Doden rettet einen Punkt

Turbulentes Ende einer denkwürdigen Partie: Mit dem letzten Wurf hatte Benas Petreikis die Chance, die Zweitliga-Partie Wilhelmshavener HV gegen den EHV Aue zu Gunsten der Gäste zu entscheiden. WHV-Keeper Dennis Doden parierte den Strafwurf aber und sicherte den Jadestädtern beim 29:29 (12:16)-Remis einen verdienten Punkt.

Vor 1000 Zuschauern in der Nordfrost-Arena waren die Thüringer lange Zeit das bessere und vor allem effektivere Team. Während der WHV schon im ersten Durchgang immer wieder Flüchtigskeitsfehler im Angriff einstreute, münzten die Gäste die Ballgewinne im Umschaltspiel immer wieder in leichte Tore um. Die 16:12-Pausenführung der Erzgebirgischen ging also vollkommen in Ordnung.

In Durchgang zwei wendete sich das Blatt aber: Der Gast erhöhte zwar noch auf 17:12, danach aber starteten die Jadestädter eine furiose Aufholjagd. Vor allem die Einwechslung von Rechstaußen Fabrice Lehmann (4 Tore in Hälfte zwei) machte sich positiv bemerkbar. Und weil auch Lehmann's Teamkollegen jetzt verlässlicher trafen und Doden den Kasten vernagelte, lag der WHV nach 54 Minuten mit 27:25 Toren vorne.

Als Sebastian Maas die große Chance zum 28:25 leichtfertig liegen ließ (Heber in die Arme von EHV-Keeper Radek Musil), witterten die Thüringer noch einmal Morgenluft, glichen aus und hatten beim Stand von 29:29 die Gelegenheit, die Partie mit dem letzten Angriff der Partie zu entscheiden. Lehmann verhinderte aber den Kempa-Trick über Linksaußen Kevin Roch und veranlasste die insgesamt unsicheren Schiedsrichter Hellbusch und Jansen zu einem höchst umstrittenen 7m-Pfiff. Das Ende istz bekannt: Doden blieb Sieger gegen Petreikis und sorgte so für das unter dem Strich gerechte Remis.

WHV-Trainer Christian Köhrmann konnte mit dem Ergebnis leben – nicht aber mit der Leistung der Unparteiischen: "Ich muss die Tatsache erst einmal verarbeiten, dass die Schiris der Sache hier leider nicht gewachsen waren – so wie wir dem Gegner in der ersten Halbzeit. In Hälfte zwei haben wir aber eine Super-Partie und vor allemdie richtige Einstellung gezeigt." Auch für Gäste-Coach Stephan Swat ging die Punkteteilung am Ende in Ordnung: "Klar ist es bitter, wenn du in letzter Sekunde die Chance hast zu gewinnen. In Hüttenberg haben wir getroffen, heute leider nicht – im Saisonverlauf gleicht sich so etwas immer aus."

W'havener HV – EHV Aue 29:29 (12:16)
WHV: Doden (14 Paraden), Lüpke (bei zwei 7m); Drechsler 6, Schwolow 6/2, Lehmann 4, Maas 4, Postel 3, Kozul 3, Köhler 2, Andrejew 1, Pust, Schauer, Kalafut (n.e.), Ten Velde (n.e.)
EHV Aue: Musil (11), Töpfer, Rasimas (1); Petreikus 8/1, Brkyner 5, Meinhardt 5/2, Roch 4, Bornhorn 4, Faith 1, Lux 1, Tuminskis 1, Dumcius, Ebert, Neuteboom, Schauer, Parachiv.
Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen
Zuschauer: 1004
Strafwürfe: 2/2 - 5/3
Strafminuten: 10 - 6