Big Points für den WHV

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben den ersten Doppelspieltag des neuen Jahres mit drei von vier möglichen Punkten beendet: Zwei Tage nach dem starken 28:28-Heimremis gegen das Top-Team aus Hamm setzten sich die Jadestädter am Sonntag unerwartet deutlich mit 33:26 (14:14) Toren beim Dessau-Roßlauer HV durch. Evgeny Vorontsov und Kay Smits steuerten jeweils neun Tore zum Sieg in der Dessauer Anhalt- Arena bei.

"Das war ein unglaublicher Kraftakt des Teams und eine geschlossene Mannschaftsleistung", freute sich WHV-Trainer Christian Köhrmann über den Auftritt seiner Jungs. Dessau drückte von Beginn aufs Tempo und erspielte sich schnell einen knappen Vorsprung. Der WHV ließ sich aber vom frühen Rückstand nicht verunsichern. Außerdem zahlte sich der frühe Torwartwechsel aus: Frederick Lüpke rückte nach einer guten Viertelstunde für Dennis Doden zwischen die Pfosten und war in der Folge ein sicherer Rückhalt seines Teams. Köhrmann: "Freddy hat da weitergemacht, wo Dennis gegen Hamm aufgehört hat."

Nach dem Seitenwechsel (14:14) stand die Partie noch bis zur 43. Minute auf des Messers Schneide (21:21), ehe die Jadestädter zum entscheidenden Schlag ausholte: Duncan Postel, Janik Köhler, der starke Vorontsov und Sebastian Maas warfen ihr Team mit 25:21 in Front. Als Doden dann einen Dessauer Strafwurf entschärfte, war der Bann engültig gebrochen: Maas (3), Vorontsov (3), Tobias Schwolow und Smits brachten den dritten Auswärtssieg des WHV unter Dach und Fach. "Am Ende hatten wir dann mehr Körner als der Gegner", sagte Köhrmann. "Das war eine Demonstration von Kraft und Willen.“

Zwei wichtige Zähler, wenn man sich die Ergebnisse der direkten Konkurrenz anschaut: Neben den Jadestädtern punkteten auch Hagen, Dresden, Aue und die HSG Konstanz. Durch die drei Punkte vom Wochenende hat der WHV, der nun Tabellenplatz 13 belegt, den Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf sechs Zähler erhöht.  

Dessau-Roßlauer HV - W'havener HV 26:33 (14:14)
DRV: Ambrosius (1.-45./16 Paraden), Döhler (46.-60./2); Pavlicek 4/3, Wasielewski 4, Hornicke 3, Zimmermann 3, Schmidt 2, Hanisch 2, Stryc 2, Pfeiffer 2, Sohmann 2, Vanco 2, Sliwka, Hanner, Milkow, Zahradnicek
WHV:  Doden (1.-13./3), Lüpke (ab 14./16); Vorontsov 9, Smits 9/2, Maas 5, Schwolow 3, Postel 3, Kalafut 2, Köhler 1, Kozul 1, Lehmann, Andrejew, Wolterink
Schiedsrichter: Linker/Schmidt (Herne)
Zuschauer: 1186
Strafwürfe: 3/6 – 2/2
Strafminuten: 8 - 6