WHV geht erneut leer aus

Bei der 21:27 (10:13)-Niederlage in Ferndorf haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV nicht nur zwei wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch ihren Haupttorschützen Tobias Schwolow verloren. In der Schlussphase der Partie war der Rotschopf unglücklich umgeknickt und musste die letzten Minuten der Partie von der Bank aus verfolgen. Trotzdem war der Halblinke mit sechs Treffern bester Werfer seines Teams.

Wie so oft in den letzten Wochen waren die Jadestädter mehr als 20 Minuten lang ein ebenbürtiger Gegner. Nur leider nutzten die Jadestädter auch bei den daheim noch ungeschlagenen Ferndorfern ihre Chancen nicht. "Da hätten wir richtig wegziehen  können“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann über ausgelassene Tempogegenstöße und weitere vergebene Großchancen. Die Quittung: Ferndorf egalisierte den 6:8-Rückstand und ging kurz vor der Pause (in Überzahl) mit 13:10 in Führung.

Nach dem Wechsel liefen die Jadestädter dem Rückstand hinterher, weil im Angriff in vielen Situationen der Durchschlag fehlte und auch die inzwischen offensiv ausgerichtete 4:2-Deckung ihre Wirkung nicht wie von Köhrmann gewünscht entfaltete. So ließ sich die 21:27 Niederlage - gleichzeitig die sechste Pleite in Fremde - nicht mehr abwenden. Da die Konkurrenz im Abstiegskampf fleißig gepunktet hat, fielen die Jadestädter auf Rang 18 zurück. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) kommt Tabellennachbar Elbflorenz Dresden zum Vierpunkte-Spiel an die Jade.

TuS Ferndorf - W’havener HV 27:21 (13:10)
TuS: Puhl (1. - 60./11 Paraden), Rottschäfer; Zerbe 8/6, Wörner 4, Faulenbach 4, Lindskog 3, Basic 3/1,  Michel 2, Schneider 2, Barwitzki 1/1, Müller, Bettig, Neitsch, Michel, Koloper.
WHV: Doden (1. - 60./9), Lüpke; Schwolow 6, Postel 4, Ten Velde 4/1, Vorontsov 3, Schauer 1, Maas 1, Kozul 1, Drechsler 1, Köhler, Pust, Andrejew, Lehmann.
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro
Zuschauer: 1007
Strafwürfe: 10/8 - 2/1
Strafminuten: 2 - 6