Klare Niederlage beim TVG

Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV lässt in der Liga weiter Federn: Bei Aufsteiger TV Großwallstadt mussten sich die Jadestädter am Samstag nach durchwachsener Leistung mit 22:30 (12:13) Toren geschlagen geben. "Wir haben über weite Strecken alles im Griff und schenken das Spiel dann aufgrund vieler schlechter Entscheidungen her", ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann nach der zweiten Niederlage in Folge gegen einen Liganeuling.

Die gute Nachricht vorweg: Der WHV kann in Zukunft wieder mit Evgeny Vorotnsov planen. Der Linkshänder, der sich im ersten Saisonvorbereitungsspiel gegen den Nachbarn aus Varel an der Schulter verletzt hatte, stand in Großwallstadt überraschend wieder im jadestädtischen Aufgebot - und warf sogar ein Tor. Von der Linie verkürzte Vorontsov nach knapp 53 Minuten auf 21:23. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Gäste noch alle Chancen auf den Sieg, bugsierte sich in der Folge selbst auf die Verliererstraße.

Nach einer Zeitstrafe gegen Kuno Schauer ließ der WHV im Angriff die nötige Geduld vermissen. Drei Ballverluste später war die Partie dann verloren, weil Großwallstadt die Fehler der Gäste eiskalt bestrafte und die Punkte letztlich verdient in Unterfranken behielt. Köhrmann: "In solchen Situationen sind vor allem die Führungsspieler gefragt. Wir machen einfach zu viele Fehler – sowohl mannschaftstaktisch, als auch individuell."

Halbzeit eins hatte die Jadestädter noch leicht Vorteil gesehen. Doch auch hier ließen Rene Drechsler & Co. bereits einige Bälle liegen und verpassten damit eine durchaus mögliche Pausenführung. "Mit besserer Chancenverwertung führen wir nach 30 Minuten klar", sagte Köhrmann, der die Schuld trotz der zwölf  Großwallstädter Strafwürfe und sieben Zeitstrafen gegen sein Team nicht bei den Schiedsrichtern suchen wollte. "Die ein oder andere Hinausstellung war aus meiner Sicht überzogen, unter dem Strich müssen wir uns aber an die eigene Nase fassen."

TV Großwallstadt - W'havener HV 30:22 (13:12)
TVG: Redwitz (1 Tor/17 Paraden), Kugis; Spatz 12/10, Winkler 6, Göpfert 3, Stark 2, Erifopoulos 2, L. Spiess 2/1, Urban 1, Engels 1, Blank, Schnellbacher, T. Spiess, Keck.
WHV: Doden (12 Paraden), Lüpke; Drechsler 6, Schwolow 5, Ten Velde 3/1, Lehmann 3, Pust 1, Andrejew 1, Kozul 1, Vorontsov 1/1, Maas 1, Postel, Schauer, Köhler.
Schiedsrichter: Horath/Hofmann
Zuschauer: 1305
Strafwürfe: 11/12 – 2/3
Strafminuten: 4 – 14