause. „Viel zu viel“, ärgerte sich Abwehrchef Stanko Sabljic.

Erst nach dem Wechsel ging das Defensivkonzept der Jadestädter auf: Angelo Grunz, der schon in Durchgang eins den glücklosen Primoz Prost ersetzt hatte, war jetzt ein sicherer Rückhalt und hatte am Ende mit 13 Paraden großen Anteil am Erfolg seines Teams. „Es ist nicht immer einfach, die Konzentration hochzuhalten, wenn der Gegner gefühlt minutenlang in Ballbesitz ist“, sagte der Keeper. „Aber ich freue mich, dass ich der Mannschaft heute mal wieder richtig helfen konnte.“

Vorne ließen Tobias Schwolow (mit 8/3 Toren bester Werfer) & Co. zwar einige Gelegenheiten ungenutzt, dennoch zog man Mitte der zweiten Hälfte auf fünf Tore davon und hatte am Ende auch in der Höhe verdient mit 29:21 die Nase vorn. Köhrmann: „Das war wieder ein echtes Geduldsspiel, bei dem wir gefühlt 45 Minuten lang in der Abwehr standen und 15 Minuten selbst den Ball hatten. Und genau an diesen Ballbesitz-Phasen müssen wir arbeiten und weniger überhastet zu Werke gehen.“

W’havener HV – LIT Tribe Germania 29:21 (16:14)
WHV:
Prost (1.-15.), Grunz (ab 15./13 Paraden/1 Tor); Schwolow 8/3, Rozman 5, Pust 5, Sabljic 3, Maas 2, Vorontsov 2/2, Postel 1, Schauer 1, Drechsler 1, Srsen, Konitz, Kozul.
LIT: Happel (1.-30./4), Jannis Finke (ab 31. und bei einem 7m/4); Schulz 7, Oevermann 6/3, Rüter 3, Rodenkirchen 2, Klesniks 2, Kruse 1, Lengauer, Borcherding, Grabarczyk, Grote, Jona Finke, Meinking.
Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt (Unna)
Zuschauer: 969
Strafwürfe: 5/7 – 3/3
Strafminuten: 8 – 12
Disqualifikation: Klesniks (LIT/56.) nach dritter Zeitstrafe

Köhrmann: Konzentration länger hochhalten

Hinrunden-Finale in der 3. Handball-Liga Nord-West: Der Wilhelmshavener HV steht bereits als inoffizieller Herbstmeister fest, will die Tabellenführung aber am Abend mit einem weiteren Heimsieg festigen. Zu Gast in der Nordfrost-Arena ist um 19.30 Uhr der ostwestfälische Aufsteiger LIT Tribe Germania. „Wir haben das letzte Spiel in Menden leider nicht wie gewünscht über die Ziellinie gebracht“, blickt Trainer Christian Köhrmann auf den jüngsten 27:23-Erfolg im Sauerland zurück. „Wir müssen solche Spiele konzentrierter zu Ende bringen und letztlich auch deutlicher für uns entscheiden.“

Drei Spiele haben die Jadestädter im Jahr 2019 noch vor der Brust: Heute gegen die Spielgemeinschaft mit Hauptsitz in Nordhemmern, am kommenden Freitag beim nach Minuspunkten ärgsten Verfolger Longericher SC und dann am 21. Dezember in der Nordfrost-Arena gegen den Leichlinger TV. Köhrmann: „Wir werden alles daran setzen, in diesen drei Partien keine weiteren Punkte abzugeben. Aber ein Schritt nach dem anderen. Heute denken wir nicht an Longerich, sondern nur an LIT Tribe Germania.“

In personeller Hinsicht biegen die Jadestädter nicht sorgenfrei auf die Zielgerade ein: Rutger ten Velde kommt aufgrund seiner Handverletzung noch nicht für einen Einsatz in Frage. Ob Bartosz Konitz und Domagoj Srsen am Abend mitwirken können, ist noch fraglich. Dafür steht Rene Drechsler noch überstandener Krankheit wieder im Kader – gleiches gilt für Linkshänder Evgeny Vorontsov. „Unsere Gäste stellen eine starke 6:0- Abwehr mit erfahrenen Männern im Innenblock. Dieses Bollwerk zu knacken, wird unsere Hauptaufgabe sein.“

