Mammutaufgabe beim Spitzenreiter

Titelambitionen gegen Abstiegskampf - der Spitzenreiter erwartet den Drittletzten: Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV HV sind um ihre heutige Aufgabe nicht zu beneiden. Um 17 Uhr sind die Jadestädter zu Gast bei der HBW Balingen-Weilstetten. Eine Mammutaufgabe für die Mannen um Kapitan Janik Köhler, die natürlich als krasse Außenseiter ins Rennen gehen, trotzdem aber 60 Minuten lang um ein gutes Ergebnis kämpfen wollen.

"Wenn wir nicht nur in die Nähe eines Punktgewinns kommen wollen - wie zuletzt in Lübeck oder gegen Hamm - muss alles passen", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. "Das gilt vor allem für die Anfangsphase. Balingen gibt sofort Vollgas, wenn wir da nicht hellwach sind, haben wir keine Chance." Ein paar Fakten untermauern diese Sichtweise: Der HBW ist die heimstärkste Mannschaft der Liga. Alle 16 Heimspiele der laufenden Spielzeit hat die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle gewonnen - saisonübergreifend sind es sogar 25 Partien.

Dass der lange Zeit souveräne Spitzenreiter nun doch noch einmal um die Rückkehr ins Handball-Oberhaus zittern muss (der Vorsprung des Spitzenreiter aus den Dritten HSG Nordhorn beträgt nur noch zwei Zähler), liegt an einer kleinen Auswärts-Schwächephase. Dreimal verließen die Balinger, die seit der WM auf ihren verletzten Nationalspieler Martin Strobel verzichten müssen, das fremde Parkett zuletzt als Verlierer und stehen damit im Aufstiegskampf nicht weniger unter Druck, als der WHV im Tabellenkeller.

Die Jadestädter bangen vor dem Gastspiel beim Spitzenreiter um Torhüter Dennis Doden, der sich mit einer Fußverletzung herumplagt und unter der Woche nicht trainieren konnte. Tobias Schwolow, Bartosz Konitz, Kuno Schauer und Yannick Pust mussten im Training etwas kürzer treten, stehen ihrer Mannschaft aber heute zur Verfügung.