16.11.2019 13:59

Schnell richtige Lösungen finden

Hagen verliert daheim gegen Menden, Longerich lässt einen Punkt in Leichlingen – diese Steilvorlagen der Konkurrenz wollen die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Abend nutzen, um ihren Vorsprung an der Spitze der Nord-West-Staffel auf vier Punkte zu zementieren. Im Gastspiel bei den Rhein Vikings müssen sich die Jadestädter ab 19.30 Uhr (Hammfeldhalle, Neuss) aber auf erhebliche Gegenwehr einstellen, schließlich zählt der Mitabsteiger aus der 2. Bundesliga mit bislang 9:3 Heimpunkten zu den heimstärksten Teams der Liga.

„Aufgrund der jüngsten Erfolge zählen die Vikings für mich zu den ganz harten Brocken“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann vor der Partie beim Ligasiebten. Respekt haben die Gäste vor allem vor der flexiblen Abwehrgestaltung, die Vikings-Coach Jörg Bohrmann seinem Team verordnet. „Von der 6:0 bis hin zur offenen Manndeckung – alles in nur einer Halbzeit – ist beim Gegner alles möglich. Darauf sind wir vorbereitet und müssen möglichst schnell die richtigen Lösungen finden.“

Das dauerte dem Trainer zuletzt zu lange, denn gegen die offensive 4+2-Formation des VfL Gummersbach II taten sich die Jadestädter beim jüngsten Heimsieg 20 Minuten lang schwer, ehe der Knoten dann doch noch platzte und der WHV die Partie schon zur Pause klarmachte. Nach dem Spiel hatte sich Köhrmann beim Gegner für die „optimale Trainingseinheit“ bedankt. „Heute müssen wir früher zünden und uns vor allem gegen offensive Deckungsvarianten mehr bewegen – vor allem ohne Ball.“

Neben Rutger ten Velde (Daumenbruch) muss der WHV in Neuss auch erneut auf Rene Drechsler verzichten. Mit dabei ist dafür Matej Kozul: Der Spielertrainer der zweiten Mannschaft soll nach Wunsch von Köhrmann bis zum Ende der Hinrunde dem Kader der „Ersten“ angehören. Alle andere Akteure sind fit und bereit, die Serie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage weiter auszubauen.