WHV lässt im Sauerland nichts anbrennen

Saisonsieg Nummer 12 und jetzt fünf Punkte Vorsprung an der Spitze: Die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben auch die Auswärtshürde in Menden genommen und ihr Gastspiel bei den Wölfen verdient mit 27:23 (13:12) Toren gewonnen. „Das war ein insgesamt souveräner Auftritt“, sagte Trainer Christian Köhrmann nach dem Schlusspfiff. Sebastian Maas (8/2) und die Rückraumspieler Tim Rozman und Tobias Schwlow (je 6) waren die treffsichersten Jadestädter.

Trotz der Freude über die nächsten zwei Punkte übersah Köhrmann nicht die Schwächen in der Schlussphase. „Wir hatten genug Chancen, dieses Spiel deutlicher zu gewinnen“, sagte der Coach. „Leider haben wir in der letzten Viertelstunde sechs Hundertprozentige liegenlassen und uns viel zu viele technische Fehler erlaubt. Wir haben der Mannschaft direkt nach dem Abpfiff gesagt, das wir solche Sachen sofort abstellen müsse. Möglichkeit, das Ergebnis deutlicher zu unseren Gunsten zu gestalten, waren reichlich vorhanden.“

Eine Halbzeit lang taten sich die Gäste schwer gegen aufopferungsvoll kämpfende Wölfe, die nicht nur dranblieben, sondern kurz vor der Pause sogar mit 12:10 Toren in Front gingen. Dann aber begann die stärkste Phase des WHV: Mit drei Toren in Folge drehte man die Partie noch vor der Pause und sorgte dann direkt nach dem Wechsel für die schnelle Entscheidung. Kompakt in der Abwehr und effektiv im Umschaltspiel zogen die Gäste über 21:13 auf 24:15 davon (48.), ehe man die Partie (viel zu früh austrudeln) ließ. In Gefahr geriet der verdiente Sieg allerdings nicht mehr.

SG Menden Sauerland – W’havener HV 23:27 (12:13)
SGM:
Weber (1. – 42./6 Paraden), Peichert (43. – 60./7); Eigenbrodt 7/5, Thier 2, Rosenbaum 2, N. Flor 2, D. Flor 2, Giacuzzo 2, Dudczak 2, Loos 1, Schulte 1, Krechel 1, C. Klein, M. Klein.
WHV: Prost (1. – 44./9), Grunz (45. – 60./1); Maas 8/2, Rozman 6, Schwolow 6/2, Pust 5, Sabljic 1, Schauer 1, Postel, Vorontsov, Konitz, Kozul, Srsen, Drechsler.
Schiedsrichter: Marx/Pühler
Zuschauer: 442
Strafwürfe: 6/5 – 6/4
Strafminuten: 10 – 2

WHV will Wölfe bändigen

Nach einem spielfreien Wochenende wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV ihre Siegesserie weiter fortsetzen und die Tabellenführung in der Nord-West-Staffel mit einem weiteren Auswärtssieg behaupten. Dazu braucht es am Abend aber eine konzentrierte Leistung, um die Wölfe der SG Menden Sauerland zu bändigen. Anwurf ist um 19 Uhr, WHV-Fans können die Partie live im Internet auf www.sportdeutschland.tv verfolgen.

„Wir haben uns gut auf den Gegner vorbereitet und wissen, was uns erwartet“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Menden verfügt über eine ganze Reihe wurfstarker Spieler, die sehr entscheidungsfreudig sind und nicht lange fackeln, wenn sie die Chance zum Abschluss sehen. Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein und dem Gegner früh den Schneid abkaufen. Wenn uns das nicht gelingt, könnte es unangenehm werden.“

Genau so erging es vor zwei Wochen Titelaspirant Eintracht Hagen bei der 26:29-Heimniederlage gegen die SG aus Menden, die nach 60 Minuten vollkommen verdient triumphierte und den Aufwärtstrend der letzten Wochen mit einem echten Auswärts-Coup fortsetzte. Pünktlich zum Gastspiel im Sauerland haben sich die Personalsituation bei den Jadestädtern wieder entspannt: Rene Drechsler ist ebenso wieder fit wie die zuletzt angeschlagenen Tobias Schwolow und Bartosz Konitz. Abwehrchef Domagoj Srsen musste im Training etwas kürzer treten – steht am Abend aber definitiv zur Verfügung. Ob auch Linksaußen Rutger ten Velde schon wieder im Kader steht, lässt Köhrmann bis zuletzt offen. Der niederländische Nationalspieler hatte zuletzt wegen einer Handverletzung gefehlt, brennt aber auf sein Comeback.

