19.03.2018 12:13

Derby geht an Nordhorn

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben das Bezirksderby gegen die HSG Nordhorn-Lingen klar verloren: Die Grafschafter setzten sich in der Nordfrost-Arena verdient mit 28:24 (12:9) Toren durch. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, deshalb geht die Niederlage auch in Ordnung“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann. Jeweils acht Tore von Tobias Schwolow und Kay Smits waren am Ende zu wenig, um die Nordhorner ernshaft in Verlegenheit zu bringen.

Den frühen 2:5-Rückstand glichen die Jadestädter in der Folge aus, weil Torwart Frederick Lüpke einige Bälle parierte und Smits und Schwolow vorne solide trafen. Ende der ersten Halbzeit geriet der WHV aber erneut ins Hintertreffen – und das ausgerechnet bei eigener Überzahl. HSG-Kreisläufer Luca de Boer hatte eine doppelte Zeitstrafe kassiert, nutzen konnten die Gastgeber die vierminütige Überzahl aber nicht. Im Gegenteil: Rene Drechsler, der überraschend doch in Aufgebt stand, gelang nur in der Schlussphase des ersten Durchgangs nur ein einziger Treffer. Nordhorn profitierte von den Fehlern der Gastgeber und zog bis zum Pausenpfiff auf 12:9 davon.

Nach dem Wechsel fiel die Votentscheidung dann schnell: Die Grafschafter bauten ihren Vorsprung auf 17.12 aus (39.) und spätestens beim Stand von 16:23 (45.) war die Partie zu Gunsten der Gäste entschieden. Der WHV kämpfte aber weiter verbissen um ein gutes Resultat, konnte den Rückstand in der Schlussphase aber nur noch auf vier Tore verkürzen. Köhrmann: „Wir können Nordhorn nur schlagen, wenn wir über 60 Minuten alles richtig machen. Davon waren wir heute – speziell in den zehn Minuten vor bzw. nach der Pause – einfach zu weit entfernt.“

W’havener HV – HSG Nordhorn-Lingen 24:28 (9:12)
WHV: Lüpke (1.-38., 50.-60./9 Paraden), Doden (38. – 50.); Schwolow 8, Smits 8/3, Drechsler 3, Kalafut 2, Maas 2, Vorontsov 1, Postel, Köhler, Andrejew, Lehmann, Wolterink.
HSG: Buhrmester (11 Paraden/1 Tor), Kaleun; Mickal 8/1, Heiny 5, Seidel 5/3, Verjans 3, Leenders 2, Wiese 2,de Boer 1, Miedema 1, Fraatz, Vorlicek, Smit.
Schiedsrichter: Borchardt/Grude
Zuschauer: 1169
Strafwürfe: 4/3 – 4/4
Strafminuten: 12 – 10