Teuer verkauft

Trotz guter Leistung mussten sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am "Tag der Deutschen Einheit" beim neuen Tabellenführer HSC Coburg geschlagen geben: 31:35 (14:18) hieß es am Ende aus Sicht der Jadestädter, die in Tobias Schwolow (acht Treffer) ihren besten Werfer hatten.

Nach ausgeglichenem Beginn (5:5/15.) erspielten sich die Gastgeber eine knappe Führung. Der WHV ließ sich aber nicht abschütteln, spielte seine Angriffe lange und konzentriert aus und blieb den Oberfranken stets auf den Fersen. Bis zur 27. Minute: Als HSC-Keeper Jan Kulhanek einige Bäle wegfischte zog Coburg blitzschnell von 14:12 auf 17:12 davon und lag zur Pause mit 18:14 Toren vorne.

Als die Gastgeber bis zur 36. Minute auf 23:16 erhöhten, reagierte WHV-Trainer Christian Köhrmann und ließ Rutger ten Velde und Yannick Pust fortan offensiv verteidigen. Diese Maßnahme verfehlte ihre Wirkung nicht, denn die Jadestädter verkürzten auf 22:25 (43.) und waren plötzlich wieder in Schlagdistanz. Näher ran an die Oberfranken kamen die Gäste aber nicht, da auch Coburg seine Chancen nutzte und letztlich verdient mit 35:31 Toren gewan.

"Schade, dass es uns in der zweiten Halbzeit nicht gelungen ist, den Rückstand auf unter drei Tore zu drücken", trauerte Köhrmann den durchaus vorhandenen Chancen nach. "Aber die Jungs haben toll gekämpft und vor allem in der Abwehr Meter ohne Ende gemacht. Auf diese Leistung können wir definitiv aufbauen."

HSC Coburg - W'havener HV 35:31 (18:14)
HSC: Kulhanek (15 Paraden), Apfel; Billek 10/6, Varvne 7, Sproß 6, Prakapenia 4, Neuhold 4, Hagelin 2, Zetterman 1, Jäger, Wucherpfennig, Timm, Knauer.
WHV: Doden (1.-30./3), Lüpke ab 30./5); Schwolow 8/1, Postel 5, Pust 5, Ten Velde 5, Drechsler 3, Kozul 2, Andrejew 2, Köhler 1, Schauer, Maas, Lehmann.
Schiedsrichter: Pittner/Moles
Zuschauer: 2083
Strafwürfe: 7/6 - 5/3
Strafminuten: 6 - 6