20.04.2019 16:07

Mehr Abstiegskampf geht nicht

Kellerduell heute Abend in der Nordfrost-Arena: Wenn der Wilhelmshavener HV ab 19.30 Uhr auf den TV Großwallstadt trifft, zählen für beide Teams nur die zwei Punkte, denn sportlich stehen die Kontrahenten als Tabellennachbarn im Keller der 2. Handball-Bundesliga mit dem Rücken zur Wand. „Ich bin keiner, der sich gerne an irgendwelchen Rechenspielen beteiligt“, sagt WHV-Spielmacher Matej Kozul. „Wenn wir drinbleiben wollen, müssen wir dieses Spiel auf jeden Fall gewinnen – so einfach ist das.“

Vor dem Nachholspiel am vergangenen Montag in Hamburg (23:30) war die Ausgangsposition dieselbe: Mit einer klaren Leistungssteigerung wollte man sich an der Elbe für die Hinspielniederlage gegen den Aufsteiger revanchieren – so weit die Theorie. In der Praxis aber kamen die Jadestädter nie wirlich für einen Sieg in Frage und gerieten schnell deutlich in Rückstand. „Wir haben nicht genug füreinander gearbeitet und unsere Angriffe viel zu schnell abgeschlossen“, fasste Trainer Christian Köhrmann die Partie treffend zusammen.

Das soll und muss sich heute Abend ändern, wenn die Jadestädter ihre Chancen auf den Klassenerhalt wahren wollen. Helfen sollen dabei auch die Zuschauer, die schon bei den tollen Heimsiegen über Coburg und Essen zum vielzitierten 8. Mann auf der Platte wurden. Köhrmann: „Großwallstadt besteht nicht nur aus Liga-Toptorjäger Michael Spatz. Sie haben eine erfahrene, kampfstarke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Da können wir jede Hilfe sehr gut gebrauchen.“