Köhrmann lobt „souveränen Auftritt“ in Neuss

Die Konkurrenz patzt, der WHV gewinnt: Handball-Drittligist Wilhelmshavener hat am 13. Spieltag die Ausrutscher einiger Konkurrenten genutzt und seinen Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte ausgebaut. Beim 33:22 (14:14)-Erfolg bei den Rhein Vikings feierten die „Köhrmänner“ Saisonsieg Nummer elf – auch dank der erneu starken Flügelzange mit Yannick Pust (11 Tore) und Sebastian Maas (8).

„Mal abgesehen von den 15 Minuten vor der Pause war das ein sehr souveräner Auftritt meiner Mannschaft“, sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. Bis dahin hatte sein Team die Partie dominiert und sich eine (scheinbar) beruhigende 11:6-Führung herausgespielt. Ein Grund für den guten Start: Der WHV hebelte die offensive Vikings-Defensive ein ums andere Mal mit dem siebten Feldspieler aus und zwang die Gastgeber so früh zum Umdenken.

In Unterzahl geriet der WHV-Express dann aber ins Stocken. Die Gastgeber nutzten diese Phase nicht nur Ausgleich, sondern nach 24 Minuten auch zur 13:12-Führung. „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht und die Unterzahl nicht gut überspielt“, sagte der WHV-Trainer. Zum Glück fanden die Gäste aber schnell wieder in die Spur – zur Pause lagen beide Teams dennoch gleichauf (14:14).

Nach dem Wechsel gestattete der Spitzenreiter den Wikingern zwar den ersten Treffer, danach aber gab es kein Halten mehr: Mit konsequenter Abwehrarbeit und einem gut aufgelegten Primoz Prost zwischen den Pfosten kauften die Jadestädter dem Gegner den Schneid ab und zogen über 18;15 und 21:16 auf 24:16 davon (48.). Damit war die Partie gelaufen. In der Schlussphase arbeitete der WHV – ohne Rene Drechsler und Rutger ten Velde und über weite Strecken auch ohne Tobias Schwolow – weiter an einem guten Ergebnis und behielt am Ende verdient mit elf Toren Differenz die Oberhand.

HC Rhein Vikings – W’havener HV 22:33 (14:14)
Vikings:
Dreyer (6/1 Paraden), Broy (1); Zimmermann 5, Gipperich 4, Handschke 3, Eber-lein 2, Denert 2/1, Aust 1, Görgen 1, Schön 1, Weis 1, Becher 1, Klause 1, Skorupa.
WHV: Prost (18/2), Grunz; Pust 11, Maas 8, Rozman 5, Vorontsov 4/3, Kozul 3, Schauer 1, Konitz 1, Srsen, Sabljic, Postel, Schwolow.
Schiedsrichter: Dux/Follmert
Zuschauer: 325
Strafwürfe: 4/1 – 4/3
Strafminuten: 2 – 12

Schnell richtige Lösungen finden

Hagen verliert daheim gegen Menden, Longerich lässt einen Punkt in Leichlingen – diese Steilvorlagen der Konkurrenz wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend nutzen, um ihren Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte zu zementieren. Im Gastspiel bei den Rhein Vikings müssen sich die Jadestädter ab 19.30 Uhr (Hammfeldhalle, Neuss) aber auf erhebliche Gegenwehr einstellen, schließlich zählt der Mitabsteiger aus der 2. Bundesliga mit bislang 9:3 Heimpunkten zu den heimstärksten Teams der Liga.

