04.03.2020 12:51

Heißes Herz und kühler Kopf

Noch zwei Siege fehlen den Handballern des Wilhelmshavener HV zum Staffelsieg in der 3. Liga Nord-West: Einen davon wollen die Jadestädter heute Abend erringen – und zwar im vorgezogenen Derby beim ostfriesischen Nachbarn OHV Aurich (Anwurf Sparkassen-Arena um 20 Uhr). Mit einem Erfolg beim Ligavierten wollen sich die „Köhrmänner“ ihren ersten Matchball erarbeiten und diesen am Samstag, 14. März, im Heimspiel gegen Verfolger Eintracht Hagen auch nutzen.

„Die Halle wird voll, es wird laut und hektisch – genau für diese Spiele lebst du als Handballer“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann vor dem Derby. „Wir freuen uns auf die Herausforderung. Aurich wird alles reinhauen, meine Jungs sind gefordert, auch emotional voll dagegenzuhalten. Aber wir müssen gleichzeitig auch kühlen Kopf bewahren und im richtigen Moment die richtige Entscheidungen treffen.“ Im Hinspiel gelang den Jadestädtern dieser Spagat – wenn auch erst in der zweiten Halbzeit. Nach durchwachsener erster Hälfte stand am Ende dank überragender Defensivleistung ein klarer 34:20-Erfolg zu Buche.

Dass die Jadestädter auch heute Abend im Rückspiel der klare Favorit sind, ist klar. Und dieser Rolle wollen Kapitän Tobias Schwolow & Co. auch gerecht werden. Schwolow selbst war zu letzt noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, wird in der Sparkassen-Arena aber ebenso auflaufen wie Abwehr-Stratege Domagoj Srsen, der zuletzt gegen Schalksmühle geschont wurden. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Angelo Grunz – als zweiter Keeper hinter Primoz Prost stünde (wie zuletzt) Levin Stasch aus dem Verbandsliga-Team bereit.

Ein Wiedersehen gibt es für den WHV und die zahlreichen Fans, die die Mannschaft heute nach Aurich begleiten werden, mit den ehemaligen Spielern Frederik Lüpke, Jonas Schweigart, Christoph Groß und Oliver Staszewski. Alle vier trugen in unterschiedlichen Spielklassen schon einmal das Trikot der Jadestädter. Mit Jonas Wark steht ein weiterer gebürtiger Wilhelmshavener im Kader des OHV. Die Generalprobe haben die Ostfriesen vergangenen Sonntag in den Sand gesetzt: Die Bergischen Panther nahmen beim knappen 24:23-Erfolg beide Zähler mit auf die Heimfahrt nach Wermelskirchen.