17.11.2019 10:09

Köhrmann lobt „souveränen Auftritt“ in Neuss

Die Konkurrenz patzt, der WHV gewinnt: Handball-Drittligist Wilhelmshavener hat am 13. Spieltag die Ausrutscher einiger Konkurrenten genutzt und seinen Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte ausgebaut. Beim 33:22 (14:14)-Erfolg bei den Rhein Vikings feierten die „Köhrmänner“ Saisonsieg Nummer elf – auch dank der erneu starken Flügelzange mit Yannick Pust (11 Tore) und Sebastian Maas (8).

„Mal abgesehen von den 15 Minuten vor der Pause war das ein sehr souveräner Auftritt meiner Mannschaft“, sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. Bis dahin hatte sein Team die Partie dominiert und sich eine (scheinbar) beruhigende 11:6-Führung herausgespielt. Ein Grund für den guten Start: Der WHV hebelte die offensive Vikings-Defensive ein ums andere Mal mit dem siebten Feldspieler aus und zwang die Gastgeber so früh zum Umdenken.

In Unterzahl geriet der WHV-Express dann aber ins Stocken. Die Gastgeber nutzten diese Phase nicht nur Ausgleich, sondern nach 24 Minuten auch zur 13:12-Führung. „Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht und die Unterzahl nicht gut überspielt“, sagte der WHV-Trainer. Zum Glück fanden die Gäste aber schnell wieder in die Spur – zur Pause lagen beide Teams dennoch gleichauf (14:14).

Nach dem Wechsel gestattete der Spitzenreiter den Wikingern zwar den ersten Treffer, danach aber gab es kein Halten mehr: Mit konsequenter Abwehrarbeit und einem gut aufgelegten Primoz Prost zwischen den Pfosten kauften die Jadestädter dem Gegner den Schneid ab und zogen über 18;15 und 21:16 auf 24:16 davon (48.). Damit war die Partie gelaufen. In der Schlussphase arbeitete der WHV – ohne Rene Drechsler und Rutger ten Velde und über weite Strecken auch ohne Tobias Schwolow – weiter an einem guten Ergebnis und behielt am Ende verdient mit elf Toren Differenz die Oberhand.

HC Rhein Vikings – W’havener HV 22:33 (14:14)
Vikings:
Dreyer (6/1 Paraden), Broy (1); Zimmermann 5, Gipperich 4, Handschke 3, Eber-lein 2, Denert 2/1, Aust 1, Görgen 1, Schön 1, Weis 1, Becher 1, Klause 1, Skorupa.
WHV: Prost (18/2), Grunz; Pust 11, Maas 8, Rozman 5, Vorontsov 4/3, Kozul 3, Schauer 1, Konitz 1, Srsen, Sabljic, Postel, Schwolow.
Schiedsrichter: Dux/Follmert
Zuschauer: 325
Strafwürfe: 4/1 – 4/3
Strafminuten: 2 – 12