17.02.2018 12:08

Riesen Herausforderung Coburg

Die jüngste Erfolgsserie des Wilhelmshavener HV mit zuletzt 7:1 Punkten aus den letzten vier Spielen wird am Abend auf eine harte Probe gestellt: Im Zweitliga-Gastspiel beim HSC Coburg sind die Jadestädter am Sonnabend ab 19.30 Uhr klarer Außenseiter. „Der Gegner ist auf allen Positionen top besetzt, verfügt über große individuelle Klasse und hat auch den Heimvorteil auf seiner Seite“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Wir brauchen eine überragende Leistung, wenn wir dort in die Nähe eines Punktgewinns kommen wollen. Das ist eine riesen Herausforderung.“

Die Gastgeber haben zuletzt zwei sportliche Ausrufezeichen gesetzt: Dem Heimsieg über den VfL Schwartau-Lübeck noch vor der EM-Pause ließ die Mannschaft von HSC-Trainer Jan Gorr am vergangenen Wochenende einen Auswärtserfolg bei der SG Bietigheim folgen. „Da hat Coburg reichlich Selbstvertrauen getankt“, sagt Köhrmann. „Das werden sie gegen uns sicherlich auf die Platte bringen. Hier sind wir gefordert, als Mannschaft dagegenzuhalten und unsere eigenen Stärken auszuspielen. Im Gegensatz zum Gegner stehen wir dabei allerdings nicht unter Druck.“

An Selbstvertrauen mangelt es den Jadestädtern jedenfalls nicht: Gegen Elbflorenz Dresden feierte man beim 26:21-Heimerfolg einen gelungenen Start ins neue Jahr und wusste dabei vor allem in der zweiten Halbzeit zu überzeugen. Personell kann Köhrmann am Abend aus dem Vollen schöpfen – alle Akteure stehen zur Verfügung. Auch Duncan Postel, den zuletzt ein Magen-Darm-Infekt außer Gefecht gesetzt hatte, wird im Aufgebot stehen. Im Vergleich zum Dresden-Spiel werden sich die Jadestädter aber weiter steigern müssen. Köhrmann: „In Sachen Durchschlagskraft aus dem Rückraum ist Coburg noch mal ein ganz anderes Kaliber.“

Um möglichst ausgeruht in die Partie zu gehen, ist der WHV bereits am Freitag Richtung Oberfranken aufgebrochen und hat wie üblich in Großwallstadt einen Zwischenstopp inklusive Übernachtung eingelegt. „Die 600 Kilometer in einem Rutsch am Spieltag zu fahren, wäre nicht optimal“, sagt WHV-Manager Dieter Koopmann. „Von Großwallstadt nach Coburg sind es nur noch rund 200 Kilometer.“ Im Hinspiel wurden die Punkte beim 25:25-Remis geteilt. Dabei reichte dem WHV auch eine zwischenzeitliche Fünftore-Führung nicht zum Sieg.