03.02.2019 15:45

Favorit siegt ungefährdet

Bennet Wiegert, Trainer des Handball-Erstligsten SC Magdeburg, hatte sich schon die ganze Woche auf die Rückkehr in seine alte sportliche Heimat gefreut. Umso zufriedener zeigte sich der Coach nach dem souveränen 34:27 (17:12) seiner Mannschaft im Testspiel beim Zweitligisten Wilhelmshavener HV. Vor 1100 Zuschauern langte der Däne Michael Damgaard gleich 13mal für die Gäste hin – für den WHV hielten Tobias Schwolow und Evgeny Vorontsov als beste Schützen jeweils fünf Tore dagegen.

„Danke an den SC Magdeburg, aus diesem Spiel können wir eine Mange mitnehmen“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach dem letzten Härtetest seiner Mannschaft vor dem Liganeustart am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) gegen den TuS N’Lübbecke. Weil die Jadestädter von Beginn an versuchten, das Magdeburger Tempo mitzugehen, entwickelte sich eine interessante Partie mit vielen sehenswerten Toren auf beiden Seiten. Da die Wilhelmshavener mit zunehmender Spieldauer aber mehr Fehler machten als der Bundesliga-Vierte, lag der Favorit zur Pause verdient mit 17:12 Toren vorne.

In Durchgang zwei schickte Wiegert dann den ehemaligen WHV-Linskaußen Lukas Mertens ins Rennen. Nach rund neunmonatiger Pause wegen eines Kreuzbandrisses bekam Mertens bei seinem Comeback zehn Minuten Wettkampfpraxis verordnet, die der Jadestädter zu zwei Toren (und einem verworfenen Siebenmeter gegen Dennis Doden) nutzte. Außerdem dabei auf Magdeburger Seite: Weltmeister Jannick Green im Tor, Silbermedaillen-Gewinner Christian O’Sullivan und der deutsche Nationalspieler und Publikums-Liebling Matthias Musche.

Beim WHV versuchte Neuzugang Miladin Kozlina Ordnung in die Defensive zu bringen. Keine leichte Aufgabe für den 35-jährigen Slowenen, weil der Erstligist auch nach dem Wechsel weiter auf’s Tempo drückte und viele seiner Angriffe so schnell abgschloss, dass sich die WHV-Abwehr kaum richtig sortieren konnte. Vor allem Damgaard traf aus allen Lagen und stellte dabei Evgeny Vorontsov & Co. immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Am Ende hieß es 34:27 für die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die ihre bislang tolle Saison am Wochenende mit der Partie gegen MT Melsungen fortsetzen.

„Das war für uns eine gelungene Generalprobe“, bilanzierte Wiegert und schob ein dickes Lob für den WHV nach: „Ich sehe in der Mannschaft viel Potenzial und drücke den Jungs im Abstiegskampf die Daumen. Handball in Wilhelmshaven hat eine große Tradition und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beim WHV schon seit vielen Jahren hervorragende Arbeit geleistet wird.“    

W’havener HV – SC Magdeburg 27:34 (12:17)
WHV: Doden (12 Paraden); Schwolow 5, Vorontsov 5/1, Pust 3, Kozul 3, Ten Velde 2/1, Maas 2, Postel 2, Schauer 2, Drechsler 2, Schluroff 1, Lehmann, Andrejew, Kozlina, Köhler.
SCM: Quenstedt (1.Hz./5), Green (2.Hz.(1 Tor/7); Damgaard 13, O’Sullivan 5, Musche 4/1, Pettersson 3, Mertens 2, Christiansen 2, de la Pena 2, Lagergren 1, Weber 1/1, Molina, Bezjak, Musa, Plaza.
Schiedsrichter: Otto/Piper
Zuschauer: 1100
Strafwürfe: 3/2 – 3/2
Strafminuten: 6 – 0