WHV will nachlegen

Mit neuem Selbstvertrauen, aber auch mit dem Wissen, dass der 34:24-Heimerfolg über Bayer Dormagen nur ein erster Schritt in die richtige Richtung war, machen sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute auf den Weg nach Hessen. Im Gastspiel beim TV Hüttenberg (ab 19.30 Uhr) wollen die Jadestädter an die zuletzt starke Leistung anknüpfen und sich auch für die unnötige 22:26-Hinspielniederlage revanchieren. "Wir haben noch eine Rechnung offen", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann.

Im ersten Duell mit dem Erstliga-Absteiger aus Hüttenberg sahen Rene Drechsler & Co. lange Zeit wie die sicheren Sieger aus. Zur Pause hatte der WHV mit 14:10 Toren die Nase vorn gehabt und auch nach 40 Minuten lagen die Jadestädter noch vorne. "Dass wir am Ende trotzdme noch verloren haben, hatten wir uns selbst zuzuschreiben", erinnert sich Köhrmann an eine schwache Schlussphase seiner Mannschaft, die am Ende zu viele klare Chancen ungenutzt ließ und auf der Zielgeraden noch von den kampfstarken Hessen abgefangen wurde (22:26).

Damit sich dies heute nicht wiederholt, hat sich der WHV gut auf die Hüttenberger vorbereitet und versucht, im Training Lösungsmöglichkeiten gegen die offensive 3:2:1-Abwehr der Kurtagic-Sieben zu finden. "Bewegung ohne Ball ist hier ein wichtiges Stichwort", sagt Köhrmann, der von seinem Jungs aber auch Geduld und einen möglichst kühlen Kopf in hitziger Atmosphäre verlangt. "Hüttenberg agiert im gebundenen Angriff sehr diszipliniert", weiß der WHV-Trainer. "Auch hier müssen wir geduldig und konzentriert bleiben."

Personell können die Jadestädter heute Abend aus dem Vollen schöpfen: Auch Sebastian Maas, der unter der Woche aufgrund einer Virusinfektion etwas kürzer treten musste, ist mit von der Partie. Genau wie Neuzugang Bartosz Konitz, der gegen Dormagen ein glänzendes Heimdebüt gefeiert hatte und die Mannschaft auch heute Abend auf der Rückraum-Mitte anführen wird. "Gegen Dormagen war vieles gut - hier und da gibt es aber noch Verbesserungs-Potenzial", sagt Köhrmann. "Ich hoffe, dass wir heute Abend den nächsten Schritt machen können. Hüttenberg ist sehr heimstark, das wird kein Spaziergang - aber wir wollen unbedingt nachlegen."