Mit Tempo zum Erfolg

Den Rückenwind aus Dessau wollen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend mit ins letzte Heimspiel des Jahres 2018 gegen die Wölfe der DJK Rimpar nehmen. Eine Woche nach dem 27:27-Remis beim Dessau-Roßlauer HV zählt für die Jadestädter nur ein Sieg über den direkten Konkurrenten aus Würzburg. Spielbeginn in der Nordfrost-Arena ist um 19.30 Uhr.

"Für mich ist der Punkt in Dessau ein gewonnener Punkt, weil wir in der entscheidenden Phase viel Moral und auch Comeback-Qualitäten bewiesen haben", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. "Klar will man so ein Ding als Sportler dann auch gewinnen, aber auch das Remis war enorm wichtig für uns Selbstvertrauen. Auf dieser Leistung können wir aufbauen." Neben Rene Drechsler, der seine gute Form mit neun Toren in Anhalt-Arena unterstrich, wusste auch Frederick Lüpke bei seinem Startsieben-Debüt zu überzeugen. Köhrmann: "Freddy hat die Woche gut trainiert und seinen Einsatz mit Leistung gerechtfertigt. Das heißt aber nicht, dass er auch heute gegen Rimpar Konkurrenz-Kampf ist immer gut für's Geschäft."

Dass die DJK Rimpar kurz vor Ende der Hinrunde genau wie der WHV mitten im Abstiegskampf steckt, kommt sicher etwas überraschend. "Das war nicht unbedingt zu erwarten, weil die Bayern über eine sehr eingespielte Mannschaft verfügen und sich im Sommer praktisch kaum verändert haben", sagt Köhrmann. "Wir müssen unsere Stärken heute ganz gezielt einsetzen, um den Gegner immer wieder unter Druck zu setzen." Fehlen wird Sebastian Maas, der sich am Mittwoch im Training an der Leiste verletzt hat. Alle weiteren Spieler sind fit, neben Tobias Schwolow, der große Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnte, steht auch Miro Schluroff heute Abend im Aufgebot des WHV.

Nicht mehr zum Kader gehört unterdessen Jan Josef: Der WHV hat den Vertrag mit dem tschechischen Sommer-Neuzugang inzwischen aufgelöst. Der 26-jährige Rückraumspieler stand seinem Team schon seit Monaten aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr zur Verfügung. "Ich bin überzeugt, dass uns ein gesunder und fitter Jan Josef auf jeden Fall sportlich weitergeholfen hätten", sagt Manager Dieter Koopmann. "Es gab aber leider keine Perspektive, dass der Spieler uns mittelfristig wieder zur Verfügung gestanden hätte. Deshalb war die Auflösung des Vertrags alternativlos."