Kantersieg gegen Dormagen

Zehn Spiele mussten Spieler, Verantwortliche und Fans des Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV auf das dringend benötigte Erfolgserlebnis warten. Mit einem unerwartet deutlichen 34:24 (16:12)-Heimsieg über Aufsteiger Bayer Dormagen beendeten die Jadestädter ihre Durchstrecke und kehrten mit einem Paukenschlag in die Erfolgsspur zurück. Aus einer starken Mannschaft ragten Torhüter Dennis Doden (14 Paraden), Tobias Schwolow (neun Tore) und Debütant Bartosz Konitz heraus.

"Nach so einem Erfolg haben sich alle gesehnt", atmete WHV-Trainer Christian Köhrmann am späten Samstagabend nach dem Abpfiff erst einmal durch. "An Engagement hatte es in den Spielen vorher nie gefehlt - nur an Zielstrebigkeit. Heute hat alles gepasst, was sicherlich auch an Bartosz Konitz gelegen hat." In der Tat: Der Neuzugang aus Hagen ar auf der Mitte Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Jadestädter und in jeder Hinsicht ein belebendes Element. Köhrmann: "So eine Leistung nach nur einer gemeinsamen Trainingswoche abzurufen, verdient schon großen Respekt."

Den verdienten sich aber auch die anderen WHV-Spieler: Zum Beispiel Dennis Doden, der im Tor an seine Top-Leistung in Aue anknüpfte und sich mit insgesamt 14 Paraden die Bestnote verdiente. Oder Tobias Schwolow, der den Dormagenern neun Stück einschenkte und damit einma mehr bester Werfer seines Teams war. Köhrmann: "Eigentlich müsste ich alle Spieler loben. Wir haben dem Druck standgehalten und wollen nun eine Serie starten."

Dormagens Trainer Dusko Bilanovic, der selbst als Aktiver drei Jahre lang das WHV-Trikot getragen hatte, quittierte eine verdiente Niederlage seiner Mannschaft. "Ich komme immer wieder gerne nach Wilhelmshaven, aber dieses Ergebnis gefällt mir natürlich gar nicht", sagte der TSV-Coach. "Der WHV war präsenter und aggressiver. Mit 21 Fehlwürfen und neun technischen Fehlern wird es aber in jeder Zweitliga-Halle schwer, zu gewinnen."

Es war ein Start-Ziel-Sieg der Gastgeber, die schnell ein 4:0 vorlegten und diesen Abstand bis zur Pause souverän verteidigten (16:12). Nach dem Wechsel legte der WHV noch eine Schippe drauf und zog bis zur 50. Minute auf 29:19 davon. Diesen Zehntore-Vorsprung gaben die "Köhrmänner" in der Schlussphase nicht mehr her. Den Kampf um den Klassenerhalt setzt der WHV mit Gastspielen in Hüttenberg (2. März) und Hagen (8. März) fort, ehe der HSC Coburg am Samstag, 16. März (19.30 Uhr), in der Arena zu Gast ist.

W'havener HV - TSV Bayer Dormagen 34:24 (16:12)
WHV: Doden (14 Paraden), Lüpke, Grunz (jeweils bei einem 7m); Schwolow 9, Vorontsov 6/3, Maas 5, Drechsler 4, Andrejew 4, Konitz 3, Postel 2, Kozul 1, Ten Velde, Kozlina, Schauer, Köhler, Pust.
TSV: Bartmann (1.-55./5), Broy (ab 55.1); Wieling 9/6, Maldonado 5, Löfström 4, Thomas 3, Stutzke 2, Reuland 1, Rebolo, Richter, Hüter
Schiedsrichter: Otto/Piper
Zuschauer: 1096
Strafwürfe: 3/3 - 6/6