22.10.2017 11:12

Keine Chance am Bodensee

Ernüchterung bei den Zweitliga-Handballern des Wilhelmshavener HV nach der deutlichen 29:38 (13:19)-Auswärtspleite bei der HSG Konstanz. „38 Gegentore sind klarer Beweis für eine ganz schwache Abwehrleistung“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach dem Abpfiff. „Die dadurch entstandene Verunsicherung haben wir dann auch noch mit nach vorne mitgenommen und uns auch im Angriff viele zu viele Fehler geleistet.“ Die bis dato deutlichste Saisonniederlage der Jadestädter konnte auch Ko-Kapitän Evgeny Vorontsov mit 10/3 Toren nicht verhindern.

Die dritte WHV-Niederlage in Folge nahm schon früh Formen an, als die Gäste bis zur 20. Minute mit 6:13 in Rückstand gerieten. Die Mannschaft blieb in der Folge zwar bemüht, leistete sich aber sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zu viele Fehler, um in der Schänzle-Halle ernsthaft für einen Sieg in Frage zu kommen. Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel (13:19 aus Sicht des WHV) leider nicht ändern.

Defensiv kamen Matej Kozul & Co. immer mindestens einen Schritt zu spät, während vorne oft die letzte Konsequenz fehlte. Erschwerend hinzu kam, dass Köhrmann zu diesem Zeitpunkt schon auf Kay Smits verzichten musste, der sich an der Wurfhand verletzt hatte. So liefen die Gäste einem immer deutlicheren Rückstand hinterher und kassierten am Ende beim 29:38 die bislang höchste Saisonniederlage. Fazit Köhrmann: „Wir haben die Personalien verändert, dann das System – aber an unserem Spiel hat sich leider nichts geändert.“    

HSG Konstanz – W’havener HV 38:29 (19:13)
HSG: Poltrum (1.-50./16 Paraden), Hanemann (51.-60./2), Kaletsch 12/3, Klingler 9, Jud 5, Riedel 5, Berchtenbreiter 2, Schweda 2, Kruga 2, Schlaich 1, Maier-Hasselmann, Wolf, Gassler, Wendel, Bosing, Schwarz
WHV: Doden (1.-14. und 38.-60./5), Lüpke (11.-37./1); Vorontsov 10/3, Postel 4, Schwolow 4, Maas 3, Kozul 2, Lehmann 2, Smits 1, Andrejew 1, Köhler 1, Kalafut 1, Ten Velde
Schiedrichter: Kauth/Kolb
Zuschauer: 1100
Strafwürfe: 5/4 – 3/3
Strafminuten: 8 – 6