18.08.2019 22:09

Lemgo eine Nummer zu groß

Die Überraschung in der 1. Runde des DHB-Pokals blieb aus: Im Finale des First-4-Turniers in Wermelskirchen zogen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener gegen den favorisierten TBV Lemgo Lippe klar den Kürzeren. Nach 60 Minuten behielt der Erstligist klar mit 40:23 (19:13) Toren die Oberhand und zog damit souverän ins Achtelfinale ein.

„20 Minuten lang machen wir vieles richtig, um die Partie dann mit ein paar schlechten Aktionen wegzuwerfen“, bilanzierte WHV-Trainer Christian Köhrmann das Pokal-Aus seiner Jungs. „Diese Vielzahl technischer Fehler darf man sich gegen einen Erstligisten natürlich nicht erlauben. Wir haben Lemgo damit voll in die Karten gespielt.“ In der Tat bedankte sich der Erstligist für die Geschenke mit einer ganzen Reihe an Gegenstößen und zog binnen weniger Minuten von 13:10 (22.) auf 19:13 davon (Halbzeit).

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Der WHV – um Ergebnis-Korrektur bemüht, aber oft mit der Brechstange und weiter mit vielen schlechten Entscheidungen – wurde immer wieder ausgekontert und sah sich folgerichtig schnell mit einem 10-Tore-Rückstand konfrontiert. Köhrmann schonte in der Folge zahlreiche Stammkräfte und brachte unter anderem seinen Ko-Trainer Matej Kozul auf die Platte, der den Kader nach den Ausfällen von Miladin Kozlina (weiter verletzt) und Sebastian Maas (Zusammenprall am Vortag) aufgefüllt hatte. Lemgo spulte sein Programm weiter konsequent herunter und zog durch einen klaren 40:23-Erfolg ins Pokal-Achtelfinale ein.

W’havener HV – TBV Lemgo Lippe 23:40 (13:19)WHV: Prost (1.-20. und ab 45./6), Grunz (21.-45.); Schwolow 5, Drechsler 5, Ten Velde 4, Vorontsov 2, Postel 2, Schauer 2, Rozman 1, Pust 1, Kozul 1, Sabljic, Konitz.
TBV: Johannesson (1.-30./5), Wyszomirski (ab 31./5); Zerbe 8, Elisson 8, Cederholm 4, Hangstein 4, Engelhardt 4, Theuerkauf 3, Guardiola 2, Klimek 2, Baijens 2, van Olphen 2, Rose 1, Schagen.
Schiedsrichter: Hannes/Hannes (Frankfurt/Aachen)
Zuschauer: 437
Strafwürfe: 1/1 – 2/2
Strafminuten: 8 – 2