23.08.2019 23:30

Holpriger Start

Das war knapp: Zum Saisonauftakt in der 3. Handball-Liga Nord-West mühte sich der Wilhelmshavener HV am Abend in der Nordfrost-Arena zu einem knappen 27:25 (15:13)-Heimerfolg über den Longericher SC Köln. Garanten für den Arbeitssieg waren Torhüter Primoz Prost mit 23 Paraden und der zehnfache Torschütze Tobias Schwolow, während viele andere Spieler zum Auftakt weit von ihrer Normalform entfernt waren.

Trotz guter Abwehrleistung schaffte es der WHV nicht, tapfer kämpfende Kölner frühzeitig zu distanzieren, obwohl es reichlich Chancen dazu gab. Hinten ließen Prost und die Innenblock-Spieler Stanko Sabljic und Miladin Kozlina kaum etwas anbrennen – nur mit dem Ball wussten die Jadestädter herzlich wenig anzufangen. Das Umschaltspiel stockte und weil viele Chancen ungenutzt blieben, hieß es zur Pause nur 15:13 für den WHV.

Nach dem Wechsel wurde es noch schlimmer aus Sicht der Gastgeber: Nervosität machte sich breit, Longerich bekam Oberwasser und glich nach 44 Minuten zum 20:20 aus. Schlimmer noch: Wenig später führte der Gast sogar mit 24:22 und kratzte damit an der Überraschung des ersten Spieltags. Dass es dazu nicht kam, lag an Matej Kozul, der von Trainer Christian Köhrmann kurzfristig reaktiviert worden war.

Der 27-Jährige brachte Ruhe ins Spiel, machte keine Fehler und schaffte Räume für seine Nebenleute, die Rutger ten Velde und Schwolow (2) in der Schlussphase zur Entscheidung nutzten (27:24/59.). „Wir haben uns das Leben selber schwergemacht und den Gegner durch unsere Fehler im Spiel gehalten“, ärgerte sich Köhrmann. „Letztlich freuen wir uns über die zwei Punkte, an allem anderen müssen wir arbeiten.“

W’havener HV – Longericher SC 27:25 (15:13)
WHV:
Prost (23 Paraden), Grunz (bei einem 7m); Schwolow 10/1, Ten Velde 5, Pust 3, Postel 2, Drechsler 2, Rozman 1, Kozlina 1, Schauer 1, Vorontsov 1, Konitz 1, Kozul, Sabljic, Maas.
LSC: Inzenhofer (1.-28/6), Ruch (ab 28./6); Schlösser 8/6, Hartmann 5, Koenen 4, Johnen 3, Schulz 2, Zerwas 2, Pyszora 1, Peters, Thöne, Lux, Mestrum, Wolf, Dahlke.
Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Flensburg)
Zuschauer: 1015
Strafwürfe: 1/1 – 6/6
Strafminuten: 8 – 4