„Aufgrund der jüngsten Erfolge zählen die Vikings für mich zu den ganz harten Brocken“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann vor der Partie beim Ligasiebten. Respekt haben die Gäste vor allem vor der flexiblen Abwehrgestaltung, die Vikings-Coach Jörg Bohrmann seinem Team verordnet. „Von der 6:0 bis hin zur offenen Manndeckung – alles in nur einer Halbzeit – ist beim Gegner alles möglich. Darauf sind wir vorbereitet und müssen möglichst schnell die richtigen Lösungen finden.“

Das dauerte dem Trainer zuletzt zu lange, denn gegen die offensive 4+2-Formation des VfL Gummersbach II taten sich die Jadestädter beim jüngsten Heimsieg 20 Minuten lang schwer, ehe der Knoten dann doch noch platzte und der WHV die Partie schon zur Pause klarmachte. Nach dem Spiel hatte sich Köhrmann beim Gegner für die „optimale Trainingseinheit“ bedankt. „Heute müssen wir früher zünden und uns vor allem gegen offensive Deckungsvarianten mehr bewegen – vor allem ohne Ball.“

Neben Rutger ten Velde (Daumenbruch) muss der WHV in Neuss auch erneut auf Rene Drechsler verzichten. Mit dabei ist dafür Matej Kozul: Der Spielertrainer der zweiten Mannschaft soll nach Wunsch von Köhrmann bis zum Ende der Hinrunde dem Kader der „Ersten“ angehören. Alle andere Akteure sind fit und bereit, die Serie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage weiter auszubauen.

WHV gewinnt „lehrreiche Partie“

Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV hat auch die Hürde VfL Gummesrbach II genommen und die Tabellenführung in der Nord-West-Staffel durch einen klaren 30:21 (16:9)-Heimsieg erfolgreich verteidigt. Mehr als 900 Besucher in der Nordfrost-Arena sahen einen auch in der Höhe verdienten Erfolg der Jadestädter, die zu Beginn aber mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Deshalb war Trainer Christian Köhrmann mit dem Auftritt seines Teams auch nicht gänzlich einverstanden: „Das war ein sehr zähes Spiel. Wir haben blöde Gegentore bekommen und vorne einfach viel zu überhastet agiert. Eine 4+2-Abwehr ist sicherlich sehr selten. Aber wir waren darauf vorbereitet und hätten die Aufgabe cleverer und damit auch früher lösen müssen.“

Da sich der WHV im Angriff gegen die ungewohnte Formation schwer tat, blieben die Oberbergischen, die mit einer jungen Rumpftruppe in der Arena erschienen waren, 20 Minuten am Spitzenreiter dran (7:7), ehe der WHV-Express kurzfristig Fahrt aufnahm und binnen zehn Minuten für die Vorentscheidung sorgte. Mit viel Tempo und höherer Laufbereitschaft warfen Evgeny Vorontsov, Sebastian Maas und Yannick Pust eine beruhigende 16:9-Pausenführung heraus.

In Durchgang zwei baute der WHV den Vorsprung auf neun Tore aus, ehe die Partie spielerisch mehr und mehr verflachte und vor sich hin plätscherte. Der 30:21-Sieg des WHV geriet zwar zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise in Gefahr. Am Ennde waren sich aber alle Beteiligten darüber einig, dass der Sieg höher hätte ausfallen müssen. Mit Blick auf die kommnde Aufgabe bei den Rhein Vikings bedankte sich Köhrmann bei seinem Gegenüber Maik Thiele: „Ihr habt unsere Defizite im Spiel gegen die 4:2-Abwehr schonungslos offengelegt. Vielen Dank dafür – das war die perfekte Trainingseiheit und eine sehr lehrreiche Partie.“

W’havener HV – VfL Gummersbach II 30:21 (16:9)
WHV:
Prost (1.-30./9 Paraden), Grunz (ab 31./9); Vorontsov 8/5, Maas 7, Pust 5, Rozman 5, Postel 2, Schauer 1, Schwolow 1, Srsen 1, Sabljic, Konitz, Kozul.
VfL II: Hasenforther (1.-46./8), Krouß (ab 47./2); Kiesler 6, Busch 5, Bisten 2, Weiler 2, Schuster 2, Perey 2, da Rocha 1, Meinhardt 1, Redmann, Athanassoglou.
Schiedsrichter: Brandt/Thies
Zuschauer: 926
Strafwürfe: 5/5 – 0/0
Strafminuten: 2 – 4