Die Hoffnung lebt weiter

Pflicht erfüllt, aber aus dem erhofften Befreiungsschlag wurde leider nichts: Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV gewann zwar sein Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV verdient mit 29:24 Toren, hat im Kampf um den Klassenerhalt aber weiterhin schlechte Karten, weil Elbflorenz Dresden in Großwallstadt gewann und zwei Spieltage vor Saisonende nach wie vor drei Punkte Vorsprung auf die Jadestädter hat.

"Wenn wir auch in den letzten beiden Spielen in Rimpar und gegen Nordhorn so auftreten wie zuletzt, dann werden wir auch punkten", sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann mit Blick auf das Saisonfinale. Und Tobias Schwolow f+gte hinzu: "Leider haben wir es nicht mehr selbst in der Hand. Aber wir haben kühlen Kopf bewahrt und in der Abwehr endlich mal wieder eine sehr gute Leistung gezeigt. Das macht uns Mut für die kommenden Aufgaben."

29:24 klingt nach einer klaren Sache. War es über weite Strecken auch - allerdings mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern. In Durchgang eins lagen beide Teams lange Zeit gleichauf. Beim 8:5 schienen sich die Jadestädter vom DRHV absetzen zu können, wenig später war aber wieder alles offen (11:11). In der Schlussphase war der WHV dann aber die bessere Mannschaft, nutzte die Fehler der Gäste eiskalt aus, um mit fünf Toren in Folge auf 16:11 davonzuziehen.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild - bis zum 24:16 (44.). Angeführt von Wasielewski nutzte Dessau die Gunst der Stunde, um sich bis auf 22:25 heranzuarbeiten und den WHV damit doch noch einmal in Bedrängnis zu bringen. "Diese individuellen Fehler müssen wir uns in Rimpar und gegen Nordhorn verkneifen", sagte Köhrmann angesichts dieser Schwächephase, die am Ende jedoch folgenlos blieb, weil Bartosz Konitz und Sebastian Maas danach die Big Points machten (28:23). Während der WHV nach dem 29:24-Erfolg weiter hoffen
darf, stehen nach dem 36. Spieltag neben Dessau auch Hagen und Großwallstadt vorzeitig als Absteiger fest.

W'havener HV - Dessau-Roßlauer HV 29:24 (16:11)
WHV: Grunz (1.-60./8 Paraden), Lüpke (bei einem 7m); Ten Velde 7/5, Drechsler 5, Schwolow 4, Vorontsov 4, Konitz 3, Postel 3, Kozul 1, Maas 1, Schauer 1, Pust, Kozlina, Köhler, Schluroff, Lehmann.
DRHV: Ambrosius (1.-60./15), Plaue (bei einem 7m); Wasielewski 5, Hanner 4, Zahradnicek 4/2, Milkow 3, Pavlicek 3, Zimmermann 2, Zele 2, Hönicke 1, Hanisch, Pfeiffer, Jungemann, Vanco.
Schiedrichter: Heine/Standke
Zuschauer: 1093
Strafwürfe: 7/5 – 2/2
Strafminuten:  4 – 8