15.04.2019 16:05

Dieses Mal mit Abwehr

Nur ungerne denkt Christian Köhrmann, Trainer beim Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV, an das Hinspiel gegen den HSV Hamburg zurück: 45 Minuten lang hatten seine Jungs den Aufsteiger seinerzeit im Griff gehabt, um dann das Spiel und damit auch den Sieg leichtfertig aus der Hand zu geben. „Das wird uns kein zweites Mal passieren“, ist sich Köhrmann  vor dem Rückspiel heute Abend (Anwurf 20 Uhr, Sporthalle Hamburg) sicher. „Wir wollen in der Abwehr richtig einen raushauen und uns für die unnötige Hinspielniederlage revanchieren.“

Vor allem mit der Defensivarbeit zeigte sich der WHV-Coach nach der 28:33-Heimniederlage gegen die Hansestädter sehr unzufrieden. „Wir haben kein geeignetes Mittel gegen das Hamburger Kleingruppen-Spiel gefunden und viel zu viele Aktionen über den Kreis zugelassen“, erinnert sich Köhrmann. „Das lag in erster Linie daran, dass wir kaum Zweikämpfe gewonnen haben. Heute erwarte ich eine andere Körpersprache und unter dem Strich natürlich auch ein anderes Ergebnis.“

Matchwinner im Hinspiel war HSV-Keeper Aron Edvardsson: Der isländische Nationaltorhüter kam am Ende auf 17 Paraden und leitete Mitte der zweiten Halbzeit auch die Wende ein. Im ersten Aufeinandertreffen nicht dabei, aber heute Abend in der Defensive sicherlich gesetzt ist der kroatische Weltmeister und Olympiasieger Blazenko Lackovic. „Der Abwehrchef und  Defensiv-Stabilisator“, weiß Köhrmann, der davon ausgeht, dass die Hamburger ihr Heil vermutlich in einer offensiven Abwehrformation suchen werden. „Darauf sind wir vorbereitet. Ich hoffe, dass es den Jungs auch gelingt, die im Training erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten umzusetzen.“

In Vorbereitung auf die HSV-Partie mussten einige WHV-Akteure kürzer treten, Ausfälle hat Köhrmann heute aber nicht zu  beklagen. Bartosz Konitz, Miladin Kozlina und Sebastian Maas sind ebenso einsatzbereit wie der niederländische Nationalspieler Rutger ten Velde, der heute – nach dem gestrigen EM-Qualifikationsspiel in Slowenien – in Hamburg wieder zur Mannschaft stoßen wird. Köhrmann: „Der HSV geht immer hohes Tempo und hat viele abschlussfreudige Spieler in seinen Reihen. Wir brauchen also einen guten Rückzug und insgesamt mehr Abwehrleistung, um die beiden Punkte zu holen.“