Heimsieg ist Pflicht

Fünf Spieltage vor Toreschluss haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV trotz dreier Niederlagen in Folge immer noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Vorausgesetzt natürlich, die Jadestädter legen jetzt im Endspurt eine  Siegesserie hin. Den ersten Schritt wollen die "Köhrmänner" heute Abend (ab 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) gehen - mit einem Heimsieg über den TuS Ferndorf.

"Klar müssen wir über die Zielsetzung in dieser Partie nicht diskutieren", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. "Wir spielen noch dreimal vor heimischem Publikum und müssen in diesen Spielen so viele Punkte wie möglich holen. Und wenn wir in Dresden nicht verlieren, können wir unser großes Ziel - den Klassenerhalt - auf jeden Fall noch erreichen. " Der Trainer weiß aber auch, dass eine Leistung wie zuletzt in Balingen (25:38), wo der WHV vor allem in Sachen Defensive vieles schuldig blieb, in den letzten fünf Spielen nicht reichen wird. "Wir waren zu passiv, haben uns in der Abwehr zu wenig bewegt und es nicht geschafft, die Balinger Angriffe frühzeitig zu unterbrechen", blickt der Coach zurück.  "Hier erwarte ich eine klare Steigerung - vor allem in puncto Aggressivität."

Mit Ferndorf ist heute Abend der beste der vier Aufsteiger zu Gast in der Nordfrost-Arena. Vor allem in der Hinrunde sorgte die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht für Furore, gehörte der TuS doch lange Zeit sogar zur Spitzengruppe der Liga. Zwischenzeitlich mussten aber auch die Ferndorfer Federn lassen, mit dem Abstiegskampf haben die Gäste aber freilich nichts mehr zu tun und können die Saison als Tabellenachter ohne Druck zu Ende spielen.

Personell gibt es bei den Jadestädtern vor dem Endspurt noch einige Fragezeichen: Mehrere Stammkräfte sind nach den hohen Belastungen angeschlagen, werden sich aber in den Dienst der Mannschaft stellen. Ob Torhüter Dennis Doden, der nach seiner Fußverletzung erst am Donnerstag wieder ins Teamtraining eingestiegen ist, schon heute Abend wieder eine Option ist, lässt Köhrmann offen. "Alle sind jetzt noch einmal gefordert, in den letzten fünf Wochen auf die Zähne zu beißen. Ferndorf wird uns alles abverlangen und wenn sich eine Chance bietet, müssen wir zuschlagen."