13.10.2018 15:12

Das Glück des Tüchtigen

Ein starker Dennis Doden, ein treffsicherer Rene Drechsler und eine Portion Glück haben den Zweitliga-Handballern des Wilhelmshavener HV am Freitagabend die ersten Auswärtspunkte der Saison beschert: Beim bis dato zu Hause noch ungezwungenen Tabellenzweiten TuSEM Essen setzten sich die „Köhrmänner“ hauchdünn mit 29:28 (15:15) Toren durch. Der letzte Wurf der Gastgeber Sekunden vor dem Abpfiff krachte gegen das Lattenkreuz.

„Wir haben etwas Anlaufzeit gebraucht, danach aber stark verteidigt und im Angriff immer die nötige Ruhe bewahrt“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann. In der Tat sah es anfangs nicht gut aus für die Jadestädter: 0:4 hieß es nach 9 Minuten aus Sicht der Gäste, ehe der WHV auch toremäßig Platz auf der Anzeigetafel fand. Danach kämpften sich Tobias Schwolow & Co. immer näher ran an den Gegner und glichen kurz vor der Pause zum 15:15 aus.

Nach dem Wechsel entwickelte sich dann ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Kontrahenten abwechselnd leicht in Führung sah – wirklich absetzen konnte sich aber keine der beiden Mannschaften. Der WHV konnte sich immer wieder auf Torhüter Dennis Doden (am Ende starke 19 Paraden) und auf seine treffsicheren Rückraumspieler verlassen. In der Schlussphase konterten die Jadestädter dann den  25:27-Rückstand in eine 29:27-Führung (58.).

Der Essener Tom Skroblien traf zum Anschluss und als der WHV seinen letzten Angriff nicht nutze konnte, hatten die Hausherren den letzten Schuss: Luca Witzke übernahm Sekunden vor Schluss die Verantwortung, zog aus halbrechter Position ab – traf aber (zum Glück aus Sicht der Gäste) nur das Lattenkreuz. Durch die ersten Auswärtspunkte der Saison behauptete der WHV mit jetzt 9:9 Zählern seinen Platz im Tabellenmittelfeld der Liga. Am kommenden Samstag, 20. Oktober, ist Aufsteiger HSV Hamburg zu Gast in der Nordfrost-Arena.