20.10.2018 15:14

HSV-Express stoppen

Auf eine rasante Fahrt dürfen sich die Fans des Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV heute Abend in der Nordfrost-Arena freuen: Im Duell mit Aufsteiger HSV Hamburg sind nicht nur gute Nerven, sondern in erster Linie schnelle Beine gefragt. „Wir wollen den HSV-Express stoppen“, sagt Trainer Christian Köhrmann. Anpfiff ist wie immer um 19.30 Uhr.

Nach zwei Siegen in Folge und sechs Punkten aus den letzten vier Spielen sind die Jadestädter fest entschlossen, die jüngste Erfolgsserie mit einem weiteren Heimsieg fortzusetzen. „Aber das wird kein Selbstläufer“, warnt Köhrmann vor übertriebener Erwartungshaltung. „Wir müssen uns grundsätzlich jeden Punkt und jeden Sieg ganz hart erarbeiten, im Spiel muss alles passen. Wir sind auf Stärken und Schwächen des HSV vorbereitet – aber die Jungs müssen die Vorgaben auch umsetzen.“

Die Gäste haben sich nach holprigem Start (0:6 Auftakt-Punkte) zuletzt klar stabilisiert, bereits auswärts gepunktet und auf dem Weg ins Mittelfeld der Liga auch den Titel-Mitfavoriten ASV Hamm-Westfalen beim 32:22-Kantersieg entzaubert. Stärke der Mannschaft von Ex-Profi Torsten Jansen ist das Tempospiel. Egal ob Gegenstoß, zweite Welle oder schnelle Mitte: Philipp Bauer & Co. geben immer Vollgas und suchen stets den schnellen Abschluss.

„Wir müssen versuchen, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken“, sagt Köhrmann. „Wir müssen das Tempo bestimmen, unsere Angriffe konzentriert abschließen und uns danach geordnet zurückziehen. Wichtig ist, dass wir das Abwehrzentrum so schnell wie möglich schließen und unsere Torhüter unterstützen.“ Für diese Aufgabe kann Köhrmann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch Yannick Pust, der sich in Essen beim 29:28-Erfolg kurz vor Schluss eine Platzwunde zugezogen hatte, ist heute Abend mit von der Partie. Fehlen werdne nur die verletzten Evgeny Vorontsov und Jan Josef.