Drei Sekunden fehlen zum Sieg

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben im Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen den Sieg nur hauchdünn verpasst: Nach 60 spannenden Minuten in der Nordfrost-Arena hieß es 28:28 (12:15) unentschieden. Der überragende Kay Smits hatte den WHV sieben Sekunden vor dem Ende mit 28:27 in Führung geworfen - Lukas Blohme sicherte dem Ligadritten im Gegenzug den unter dem Strich verdienten Punktgewinn.

Nach ausgeglichener Anfangshase waren die Gäste über weite Strecken der ersten Halbzeit das bessere Team. Der WHV ließ im Angriff die nötige Geduld vermissen und schloss einige Angriffe zu unvorbereitet ab - Hamm konterte konsequent und erspielte sich so einen knappen Vorsprung. Dennis Doden hielt die Gastgeber in dieser Phase im Spiel, den 12:15-Pausenrückstand gegen seinen Ex-Club konnte aber auch der reaktionsschnelle WHV-Keeper nicht verhindern.

Nach dem Wechsel steigerten sich der Jadestädter dann: Die Abwehr stand nun sicherer und auch im Angriff spielten Smits & Co. ihre Konzepte jetzt auf den Punkt. Nach dem Ausgleich von Smits entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Gäste stets mit einem Tor vorne sah - bis zur letzten Minute: Der starke Tobias Schwolow hatte zu 27:27 ausgeglichen, Doden parierte und im Gegenzug sorgte Smits für die erste WHV-Führung an diesem Abend. 

Zum Sieg sollte es aber nicht reichen: Hamm brachte den siebten Feldspieler und Blohme netzte von Rechtsaußen kaltschnäuzig zum Ausgleich ein. "Wir haben eine Topleistung gebracht und standen kurz vor dem Sieg", bilanzierte WHV-Keeper Christian Köhrmann, der nicht nur auf den verletzten Rene Drechsler, sondern auch auf Daniel Andrejew verzichten musste, der sich im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzt hatte. "Im ersten Durchgang haben wir noch zu viele Fehler gemacht. Die zweite Hältfe war dann Klasse. Schade, dass es am Ende nicht zu Sieg gereicht hat. Betrachtet man aber die kompletten 60 Minuten, können beide Seiten sicher gut mit dem einen Punkt leben."

Zum zweiten Teil des Doppelspieltags sind die Jadestädter am Sonntag ab 17 Uhr zu Gast beim Dessau-Roßlauer HV, der am Freitag beim VfL Lübeck-Schwartau mit 23:26 Toren unterlegen war. "Das Spiel gegen Hamm hat sehr viel Kraft gekostet", sagt Köhrmann. "Ich hoffe, dass die Körner heute nochmal für 60 Minuten reichen. Dessau spielt sehr körperbetont. Da müssen wir von der ersten Minute an gegenhalten und vorne unsere Chancen nutzen."