16.12.2018 15:33

Demontage nach der Pause

Zum ersten Mal in dieser Saison sind die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV die Ligatauglichkeit schuldig geblieben: Nach ordentlicher erster Hälfte (15:16) stellten die Jadestädter das Handballspielen gegen die Wölfe der DJK Rimpar nach dem Seitenwechsel ein und kamen am Ende in der Höhe verdient mit 22:32 Toren unter die Räder.

„Für so eine Leistung können wir uns eigentlich nur entschuldigen“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach dem Abpfiff. „Aber das bringt uns auch nicht weiter. Fakt ist, dass auch heute die Köpfe wieder viel zu schnell nach unten gegangen sind. In diesen Phasen braucht es Führungsspieler, die die jungen Leute mitreißen. Leider habe ich heute keinen davon gesehen.“

Schon im ersten Durchgang wackelte die Defensive der Jadestädter bedenklich, denn nach gut siebeneinhalb stündiger Anreise per Bus waren die Gäste aus Bayern mit deutlich schnelleren Beinen unterwegs als der WHV. Weil sich die Köhrmann aber im ersten Durchgang (noch) auf den Angriff verlassen konnte, holte sein Team den frühen Rückstand auf ging nach 23 Minuten sogar mit 12:11 in Führung.

Doch lange währte die Freude nicht: Spätestens nach dem Wechsel (15:16) hatte die Jadestädter der Mut verlassen. Vorne fehlte fortan die Durchschlagskraft und hinten weiterhin jeglicher Zugriff. Als der WHV dann auch noch reihenweise selbst die besten Chancen ausließ, zogen die Wölfe auf und davon und feierten am Ende zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Die hätten auch die Jadestädter im letzten Heimspiel des Jahres nur zu gut gebrauchen können. In dieser Form ist man allerdings nicht konkurrenzfähig. Oliver Köhrmann, sportlicher Leiter des WHV, brachte es auf den Punkt: „In der zweiten Halbzeit habe ich einen Klassenunterschied gesehen. Das gibt es auch nichts zu beschönigen. Unsere Führungsspieler sind in der entscheidenden Phase abgetaucht. Das muss sich dringend ändern, sonst steigen wir ab.“

W’havener HV – DJK Rimpar 22:32 (15:16)
WHV: Lüpke (1.-40./7 Paraden), Doden (ab 40./4); Ten Velde 7/5, Schwolow 5, Postel 2, Drechsler 2, Schauer 1, Schluroff 1, Vorontsov 1/1, Kozul 1, Andrejew 1, Pust 1, Köhler, Lehmann.
DJK: Brustmann (19), Wieser (bei drei 7m/1); Siegler 8, Herth 5/5, Gempp 4, Kaufmann 4, Backs 4, Bauer 2, Sauer 2, Schmidt 1, Meyer 1, Schulz 1, Böhm.
Schiedsrichter: Klinke/Klinke
Zuschauer: 1055
Strafwürfe: 7/6 – 6/5
Strafminuten: 6 – 8