Wilhelmshavener HV trifft auf bissige Panther

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Am Samstagabend um 19:30 Uhr trifft der Wilhelmshavener HV auf die Panther vom TuS Fürstenfeldbruck. Es ist erst der zweite Vergleich beider Mannschaften, die sich eigentlich in der letzten Saison in der Aufstiegsrelegation zur zweiten Handballbundesliga hätten treffen sollen. „Wir und unsere Fans hatten damals schon die Reise und die Tickets nach München gebucht. Leider kam uns mit dem Abbruch der Saison durch die Pandemie etwas dazwischen. Jetzt spielen beide Vereine zurecht in der 2.Liga." , so WHV-Geschäftsführer Florian Voelter. Dem TuS, der wie der WHV derzeit um den Abstieg spielt, gelang in der letzten Woche ein Überraschungscoup gegen den VFL Gummersbach.

Der Tabellenletzte feierte gegen den auf dem zweiten Platz liegenden Altmeister VfL Gummersbach einen 32:25 (17:12)-Erfolg. "Wir haben nicht glücklich gewonnen, sondern 100 Prozent verdient", freute sich Coach Martin Wild nach Spielende. "Wir waren bissig und haben Gummersbach richtig genervt" Auch die Gäste erkannten den verdienten Erfolg an. "Weder in der Offensive noch in der Defensive fanden die Blau-Weißen richtig ins Spiel und mussten sich folgerichtig nach 60 Minuten gegen druckvoll und clever aufspielende Fürstenfeldbrucker geschlagen geben", heißt es im Spielbericht der Gummersbacher, die von "einem katastrophalen Tag" und ihrer "schwächste Saisonleistung" sprachen. Nachdem Fürstenfeldbruck im Hinspiel mit 25:40 unter die Räder gekommen war, verkaufte sich der Underdog stark. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung des Überraschungssiegers stach dabei Spielmacher Falk Kolodziej hervor. Er setzte nicht nur seine Mitspieler gut ein sondern erzielte auch selbst zehn Tore.

Auf Seiten des Wilhelmshavener HV landete man nach dem Sieg beim ASV Hamm mit der deutlichen 24:36 (15:20) Niederlage gegen den ThSV Eisenach auf den Boden der Tatsachen zurück. Besonders Trainer Christian Köhrmann ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „ Das Rückzugsverhalten meiner Mannschaft hat nahezu nicht stattgefunden. Hinzu kamen bei uns 23 Fehlwürfe und 12 technische Fehler", führte er auch als Gründe für die klare Niederlage an. Die rote Karte für Kreisläufer und Kapitän Stanko Sabljic (bis dahin vier Treffer) nach grobem Foulspiel gegen Eisenachs Daniel Hideg (23.Min.) sei ein Knackpunkt gewesen. Kurz vor der Pause enteilten die Hausherren vom 15;14 (26,) auf 20:15 beim Seitenwechsel. "Statt unsere Überzahl zu nutzen, um zu verkürzen, gerieten wir noch klarer in Rückstand", kritisierte Christian Köhrmann die Phase nach Wiederanpfiff. Der Rest ist bekannt.

Ein Blick auf die Tabelle reicht, um zu verstehen was im Spiel gegen TuS Fürstenfeldbruck passieren muss. Abzgl. der 4 Punkte nach Saisonende durch die Insolvenz wäre der WHV aktuell Tabellenletzter. Davor liegen punktgleich die Panther aus dem beschaulichen Vorort von München. Es müssen also dringen die beiden Punkte gewonnen werden um nicht den Anschluss an das rettende Ufer zu verlieren. Dass die Mannschaft um Kapitän Sabljic das umsetzen kann wissen wir. Ein echter „Abstiegskrimi" erwartet uns also vor den Bildschirmen live im Stream auf Sportdeutschland.tv