17.03.2018 12:17

Personalsorgen vor dem Derby

Im heutigen Bezirksderby gegen die HSG Nordhorn-Lingen müssen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV gleich auf vier Spieler verzichten: Neben Matej Kozul und Rene Drechsler fallen auch Daniel Andrejew und Rutger ten Velde verletzt aus. Für Trainer Christian Köhrmann abe rnoch lange kein Grund, die Flinte schon vor dem Anwurf (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) ins Korn zu werfen: „Nordhorn ist natürlich klarer Favorit, aber die Jungs werden alles geben, um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen.“

Der letzte Heimsieg der Jadestädter über den Konkurrenten aus der Grafschaft Bentheim liegt inzwischen fast 16 Jahre zurück: Im allerersten Bundesliga-Spiel der WHV-Geschichte setzten sich die Schützlinge von Trainer Jürgen Carstens seinerzeit mit 21:19 Toren durch. Zahlreiche weitere Duelle folgten, mehr als ein Punktgewinn vor eigenem Anhang war für die Wilhlemshavener aber nicht drin – viele Partien gingen zum Teil äußerst knapp verloren. „Beide Mannschaften kennen sich sehr gut und wissen um die Stärken und Schwächen des Gegenüber“, sagt Köhrmann. „Unsere Möglichkeiten sind heute zwar begrenzt, wir verfügen aber immer noch über genug Potenzial, um diese Herausforderung zu meistern.“

Die Nordhorner waren mit fünf Siegen in Folge stark in die Saison gestartet, verloren danach aber die Spitzenplätze der Liga schnell aus den Augen. Trainer Heiner Bültmann verfügt über eine sehr eingespielte Truppe, die an guten Tagen in der Lage ist, jede Mannschaft in der 2. Bundesliga in Verlegenheit zu bringen. Zu den Leistungsträgern zählen Top-Keeper Björn Buhrmester, die Halbspieler Nicky Verjans und Jens Wiese sowie die Flügelzange Pavel Mickal/Lasse Seidel bzw. Yannick Fraatz. Köhrmann: „Nordhorns große Stärke ist die Ausgeglichenheit. Sie haben nicht den einen Top-Torschützen, sondern verteilen die Last immer auf sehr viele Schultern.“

Fehlen wird  bei den Grafschaftern nur Spielmacher Alexander Terwolbeck – für ihn könnte der Niederländer Patrick Miedema auf die Mitte rücken. Überhaupt gibt es heute Abend ein größeres Stelldichein der „Holländer“: Beim WHV stehen mit Kay Smits, Duncan Postel und dem verletzten Rutger ten Velde drei Niederländer im Kader – zum Team der HSG zählen mit Toon Leenders, Verjans, Miedema und Alec Smit sogar vier Akteure aus dem Nachbarland.