WHV geht wieder leer aus

32 Tore und eine kämpferisch erstklassige Leistung haben den Zweitliga-Handballern des Wilhelmshavener HV zum Abschluss der letzten Doppelspieltags der Saison gegen den ASV Hamm-Westfalen nicht zum Sieg gereicht. Das Heimspiel gegen den Tabellenvierten ging aus Sicht der Jadestädter knapp mit 32:34 (16:18) Toren verloren. Evgeny Vorontsov (7) und Tobias Schwolow waren die besten Werfer des WHV.

Dass es am Ende nicht zum erhofften Sieg und einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf reichte, hatte mehrere Gründe. Ähnlich wie beim 25:28 in Lübeck war Schwolow im Rückraum über weite Strecken auf sich allein gestellt. Rene Drechsler setzte zwar (vor allem in der ersten Halbzeit) spielerische Akzente und glänzte als Vorbereiter für Daniel Andrejew und Vorontsov - am Torewerfen beteiligte sich der Linkshänder aber einfach zu selten.

Dennoch blieb der WHV dem Favoriten auf den Fersen, weil Angelo Grunz den verletzten Dennis Doden im Tor solide vetrat und die Jadestädter vorne ihre Chancen nutzten. Erst als Vorontsov in der Schlussphase des ersten Durchgangs zweimal an Ex-WHV-Keeper Oliver Krechel scheiterte und Südmeier im Gegenzug zweimal eiskalt für die Gäste vollstreckte, kam Hamm zur 18:16-Pausenführung. Als der ASV nach Wiederbeginn auf 24:20 davonzog, wurde es kurz still in der Arena. Die WHV-Fans befrüchteten die Vorentscheidung, wurden aber eines Besseren belehrt: Der eingewechselte Yannick Pust warf die Gastgeber wieder auf Tuchfühlung und läutete damit auch die spannende Schlussphase ein (24:24/45.).

In dieser konnte sich Gäste vor allem auf zwei Spieler verlassen: Krechel war mit wichtigen Paraden zur Stelle und vorne brannte Linkshänder Jan von Boenigk ein wahres Feuerwerk ab. So viele Tore, wie die  Jadestädter hinten kassierten, konnte Schwolow vorne nicht werfen - und so ging der Sieg glücklich, aber nicht ganz unverdient mit 34:32 an den ASV Hamm.

W'havener HV - ASV Hamm-Westfalen 32:34 (16:18)
WHV: Grunz (1.-35. und 46.-59./11 Paraden), Lüpke (35.-46. und ab 59./1); Vorontsov 7, Schwolow 6, Andrejew 5, Pust 4, Schauer 3, Konitz 3, Drechsler 2, Ten Velde 1, Postel 1, Maas, Kozlina, Kozul, Köhler, Lehmann.
ASV: Storbeck (1.-14./1), Krechel (ab 14./13); von Boenigk 11, Schwabe 7, Huesmann 5/3, Fuchs 3, Blohme 1, Milde 1, Papadopoulos 1, Sohmann, Lex, Gudat.
Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich
Zuschauer: 1045
Strafwürfe: 0/0 – 3/3
Strafminuten: 2 – 4