09.02.2020 09:46

Nur eine Halbzeit überzeugend

Revanche geglückt, 39:23-Kantersieg: Trotzdem waren die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV nach Abpfiff des Heimspiels gegen den TuS Volmetal nicht restlos zufrieden. Grund dafür war eine schwache erste Halbzeit, in der der Spitzenreiter in der Defensive viel zu viel zu- und den personell dezimierten Gegner damit lange Zeit im Spiel hielt. „Wir haben über weite Strecken schläfrig agiert und uns viel zu wenig bewegt“, kritisierte Köhrmann das Abwehrverhalten seines Teams. „Deshalb ist es in der Halbzeitpause in der Kabine auch etwas lauter geworden.“

Die Standpauke des Trainers sollte ihre Wirkung jedenfalls nicht verfehlen: Nach dem Seitenwechsel (18:15) drehten die Jadestädter mächtig auf und ließen den Gästen nicht den Hauch einer Chance. „Die Leistung aus den ersten 30 Minuten konnten wir nicht auf uns sitzen lassen“, sagte Yannick Pust, mit 14 Toren bester WHV-Abwehr des Abends, nach dem Abfiff. „Wir wollten vor allem im Innenblock kompakt stehen, was uns speziell in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht gelungen ist. Warum? Das müssen wir jetzt analysieren.“

Auch Bartosz Konitz, der das WHV-Spiel auf der Rückraum Mitte klug derigierte und dabei selbst sieben Treffer erzielte, war nach der Revanche nur bedingt zum Feiern zumute: „Wir können nicht immer warten, bis der Gegner anfängt, die Bälle wegzuwerfen.“ Im aktuellsten Fall dauerte es bis zur 35. Minute, ehe Volmetal gegen deutlich aggressivere Jadestädter den Faden verlor und im Minutentakt ausgekontert wurde. So wurde aus einem 21:17 schnell ein 26:17 (44.). Und weil der WHV-Express auch in der Schlussviertelstunde nicht am Tempo verlor, wurde die 40-Tore-Marke erneut nur knapp verpasst.

„Nach der Pause haben wir das gut gemacht“, zeigte sich Köhrmann mit Durchgang zwei einverstanden. Neben Pust und Konitz zeigte auch Rene Drechsler im rechten Rückraum weiter ansteigende Form. Auf konstant hohem Niveau präsentierte sich einmal mehr Torhüter Primoz Prost mit 15 Paraden in 45 Minuten. Dem stand Angelo Grunz nach seiner Einwechslung zahlenmäßig kaum noch (7).

W’havener HV – TuS Volmetal 39:23 (18:15)
WHV:
Prost (1. – 45./15 Paraden), Grunz (ab 45./7); Pust 14, Konitz 7, Ten Velde 7/1, Drechsler 4, Schauer 3, Sabljic 2, Rozman 1, Postel 1, Srsen, Schwolow.
TuS: Quick (1. – 24., ab 46. und bei einem 7m/6), Michel (24. – 46./6); König 7/2, Kowalski 5, Stange 3, Heidemann 3, Kaufmann 2, Moog 1, Schnepper 1, Pfänder 1, Kähler, Treude.
Schiedsrichter: Sakovski/Schneider
Zuschauer: 1018
Strafwürfe: 2/1 – 4/2
Strafminuten: 2 – 2