23.09.2019 11:20

Happy-End nach Gratwanderung

Die gute Nachricht vorweg: Handball-Drittligist Wilhelmshavener HV bleibt im Nord-Westen weiter ungeschlagen und feierte den fünften Sieg im fünften Spiel. Im Duell mit Ligaschlusslicht TSV GWD Minden II reichte es aber nur zu einem knappen 30:29 (15:10)-Erfolg. In der Schlussphase machten die Jadestädter die Partie unnötig spannend.

„Wir wollten die beiden Punkte – aber nicht auf diese Art und Weise“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann über den schlechten Aufritt seiner Mannschaft, die 55 Minuten lang zwar alles im Griff hatte – aber erneut nicht wirklich überzeugen konnte. Auf jede gute Pahse folgte eine schlechte, wobei sich die Jadestädter im Schlussakt fast um Kopf und Kragen gespielt hätten.

30:24 lag der WHV vorne, als man das Handballspielen praktisch einstellte und die tapfer kämpfenden Mindener damit wieder in die Partie zurückholte. Und die Schäpsmeier-Sieben ließ sich nicht lange bitten: Angeführt vom guten Spielmacher Simon Strakeljahn, der seine Halbschützen Maximilian Nowatzki und Jonas Molz (beide 6 Tore) immer wieder gut in Szene setzte, kamen die Gäste Sekunden vor dem Abpfiff auf 29:30 heran. Am Ende rettete der WHV den knappen Sieg nur mit Glück ins Ziel.

„Das hätte auch ins Auge gehen können“, sagte Linksaußen Rutger ten Velde nach dem Abpfiff. „Wir haben es wieder nicht geschafft, einen klaren Vorsprung zu verteidigen und so ein Spiel am Ende mal mit acht oder zehn Toren zu gewinnen. Schuld daran sind wir selbst, weil immer wieder zu viele Fehler passieren. Daran müssen wir arbeiten und vor allem mental stabiler werden. Die Hauptursache für diese Leistungsschwankungen liegt zwischen den Ohren.“

W’havener HV – GWD Minden II 30:29 (15:10)
WHV:
Grunz (1.-60./14 Paraden), Prost (bei einem 7m); Schwolow 7/5, Vorontsov 6, Ten Velde 4, Rozman 4, Konitz 3, Postel 2, Schauer 2, Kozul 1, Drechsler 1, Maas, Srsen.
GWD II: Grabenstein (6); Nowatzki 6, Molz 6, Strakeljahn 6, Galling 4/4, Nolting 2, Huckauf 2, Reimler 2, Richtzenhain 1, Mattausch, Braun.
Schiedsrichter: Brandes/Recktenwald
Zuschauer: 997
Strafwürfe: 5/5 – 4/4
Strafminuten: 4 – 8
Disqualifikation: Richtzenhain (GWD/55.) nach dritter Zeitstrafe
Spielfilm: 3:1 (5.), 6:3 (10.), 8:4 (15.), 11:6 (20.), 13:8 (25.), 15:10 (Hz), 16:14 (35.), 20:15 (40.), 24:19 (45.), 27:22 (50.), 30:25 (55.), 30:28 (59.), 30:29