20.05.2018 12:39

Klarer Sieg gegen Hagen

Gleich doppelten Grund zum Jubeln hatten die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Im letzen Heimspiel der Saison gegen Eintracht Hagen feierten die Jadestädter den erhofften 31:23 (14:12)-Erfolg und weil im Parallelspiel der ThSV Eisenach in eigener Halle gegen Eintracht Hildesheim unterlag, stehen die „Köhrmänner“ bei nun vier Punkten Vorsprung kurz vor dem Klassenerhalt.

Mit der „Roten Wand“ im Rücken – viele der rund 1400 Zuschauer waren in rot gekleidet in die Nordfrost-Arena gekommen – agierten die Jadestädter zunächst spürbar nervös.  Einige technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse hatten einen 4:6-Rückstand zur Folge (11.). „Wir haben uns davon aber nicht beirren lassen und weiter aufs Tempo gedrückt“, sagte Trainer Christian Köhrmann. Für die Initialzündung sorgte dann Torwart Frederick Lüpke, der nach wackeligem Start nun mit tollen Paraden zur Stelle war und damit auch die Halle zurück ins Spiel brachte.

Im Angriff nutzten die Jadestädter ihre Chancen jetzt konsequent und gingen nach dem 9:9-Ausgleich durch dne starken Kay Smits zur Pause mit 14:12 in Führung. Die Vorentscheidung fiel dann bereits kurz nach der Pause, als Tobias Schwolow per Doppelpack auf 16:12 erhöhte. Als der unermüdlich kämpfende Duncan Postel zum 22:17 traf (43.) und Lüpke bei Hagener Abschlüssen immer wieder zur Stelle war, gaben sich die Gäste frühzeitig geschlagen.

Der WHV machte weiter Tempo und Sebastian Maas (2), Matej Kozul (2) und der treffsichere Evgeny Vorontsov (2) sorgten am Ende für den deutlichen 31:23-Heimerfolg. Viele Zuschauer harrten nach dem Abpfiff in der Arena aus, da die Partie in Eisenach noch nicht beendet war. Als Hallensprecher Stephan Reiners dann den knappen 31:30-Erfolg der Hildesheimer durchs Mikro brüllte, kannte der Jubel den Jadestädtern keine Grenzen mehr. Glückwünsche zum Klassenerhalt lehnte Köhrmann allerdings ab: „Das war der erste Schritt, aber wir haben vor den Hagen-Spiel von zwei Siegen gesprochen – und daran hat sich nichts geändert. Heute können wir feiern, morgen beginnt die Vorbereitung auf Saarlouis. Noch haben wir nichts erreicht.“

W’havener HV – Eintracht Hagen 31:23 (14:12)
WHV: Lüpke (1.-60./17 Paraden), Doden; Smits 8/3, Postel 6, Vorontsov 5, Schwolow 4, Maas 3, Kozul 3, Ten Velde 1, Kalafut 1, Köhler, Drechsler n.e., Lehmann n.e., Wolterink n.e.
VfL: Mahncke (1.-43./7), Jerkovic (ab 43./3); Mestrum 6/3, Kress 4, Fauteck 3, Konitz 3, Waldhof 2, Tubic 1, Pröhl 1, Saborowski 1, Bergner 1, Bornemann 1, Lindner, Schneider, König, von Boenigk.
Schiedsrichter: Christian und David Hannes (Aachen/Dortmund)
Zuschauer: 1387
Strafwürfe: 3/3 – 3/3
Strafminuten: 2 – 12