Wilhelmshavener HV vor hoher Hürde in Westfalen

« zurück zur Übersicht

Am Freitagabend um 19:15 Uhr, Livestream bei Sportdeutschland.tv, steht für den Wilhelmshavener HV die nächste Auswärtshürde beim ASV Hamm-Westfalen an. Der ASV Hamm hat schon seit einigen Jahren die 1.Handballbundesliga im Visier, konnte das Ziel aber bisher nicht erreichen. Auch in dieser Saison liegen die Gastgeber, die derzeit auf Rang 12 der Tabelle liegen, hinter ihren Ansprüchen zurück. Trotzdem tankte das Team von Trainer Mchael Lerscht im letzten Spiel beim TV Emsdetten eine Menge Selbstvertrauen. Beim 29:26 Auswärtssieg im Westfalenderby, war Jo Gerrit Genz mit sieben Treffern bester Schütze der Hammer.Torhüter Felix Storbeck war mit 17 Paraden und einer Quote von über 40 % gehaltener Bälle ein sicherer Rückhalt für den ASV. Von Beginn an war die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht im Spiel, bei der erstmals der kurzfristig verpflichtete Däne Mikkel Beck Jörgensen für den weiterhin verletzten Sören Südmeier im Aufgebot stand. Nach weniger als acht Minuten traf Merten Krings gegen seinen ehemaligen Verein zur ersten Drei-Tore-Führung für den ASV (4:7).In der 13. Minute erhöhte Kreisläufer Jan Brosch dieser auf vier Treffer zum 7:11 und Jan von Boenigk fünf Minuten vor der Pause sogar auf 11:16. Aber in der Schlussphase der ersten Halbzeit kämpfte sich der TVE, der mit vier Siegen in das Jahr gestartet war, in die Partie zurück und verkürzte durch vier Tore in Serie auf 15:16. Der Beginn der zweiten Halbzeit verlief umkämpft. Bis zum 20:21 in der 42. Minuten blieben die Gastgeber in Reichweite. Mit drei Toren in Folge erspielte sich der ASV dann eine komfortable Führung, die er in der Folge nicht mehr abgeben sollte. Spätestens als Marian Orlowski in der 57. Minute zum 24:29 einnetzte, war das Spiel praktisch entschieden.

Schaut man auf das Hinspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen, hat der WHV sicherlich auch etwas gut zu machen. Am 2.Spieltag im Oktober raubte der ASV, trotz guter Leistung der Köhrmann-Schützlinge, mit einem knappen 24:27 (9:11) Erfolg die Punkte aus der Nordfrost-Arena. Beim Wilhelmshavener HV wurde nach der erfolglosen Englischen Woche hart gearbeitet. Im Fokus stand u.a. auch die Integration der neuen Spieler im Spielablauf der Mannschaft. Aber auch neben der Platte wurde dafür viel getan. WHV-Manager Dieter Koopmann organisierte unter der Woche Sprachunterricht für die kroatischen Spieler und schaute sich nebenbei noch auf dem Spielermarkt um. Ziel dabei war es, die rechte Seite noch einmal zu ergänzen, da die Stammkräfte Evgeny Vorontsov und Yannick Pust wahrscheinlich auch noch den ganzen März über nicht zur Verfügung stehen. „Zum Redaktionsschluss vor dem Spiel in Hamm können wir leider noch keinen Erfolg vermelden. Wegen der beendeten Wechselfrist am 15. Februar, darf ein möglicher Neuzugang in der Saison 2020/2021 noch kein Spiel unter Spielberechtigung bei einem anderen Club gemacht haben. Das grenzt die Suche natürlich extrem ein. Wir sind trotzdem guter Dinge für die restlichen Spiele in dieser Saison noch einen Neuzugang vermelden zu können"; so Vorstandsmitglied Florian Schulz.

Die zuletzt aufkeimende öffentlichen Diskussionen über den Trainer Christian Köhrmann weist der WHV von sich. „Christian Köhrmann hat einen laufenden Vertrag und hat sich, so wie wir im Vorstand, den Ablauf der laufenden Saison sicherlich anders vorgestellt. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, das ihm aufgrund der langfristigen Ausfälle von Vorontsov und Pust, sowie der Abgang von Tim Rozman fast die gesamte rechte Seite während der laufenden Saison weggebrochen ist. Hier nur die Schuld bei dem Trainer zu suchen ist nicht der richtige Weg. Wir standen alle gemeinsam nach den Vorfällen im September innerhalb eines Tages vor einer komplett neuen Situation. Dank der Sponsoren und unserer gemeinsamen Arbeit im Umfeld konnten wir den Spitzenhandball in Wilhelmshaven erhalten. Das hat es in der Vergangenheit und in dieser Form auf Bundesligaebene noch nicht gegeben. Dazu hat auch Christian Köhrmann beigetragen und das sollte auch anerkannt werden. Es muss jeder im Team seine aktuellen Leistungsstand hinterfragen und versuchen zusammen mit seinen Mitspieler das Beste für den Verein und für das Team herauszuholen., so die offizielle Mitteilung vom Vorstand des Wilhelmshavener HV.