WHV reist zum Nachholspiel nach Eisenach

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Am Mittwoch steht das nächste 4-Punkte-Spiel für den Wilhelmshavener HV auf dem Programmzettel der 2.Handballbundesliga. Beim Gegner, dem ThSV Eisenach, der einst mit seiner Tradition in der 1. Bundesliga gespielt hat, geht es aktuell wie beim Wilhelmshavener HV um den Klassenerhalt im Unterhaus. „Wir stehen wieder unter Erfolgszwang, ähnlich wie vor den Heimspielen gegen Emsdetten, Konstanz und Fürstenfeldbruck", blickt ThSV-Trainer Markus Murfuni auf den kommenden Mittwoch. Da empfangen seine Schützlinge in einer Nachholpartie vom 10. Spieltag den Wilhelmshavener HV. Erneut ein Vier-Punkte-Spiel für den ThSV Eisenach, der im letzten Spiel beim TuS N-Lübbecke mit 28:31 (13:17) unterlag. „Wir müssen den Freitagabend abhaken, uns voll auf den Mittwoch fokussieren, dabei das Gute vom Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke freilich einfließen lassen", erklärt Markus Murfun. „Für uns war erneut mehr möglich", stellte Eisenachs Manager Rene Witte fest. „Wir vermochten uns für unseren Aufwand nicht zu belohnen", fasste ThSV-Coach Markus Murfuni zusammen. Eine gut viertelstündige „Auszeit" brachte die Wartburgstädter um den Lohn. Die Phase zwischen der 22. und 39. Minute gab letztendlich den Ausschlag, als der TuS N-Lübbecke von einem 11:11 auf 23:14 enteilte.

Im Lager der Mannschaft um WHV-Trainer Christian Köhrmann hatte man nicht viel Zeit den 2 Punkte-Coup beim ASV Hamm zu feiern. Zu kurz war die Zeit zwischen dem Spiel in Westfalen und dem anstehenden Nachholspiel bei den Wartburgern. Trotzdem nimmt der Trainer aus dem Spiel beim ASV Hamm viel mit. „Da ist die Präsenz von der ersten Minute zu nennen. Die Jungs wollten unbedingt was reißen. Im Vorwärtsgang, in der Laufarbeit, im Engagement in der Abwehr, und das alles über 60 Minuten. Wir erwischten, nicht so wie in den Partien im Herbst, eine gute Startphase und haben unser Spiel über die gesamte Distanz durchgezogen. In der Schwächephase, als wir die Führung abgaben und in Rückstrand gerieten, sind wir cool geblieben, haben in der Abwehr alles rausgehauen, zwei Bälle abgefangen. Wichtig auch, wir minimierten die Zahl unserer Fehlwürfe gegenüber den vorausgegangenen Begegnungen." so Köhrmann. Nach der Regeneration am Sonntag, stand am Montag bereits die handballspezifische Vorbereitung samt Videoanalyse auf das Spiel in Eisenach auf dem Programm. „Wir wollen die Stärken des ThSV Eisenach herausfiltern und herausarbeiten, wie unser Angriff und unsere Abwehr agieren müssen, um erfolgreich zu sein. Wir brauchen eine hohe Qualität über 60 Minuten um in Eisenach zu punkten".

Neben dem Blick auf das Spiel in Eisenach, richtete das Umfeld des Wilhelmshavener HV in den vergangenen Tagen bereits den Fokus auf die Lizenzierung für die kommende Saison 2021/2022 in der 2.Handballbundesliga. Fristgerecht reichte der Verein am Montag alle erforderlichen Anträge und den Nachweis der  Wirtschaftlichkeit des wirtschaftlichen Trägers bei der Handballbundesliga ein. Das anstehende Lizenzierungsverfahren ist allerdings kein einfaches Unterfangen. Denn wie für den WHV ist es auch für die anderen beteiligten Clubs in diesem Jahr eine Art Spiel mit der Glaskugel. Alle Vereine planen im März unter Pandemiebedingungen die neue Saison vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022. Letztlich kann heute noch keiner sagen was in den nächsten Monaten passiert. Was ist mit der Rückkehr von Zuschauern in die Hallen? Wie entwickelt sich der Umstand mit dem Virus fort? Wie verhalten sich die Sponsoren und die Wirtschaft unter weiteren möglichen Lockdowns? Das ist nur ein kleiner Teil aller Unsicherheiten, die die Vereine in diesem Jahr zusätzlich auf ihren Schultern tragen müssen.

Drücken wir also unserer Mannschaft gemeinsam vor den TV- und Streamingkisten die Daumen, damit die Jungs zumindest die Grundlage für die sportliche Qualifikation legen können.

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