12.11.2017 18:24

Ohne Chance in Schwartau

Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben den zweiten Doppelspieltag der Saison ohne Punktgewinn abgeschlossen: Nach der knappen 26:27-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Bergischer HC am Freitag zogen die Jadestädter am Sonntag beim VfL Lübeck-Schwartau deutlich mit 20:34 (8:13) Toren den Kürzeren. Tobias Schwolow war mit 6/2 Treffern bester Werfer im Team von Trainer Christian Köhrmann.

Vor knapp 2000 Zuschauern in der Lübecker Hansehalle konnten nur die Gäste nur in der Anfangsphase mithalten (4:4/10.). Danach gerieten die Jadestädter klar ins Hintertreffen, vor allem weil man zu viele Torgelegenheiten ungenutzt ließ. „Wir haben sehr stark verteidigt, aber vorne viel zu viel liegenlassen“, sagte Köhrmann. „Und das lag nicht nur an VfL-Keeper Dennis Klockmann.“ Egal ob Gegenstoß, freier Wurf von  Außen oder Siebenmeter – der Ball fand zu selten den Weg ins Tor, so dass man trotz guter Defensive zur Pause mit 8:13 Toren hinten lag.

Nach dem Wechsel sorgten die Gastgeber schnell für die Entscheidung, als sie in Überzahl auf 18:10 davonzogen. Der WHV mühte sich zwar weiter um ein achtbares Ergebnis, konnte den Rückstand in der Folge aber nicht reduzieren. Als Janik Köhler verletzungsbedingt passen und Köhrmann die Defensive von 6:0 auf 5:1 umstellen musste, fehlte auch in der Defensive der Zugriff. Schwartau drückte weiter aufs Tempo, nutzte seine Chancen konsequent und gewann am Ende deutlich mit 34:20 Toren. EX-WHV-Kapitän Steffen Köhler steuerte vier Treffer zum verdienten Sieg seines neuen Vereins bei.

Die Gäste mussten wie angekündigt auf Lukas Kalafut verzichten, der sich im Duell mit dem Bergischen HC am Knie verletzt hatte. Eine MRT-Untersuchung am Montag soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung des Slowaken geben.

VfL Lübeck-Schwartau – W’havener HV 34:20 (13:9)
VfL: Klockmann (1.-49./13 Paraden), Mallwitz (ab 49./1); Milde 7, Damm 5/4, Akermann 5, S. Köhler 4, Schult 3, Glabisch 3,  Hansen 2, Ranke 2, Metzner 2, Lauenroth 1/1, Claasen, Schlichting, Bruhn, Podpolinski.
WHV: Doden (1.-40./13 Paraden), Lüpke (ab 40. und bei einem Siebenmeter/2); Schwolow 7/2, Vorontsov 4, Smits 3, Postel 3, Kozul 1, J. Köhler 1, Maas 1, Ten Velde, Lehmann.
Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich (Berlin)
Zuschauer: 1987
Strafwürfe: 6/5 – 5/2
Strafminuten: 2 – 8